Fußball Nur Gentner überwindet Wulle

Thomas Gentner (links), hier im Luftduell gegen den Bissinger Peter Wiens, avancierte im Oberliga-Nachholspiel bei der U 23 des SV Sandhausen zum Freiberger Matchwinner. Seine Kopfball-Bogenlampe landete in der 34. Minute im Tor der Nordbadener.
Thomas Gentner (links), hier im Luftduell gegen den Bissinger Peter Wiens, avancierte im Oberliga-Nachholspiel bei der U 23 des SV Sandhausen zum Freiberger Matchwinner. Seine Kopfball-Bogenlampe landete in der 34. Minute im Tor der Nordbadener. © Foto: Martin Kalb
Freiberg / Claus Pfitzer 12.02.2018

Der Start in die Rückrunde der Fußball-Oberliga ist dem SGV Freiberg mit dem 1:0-Sieg beim SV Sandhausen U 23 gelungen. Der Aufsteiger schloss nach Punkten zum Nachbarn FSV 08 Bissingen auf und verbesserte sich auf Rang fünf. „So haben wir uns den Start vorgestellt. Der Sieg hätte aber deutlicher ausfallen müssen. Ich schaue nicht auf die Tabelle. Ich bin froh, dass wir ein gutes Spiel gemacht haben. Das nächste Spiel wird schwer genug“, meinte SGV-Trainer Ramon Gehrmann nach der Partie auf dem Kunstrasenplatz beim Sandhäuser Hardtwald-Stadion. Noch ist das Führungsduo TSG Balingen und der FC 08 Villingen punktemäßig in anderen Dimensionen. Am Samstag erwarten die Freiberger den Tabellendritten Neckarsulmer Sport-Union.

Torhüter Wulle in Bestform

Dass die Freiberger in Sandhausen bis zum Schlusspfiff von Schiedsrichter Maurice Kern aus Stuttgart um den hochverdienten Sieg zittern mussten, lag am überragenden SVS-Torhüter Rick Wulle und am Auslassen bester Torchancen „Wir hatten ja alleine in der zweiten Halbzeit bis zu sechs Hundertprozentige“, meinte SGV-Coach Gehrmann.

Wulle, ebenso wie die flinken Angreifer Ali Ibrahimaj und Robert Herrmann als Verstärkung aus dem Sandhäuser Zweitliga-Kader dabei, gewann alle Eins-gegen-eins-Duelle, vornehmlich gegen Niklas Pollex, und meisterte sämtliche Versuche, die auf sein Tor kamen – fast. Da war es richtig Pech für den 23-Jährigen, wie der Führungstreffer zustande kam. Nach einer Ecke von Maximilian Wojcik an den langen Pfosten erwischte Thomas Gentner den Ball mit dem Kopf zwar nicht optimal, aber gerade so, dass sich die Kugel per Bogenlampe über Wulle hinweg ins Tor senkte (34.).

Ganz beschäftigungslos war am Samstag auch Freibergs Keeper Jan Nagel nicht. Zumindest in der ersten Halbzeit trugen die Gastgeber mit einigen guten Offensivaktionen ihren Teil zu einem guten Spiel bei. In der zweiten Minute schnappte sich Nagel den Ball nach einem zu kurz geratenen Lupfer von Luca Stellwagen, und in der 28. Minute wehrte Nagel den Ball nach einem Schuss von Lofti Graidia ab. Die weitaus größeren Spielanteile verzeichneten auch schon in der ersten Halbzeit die Gäste. Und sie hatten Chancen. Aber Tobias Fausel scheiterte mit einem Weitschuss ebenso an SVS-Schlussmann Wulle wie zweimal Pollex.

Im zweiten Durchgang nahm die Dominanz des SGV Freiberg zu, der deutlich überlegen war, aber eben seine Chancen nicht zu nutzen wusste. Egal, ob Marcel Sökler, Pollex gleich mehrfach oder Wojcik – alle scheiterten am überragenden Torwart der Gastgeber. Vom SVS kam dagegen nur noch wenig nach vorne. Als Sandhausen sich mehr und mehr auf lange Bälle in Richtung des Freiberger Strafraums verlegte und sich eine längere Nachspielzeit abzeichnete, baute SGV-Coach Gehrmann mit zwei jungen Oberliga-Debütanten Sicherungen ein. Neuzugang Morgan Faßbender sollte mit seiner Schnelligkeit nochmals frische Impulse nach vorne setzen, bei Paul Polauke war dessen Kopfballstärke gefragt. „Beide haben es noch gut gemacht“, lobte Gehrmann.