Fußball Knittel fungiert als Bande und sichert den ersten Saisonsieg

Der Löchgauer Matchwinner Marco Knittel (links) und Albstadts Sebastian Dahlke geraten im Zweikampf aneinander.
Der Löchgauer Matchwinner Marco Knittel (links) und Albstadts Sebastian Dahlke geraten im Zweikampf aneinander. © Foto: Jan Simecek
Löchgau / Von Jan Simecek 27.08.2018

Bei Kaiserwetter hat der FV Löchgau den ersten Heimsieg geholt und damit die ersten Punkte nach der Rückkehr in die Fußball-Verbandsliga eingefahren. Der FC 07 Albstadt war wie schon nach dem ersten Löchgauer Aufstieg vor zwei Jahren ein guter Gast und ließ beim 1:0-Sieg des FVL die ersten drei Zähler als Gastgeschenk da.

„Nachdem wir am vergangenen Wochenende vor dem ersten Gegentor schon 60 Minuten lang gut Fußball gespielt haben, am Ende aber mit 0:3 richtig böse abgestraft wurden, wollten wir es dieses Mal besser machen – vor allem vom Ergebnis her“, nannte Löchgaus Trainer Thomas Herbst später seine Vorgabe für das Duell gegen Albstadt.

Ziel erreicht, könnte man lapidar sagen. Doch es würde der Partie bei bestem Fußballwetter nicht ganz gerecht. Denn eigentlich gewann der Aufsteiger trotz des knappen Ergebnisses relativ souverän. Torhüter Markus Brasch sah zwar zwei, drei dicke Chancen der Gäste auf sein Tor zukommen, musste aber kein einziges Mal ernsthaft eingreifen, da Albstadt bei seinen besten Chancen den Ball einfach nicht aufs Tor brachte. Zweimal vor dem 1:0 beispielsweise, als der FC 07 freie Bahn hatte, aber das Spielgerät jeweils links über die Latte schoss.

Unterhaltsames Duell

Die Gastgeber hatten zunächst auch nicht viel mehr zu bieten. Vor den Toren war nicht gerade die Hölle los. Dennoch war es ein unterhaltsames Spiel, das schnell hoch und runter ging. Und dann produzierte der FVL in der 25. Minute etwas, das zunächst eigentlich als ziemlich guter Spielzug begann, am Ende aber auch eine gehörige Portion Dusel beinhaltete. Zunächst war die Herbst-Elf links bis auf die Grundlinie durchgedrungen. Mario Andric brachte den Ball auch recht vielversprechend in die Mitte, doch der Angriff schien zu verpuffen. Dann kam das Leder aber noch einmal hoch nach links in den Strafraum zu Peter Wiens. Der nahm das Spielgerät mit der Schulter mit, sprintete noch einmal auf die Grundlinie und passte scharf in die Mitte. Dort stand Marco Knittel so goldrichtig, dass er nicht einmal mehr selbst abschließen, sondern nur noch als Bande fungieren musste. Beinahe in Zeitlupentempo trudelte der Ball schließlich über die Linie, und die ganzen langen Sekunden, die er ins Tor brauchte – und noch ein, zwei mehr – brauchten die Gastgeber, um zu realisieren, dass sie gerade  tatsächlich in Führung gegangen waren.

Albstadt benötigte einige Zeit, eigentlich bis zur Halbzeit, um das zu verdauen. Nach dem Seitenwechsel kamen die Nullsiebener aber mit umso mehr Druck aus der Kabine. Die Löchgauer konnten sich kaum noch befreien, weil sie schon tief in der eigenen Hälfte angelaufen wurden und dann oft hektisch unsaubere Pässe spielten. Zählbares kam für die Gäste aber nicht heraus.

Je länger die Partie dauerte, desto besser fand auch die Herbst-Elf wieder hinein. Es bot sich auch die eine oder andere Konterchance, vor allem nachdem der schnelle Terry Asare als Rechtsaußen eingewechselt worden war, doch die Chancen blieben alle ungenutzt. So blieb die Partie, in der Schiedsrichter Rini Iljazi (Wurmberg-Neubärental) wegen einiger Behandlungspausen fast sechs Minuten nachspielen ließ, bis zum Schluss spannend. Doch Löchgau ließ nichts mehr zu und rettete die drei Punkte über die Zeit.

„In der Viertelstunde nach der Pause waren wir zu passiv. Das war so nicht abgesprochen und war auch im ersten Spiel schon unser Problem. Darüber müssen wir reden. Aber wir sind auch noch nicht bei 100 Prozent – und es fehlen noch einige Leute. Insofern bin ich mit den Punkten zu diesem frühen Zeitpunkt zufrieden“, bilanzierte Coach Herbst.

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