Der FSV 08 Bissingen und der FC Nöttingen gehören zur gehobenen Klasse in der Oberliga. Eigentlich. Nach fünf Spieltagen hinken beide Mannschaften den Ansprüchen hinterher. An diesem Freitag (19 Uhr) steigt im Nöttinger Panoramastadion mit seinem besonderen Flair und zum Teil mit Flutlicht-Atmosphäre das direkte Duell.

„Wir wollen drei Punkte holen. Dafür müssen wir aber hinten die Patzer weglassen und vorne die Chancen verwerten. Denn unser Offensivspiel gegen Freiberg war ja gut. Irgendwann dreht sich das Ding“, ist Bissingens Trainer Alfonso Garcia überzeugt, dass zu dem einen Saisonsieg – immerhin gegen die Stuttgarter Kickers – bald weitere Erfolge hinzukommen, wenn die Laufbereitschaft, der Willen und die Einstellung  weiter stimmen. „Nöttingen hat eine abgezockte Mannschaft mit vielen erfahrenen Spielern. Wir müssen sie beschäftigen und nicht zu viel spielen lassen. Und auf die Standards müssen wir aufpassen“, weiß Garcia um die Stärken des badischen Vorzeigeklubs.

Zumindest auf einer Position muss der Bissinger Coach seine Mannschaft verändern, denn Marco Rienhardt ist krank und fällt aus. Dabei hat er im Derby gegen Freiberg nicht nur einen Treffer erzielt, sondern auch eine engagierte Leistung und viel Einsatzbereitschaft gezeigt. Gut möglich allerdings, dass die gegen Freiberg eingewechselten Alexander Götz und Riccardo Gorgoglione in der Startelf auftauchen. „Sie haben eine Reaktion gezeigt und ordentlich gespielt. Wir haben genügend Alternativen“, so Garcia.

Der FC Nöttingen ging mit einer in weiten Teilen über Jahre eingespielten Mannschaft in die neue Saison. Einziger externer Neuzugang ist Paulo Lima vom 1. FC Bruchsal. Die Nöttinger, die schon zweimal in die Regionalliga aufgestiegen sind, gehören immer zu den Anwärtern auf einen der Spitzenplätze. In die neue Runde starteten sie mit einem 1:0-Sieg beim VfB Stuttgart II und sorgten damit zum Auftakt für einen Paukenschlag. Es folgten ein 2:2 gegen den SV Linx, ein 0:2 bei der Neckarsulmer Sport-Union und eine 1:3-Heimpleite gegen den FV Ravensburg. Die Trendwende könnte der 2:0-Sieg beim Freiburger FC gebracht haben.