Fußball Löchgauer regen sich über Unsportlichkeit auf

Der Löchgauer Schlussmann Markus Brasch musste in Breuningsweiler dreimal hinter sich greifen.
Der Löchgauer Schlussmann Markus Brasch musste in Breuningsweiler dreimal hinter sich greifen. © Foto: Helmut Pangerl
Breuningsweiler / Jan Fedra 20.08.2018

Zum Saisonauftakt in der Verbandsliga war der FV Löchgau zu Gast bei einem alten Bekannten aus der vergangenen Landesliga-Spielzeit. Am Sonntagnachmittag unterlagen die Roten mit 0:3 beim Mitaufsteiger SV Breuningsweiler.

Nicht nur die Niederlage ärgerte die Löchgauer. Sie prangerten auch eine Unsportlichkeit beim Gegner an. Nach einer torlosen ersten Hälfte sei es laut Coach Thomas Herbst auf dem Weg in die Kabine zu einem Scharmützel zwischen FVL-Stürmer Terry Offei und Stefano Costa  gekommen. Auf ein Wortgefecht im Spiel sei eine grobe Unsportlichkeit des Kapitäns der Gastgeber gefolgt. Er habe Offei ins Gesicht gespuckt, so Herbst. Weil Schiedsrichter Marco Zauner die Aktion nicht gesehen hatte, spielte Costa die Partie unbestraft zu Ende. Nach dem Wiederanpfiff ging Breuningsweiler mit einem Doppelschlag mit 2:0 in Führung. Der Treffer zum 3:0-Endstand fiel in der Nachspielzeit.  „Sportlich akzeptieren wir jede Niederlage. Aber so etwas hat im Fußball nichts zu suchen. Das war eine grobe Unsportlichkeit und deshalb muss er das nun aushalten, wenn man zuerst darüber spricht“, sagte FVL-Coach Herbst in Richtung von Costa.

Sein Team war gut in die Partie gestartet. Von den Spielanteilen her hatten die Gäste leichte Vorteile und kamen zu mehreren Möglichkeiten. Rückkehrer Peter Wiens zögerte bei seiner Gelegenheit allerdings zu lange. Auch die beiden anderen Löchgauer Angreifer, Mario Andric und Offei, nutzten ihre Gelegenheiten nicht. Die Gastgeber konnten aus einer gefährlichen Situation ebenfalls kein Kapital schlagen.

Doppelschlag schockt Löchgau

Nach dem Seitenwechsel unterliefen dem FVL mit kurzem Abstand zwei Fehler im Spielaufbau – und Breuningsweiler wusste dies zu nutzen. Nach einem Konter über rechts konnte Youngster Moritz Haile eine Flanke nicht verhindern. Am zweiten Pfosten stiehl sich der Ex-Oberligastürmer Marian Asch seinen Bewachern davon und markierte mit einem Volleyschuss ins lange Eck das 1:0 (52.). Nur zwei Minuten später legte die Mannschaft von Trainer Johannes Stanke nach: Fabian Gurth verlor an der Mittellinie den Ball, nach zwei schnellen Pässen zog Christian Mayer ab und traf aus 20 Metern ins linke Eck. Markus Brasch im Löchgauer Tor zögerte etwas zu lange und konnte den Einschlag nicht mehr verhindern. Markus Kellermann erzielte schließlich in der Nachspielzeit nach klasse Vorarbeit von Asch das Tor zum 3:0-Endstand. „Der Knackpunkt war, dass die beiden Gegentore so schnell nacheinander fielen“, resümierte Herbst. „So wurden wir um den Ertrag einer guten ersten Hälfte gebracht. Wir haben gemerkt, dass man sich in dieser Liga keinerlei Fehler erlauben darf.“

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