Fußball Löchgau gelingt Überraschungscoup

Der Löchgauer Tim Schwara hat abgezogen, Sindelfingens Torhüter David Kocyba kommt hier nicht mehr an den Ball.
Der Löchgauer Tim Schwara hat abgezogen, Sindelfingens Torhüter David Kocyba kommt hier nicht mehr an den Ball. © Foto: Martin Kalb
Löchgau / Gregory Rech 26.11.2018

Als auch der letzte Eckball des VfL Sindelfingen geklärt war und Schiedsrichter Felix Prigan die Partie beendete, fielen sich die Spieler und Trainer des FV Löchgau in die Arme. Gegen die favorisierten Gäste musste die Herbst-Elf zuvor einige bange Minuten überstehen, doch im Gegensatz zu den vorherigen Wochen hielt die Abwehr stand. Mit dem 2:1-Heimerfolg gelang den Gastgebern der ersehnte Dreier im Abstiegskampf der Verbandsliga. Entsprechend erleichtert war auch Thomas Herbst. „Heute war alles geboten. Man hat erkannt, warum Sindelfingen die letzten Wochen so dominant war und so tolle Ergebnisse erzielt hat“, sagte der FVL-Trainer und lobte sein Team: „Gegen solch einen Gegner musste unsere Leistung gut sein – und von eins bis elf war sie auch top. Es sind einige über ihre Grenze hinaus gegangen.“

Bereits in der ersten Minute jubelten die Löchgauer: Fabian Gurth setzte im Strafraum Peter Wiens in Szene, der seinen Gegenspieler stehen ließ und nur noch mit einem Foul gestoppt werden konnte – Elfmeter. Der Gefoulte trat selbst an und verlud VfL-Keeper David Kocyba mit seinem Schuss rechts unten in die Maschen – 1:0. Doch auch Sindelfingen schien sich an diesem Samstagnachmittag einiges vorgenommen zu haben: In der vierten Minute zündete Flügelspieler Armin Zukic den Turbo, packte einen Übersteiger aus und wurde 20 Meter vor dem Tor gefoult. Wieder nahm sich der Gefoulte der Sache an: Mit Schnitt trat der Linksfuß den Freistoß über die Mauer ins linke Toreck zum 1:1.

Sindelfingen spielte nun ballsicher und mit Tempo nach vorne, doch Löchgau wusste den Druck zu erwidern: Mario Andrics Flanke konnte nur in die Mitte abgewehrt werden, wo Wiens den Ball ganz knapp rechts vorbei setzte (7.). In der 29. Minute eine weitere Riesengelegenheit: Pascal Wolter fing einen Pass im Mittelfeld ab und spielte den Ball mit dem ersten Kontakt in die Schnittstelle auf Tim Schwara. Dieser wurde ins Straucheln gebracht, hielt sich aber dennoch auf den Beinen und schloss ab – Kocyba parierte mittels Fußabwehr (29.). Der FVL hatte jetzt mehr Spielanteile. Einen von Andric hoch hinter die Abwehr gespielten Ball flankte Tom Kühnle auf Fabian Gurth, der aus 10 Metern drüber köpfte (40.). Kurz vor der Pause hatte auch der VfL die Gelegenheit zur Führung, doch schlenzte Colic den Ball über den Kasten (41.).

Brasch ist immer zur Stelle

In Hälfte zwei verschärfte Sindelfingen das Tempo. Oliver Glotzmann führte einen Freistoß schnell auf Aleman Solis aus, der im Strafraum Zukic anspielte. Dessen Abschluss parierte Brasch mit dem Fuß (54.). Der VfL blieb dran: Timo Krauß schickte Glotzmann in die Spitze, aber wieder war Braschs Fuß Endstation (58.). Löchgau konterte: Tom Kühnle kam vor dem Strafraum an den Ball, behielt die Übersicht und setzte Gurth ein. Dieser legte flach auf Schwara quer, der nur noch zum 2:1 einzuschieben brauchte – die umjubelte Führung (59.). Sindelfingen antwortete mit wütenden Angriffen und hatte in der 76. Minute die große Chance zum Ausgleich: Eine hohe Hereingabe brachte Glotzmann gefährlich aufs Tor, doch Brasch fischte den Ball aus dem rechten Eck. In der Nachspielzeit trieb Ivo Colic den Ball durchs Mittelfeld und wurde erst durch ein Foul am Strafraum gestoppt. Zukic trat den Freistoß aus 18 Metern aufs linke Toreck – doch Brasch war abermals mit einer Faustabwehr zur Stelle (90.+2). Kurz darauf durfte im Löchgauer Lager gejubelt werden.

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