Löchgau Löchgau Außenseiter gegen Albstadt

Gianluca Gioia (Mitte) will auch gegen Albstadt engagiert in die Zweikämpfe gehen.
Gianluca Gioia (Mitte) will auch gegen Albstadt engagiert in die Zweikämpfe gehen. © Foto: Marco Wolf
Löchgau / Jan Fedra 24.08.2018

Nach dem Saisonauftakt des FV Löchgau in der Fußball-Verbandsliga war Thomas Herbst richtig angefressen. Das lag zum einen am Löchgauer Gegner, dem Mitaufsteiger SV Breuningsweiler. Dessen Spieler hätten sich laut Herbst zum wiederholten Male danebenbenommen. Zum anderen sorgte das sportliche Endergebnis für miese Laune beim FVL-Coach. 0:3 zum Saisonauftakt – das klingt erst einmal deutlich. „Das Ergebnis fühlt sich richtig beschissen an. Wir hätten gerne etwas mitgenommen, haben uns aber mit Fehlern im Spielaufbau um den Ertrag einer guten ersten Hälfte gebracht“, lautete das Herbst-Resümee.

Ein Doppelschlag nach der Pause und ein herauskombiniertes Tor in der Nachspielzeit besiegelten den Null-Punkte-Start der Löchgauer. „Bis zum 0:1 hatten wir das Spiel unter Kontrolle. Dennoch betrachten wir das Spiel natürlich auch kritisch. Manchmal waren wir nicht mutig genug, das wollen wir am Wochenende besser machen“, sagt Herbst nach erneutem Videostudium der Partie. Die nächste Chance, die ersten Zähler der Runde einzufahren bietet sich am Sonntag (15 Uhr). Dann gastiert mit dem FC 07 Albstadt eine erfahrene Verbandsliga-Mannschaft bei den Roten. Wie die Herbst-Elf verpatzten die Albstädter den Rundenstart. Zuhause verlor das Team von Alexander Eberhart mit 1:2 gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen. Nach einem 0:2-Rückstand markierte Pietro Fiorenza, seit Jahren der Albstädter Tor- und Punktegarant, lediglich den Anschlusstreffer. Auch beim letzten Albstädter Gastspiel in Löchgau erzielte der kleine Deutsch-Italiener das einzige Tor für den FC. Am Ende siegte der FVL dennoch mit 2:1. Im Rückspiel der Verbandsligasaison 2016/17 wurde Löchgau – damals wie heute als Aufsteiger – „abgestraft“ (Herbst) und verlor mit 1:4. „Albstadt ist fester Bestandteil der Verbandsliga. Die Favoritenrolle liegt bei ihnen“, erklärt der Löchgauer Übungsleiter mit Blick auf die Partie am Sonntag, die auf dem neuen Rasenplatz stattfinden soll.

Denkbar ist für Herbst wieder, wie gegen Breuningsweiler im 3-4-3-System zu anzutreten. Eine Entscheidung, die in enger Abstimmung mit Co-Trainer Oliver Zucker und dem Mannschaftsrat um Peter Wiens, Kapitän Riccardo Macorig, Torhüter Markus Brasch, Pascal Wolter und Simon Herbst getroffen wird. „Wir sind auch flexibel genug, aus einer Viererkette heraus nach vorne zu spielen“, so Coach Herbst. „Im Laufe der Saison werden wir uns auf eine oder zwei Varianten festlegen – das ist immer auch eine Frage des Personals.“ Gegen Albstadt gilt zum Beispiel Tom Kühnle noch als „Wackelkandidat.“ Angeschlagene Akteure wie Tim Schwara oder der während der Vorbereitung ausgefallene Kubilay Baki sammeln unter der Woche in der zweiten Mannschaft Spielpraxis und sollen so wieder an das Verbandsligateam herangeführt werden. „In drei bis vier Wochen“ sei die Mannschaft vollzählig und bereit, Topleistungen abzurufen. Bis dahin gelte es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Am besten schon bei der Heimpremiere gegen Albstadt. Je früher sich die Löchgauer einen Abstand zu den Abstiegsrängen herausspielen, umso größer sind die Chancen auf den Klassenerhalt.

In seinem ersten Heimspiel der Saison strebt auch der VfB Neckarrems den ersten Dreier an. Zum Auftakt holte die Elf von Markus Koch aber anders als der FV Löchgau immerhin einen Punkt gegen den Bezirksnachbarn SKV Rutesheim. Am Samstag (15.30 Uhr) ist der mit einer Niederlage in die Saison gestartete VfL Sindelfingen zu Gast auf dem Hummelberg.

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