Fußball Lechner warnt vor einem Selbstläufer gegen den Letzten

Alexander Götz (rechts), hier gegen Balingen am Ball, geht mit dem FSV 08 als Favorit ins Duell gegen Weinheim.
Alexander Götz (rechts), hier gegen Balingen am Ball, geht mit dem FSV 08 als Favorit ins Duell gegen Weinheim. © Foto: Helmut Pangerl
Bietigheim-Bissingen / Simon David 24.02.2018

Mehrere Spiele der Fußball-Oberliga Baden-Württemberg mussten Ende 2017 witterungsbedingt abgesagt werden. Doch auch am vergangenen Wochenende, als der erste reguläre Spieltag nach der Winterpause angesetzt war, sorgte das Wetter erneut für Absagen. So fand weder das Auswärtsspiel des FSV 08 Bissingen beim SSV Reutlingen noch das Heimspiel des SGV Freiberg gegen die Neckarsulmer Sport-Union statt.

Am Wochenende steht nun der 20. Spieltag auf dem Programm. Ob alle Partien auch tatsächlich stattfinden, bleibt abzuwarten. Der FSV 08 Bissingen empfängt an diesem Samstag (15 Uhr) das Schlusslicht TSG Weinheim. „Die Situation gegen den Tabellenletzten ist insofern schwierig, weil von außen die Erwartungshaltung da ist, dass das Spiel quasi schon gewonnen ist und nur noch über die Höhe diskutiert wird“, meint 08-Coach Andreas Lechner. „90 Prozent Leistung werden auch gegen den Letzten nicht reichen. Ich bin aber davon überzeugt, dass meine Mannschaft mit der richtigen Einstellung ins Spiel geht. Dann wird es auch mit dem Sieg klappen.“

Bissinger Neuzugänge fehlen

Mit Michael Deutsche, Niklas Weiß sowie den Winter-Neuzugängen Tobias Weis und Emmanuel Apler werden allerdings einige Akteure verletzt fehlen. Der Bissinger Kader ist aber in der Breite gut aufgestellt, sodass es mit einem Heimsieg der Nullachter gegen die in der Tabelle weit abgeschlagenen Nordbadener eigentlich klappen sollte. Zu Wochenbeginn lag noch etwas Schnee auf dem Sportplatz am Bruchwald, Andreas Lechner ist jedoch zuversichtlich, dass der Platz am Samstag bespielbar ist.

Weniger optimistisch ist Trainer Ramon Gehrmann vor dem Auswärtsspiel seines SGV Freiberg beim 1. CfR Pforzheim, das ebenfalls am Samstag (15 Uhr) angepfiffen werden soll. „Soweit ich informiert bin, gibt es dort keinen Kunstrasenplatz. Das könnte zum Problem werden. Ich hoffe aber, dass die Partie stattfindet. Nicht nur, weil die Mannschaft ihren guten Lauf fortsetzen möchte, sondern auch, weil es terminlich sonst sehr eng würde.“ Die kurzfristige Absage gegen Neckarsulm habe der Mannschaft nicht gepasst. „Die Jungs hätten gern gespielt, statt eine zusätzliche Trainingseinheit einzulegen.“

Sollte in Pforzheim gekickt werden, hätte der SGV-Coach die Qual der Wahl. Mit Ausnahme der angeschlagenen Spetim Muzliukaj und Mert Öztürk sind alle Akteure fit. „Die Spieler sind körperlich in einem sehr guten Zustand und sehr motiviert. Wir sind bereit“, betont Gehrmann. Den Gegner unterschätzt er dabei keineswegs. Denn obwohl die Pforzheimer als 14. bisher nicht besonders erfolgreich aufgetreten sind und zu Hause erst acht Punkte geholt haben, weiß er um die Spielstärke des CfR. „Das Hinspiel haben wir knapp gewonnen, die Pforzheimer waren aber gleichwertig. Sie haben einige qualitativ gute Spieler. Das wird eine ganz enge Begegnung – so sie denn stattfindet“, sagt er.