Fußball Klatschen für Sönmez und Spvgg

Der Häfnerhalsacher Dennis Tötz (Mitte) klärt hier vor dem Walheimer Chris Linkenheil. SVW-Spieler Thilo Grötzinger (vorne) und TSV-Keeper Marc Sladkowski brauchen nicht einzugreifen.
Der Häfnerhalsacher Dennis Tötz (Mitte) klärt hier vor dem Walheimer Chris Linkenheil. SVW-Spieler Thilo Grötzinger (vorne) und TSV-Keeper Marc Sladkowski brauchen nicht einzugreifen. © Foto: Bernd Leitner
Bietigheim-Bissingen / db/bo/nac/rai 04.09.2018

Zwei heftige Klatschen haben in der Fußball-Kreisliga A 3 FV Sönmez Spor Bietigheim und Spvgg Bissingen kassiert. Der Aufsteiger vom Jahnplatz ging gegen den TSV Nussdorf mit 2:10 unter. Sönmez verlor beim VfL Gemmrigheim mit 0:9. Der SV Iptingen hat mit einem 4:2-Erfolg beim TSV Enzweihingen wieder die Tabellenführung übernommen.


SGM Sachsenheim – Spvgg Besigheim 2:4 (1:3)

Auch im dritten Saisonspiel konnte die SGM Sachsenheim keine Punkte einfahren. Bereits nach drei Minuten vollendete Marc Kaminski auf dem Kleinsachsenheimer Sportplatz einen schön nach vorne getragenen Konter zur Gästeführung. Die SGM hatte einige gute Chancen zum Ausgleich, aber erst Marcel Göttfert verwandelte einen Schnittstellenpass von Philipp Matthies zum 1:1. Zwei Nachlässigkeiten vor der Pause brachten die Gastgeber dann aber auf die Verliererstraße. Erst traf Kaminski per Kopf zum 2:1, und in der Nachspielzeit gelang Sidar Tan gar das 3:1 für die Spvgg. In der zweiten Halbzeit war die SGM bemüht, das Spiel zu drehen, aber oft fehlten der letzte Pass und die Genauigkeit beim Abschluss. Besigheim blieb bei Kontern immer gefährlich. Einen solchen verwertete Kaminski in der 63. Minute mit seinem dritten Tor zum 4:1. Marcel Göttfert gelang in der 85. Minute nur noch der 2:4-Anschlusstreffer.

SV Illingen – SGM Hohenhaslach/Freudental 2:1 (2:1)

Die Ernüchterung bei den Spielern der SGM Hohenhaslach/Freudenteil war groß. Man hatte gerade mit 1:2 gegen Illingen verloren. Zwei direkt verwandelte Freistoßtore von Andreas Köppl in der 2. und 38. Minute sollten den Unterschied machen. Der frustrierte SGM-Spielertrainer Daniel Nissan hatte am Ende nur ein einziges Fazit, das er ziehen konnte: „Wir hatten die Illinger am Rande einer Niederlage. Doch wohl nicht immer gewinnt die bessere Mannschaft.“

Die Gäste waren an der Niederlage letztlich selbst schuld, da die SGM-Angreifer eine Großchance nach der anderen liegen ließen. Nachdem Adrian Kurz kurz vor der Pause den Anschlusstreffer erzielt hatte, fühlte man sich auf SGM-Seite im Aufwind. Doch Arsim Susuri, Tom Geisenberger und Volkan Akdeniz vergaben in der zweiten Hälfte eine hundertprozentige Möglichkeit nach der anderen. Vor allem Mario Dierolf scheiterte gleich dreimal unglücklich vor dem gegnerischen Tor und brachte seinen Spielertrainer zur Verzweiflung: „Das Ergebnis ist nach der kämpferischen Leistung total unglücklich“, ärgert sich Nissan. Auf der anderen Seite kann Illingens Trainer Tobias Häfner sein Glück kaum fassen: „Wir konnten unser Potenzial heute zwar zu keinem Zeitpunkt abrufen, werden uns aber nicht beklagen. Auch wenn heute viel Glück dabei war, sind es die drei Punkte, die zählen.“

SV Walheim – TSV Häfnerhaslach 3:0 (1:0)

Der Aufsteiger SV Walheim erspielte sich gegen Häfnerhaslach viele Chancen und einen verdienten Sieg. Beim 1:0 setzte sich Dani da Silva gegen drei Gegenspieler durch und ließ TSV-Torhüter Marc Sladkowskikeine Chance. Zudem scheiterten Chris Linkenheil mit zwei Kopfbällen sowie Joannis Theodoridis und Dominik Weigel mit ihren Abschlüssen am starken Gästekeeper. Auch einen fulminanten Freistoß von Kempf konnte dieser entschärfen.

Die zweite Halbzeit begann genauso intensiv und war von vielen Zweikämpfen geprägt. In der 50. Minute schloss Theodiridis eine Kombination über Timo Frey und Linkenheil mit dem 2:0 ab. Den Schlusspunkt setzte Linkenheil mit dem 3:0 (61.). Häfnerhaslach gab trotz des klaren Rückstands nicht auf, der SVW konzentrierte sich auf die Spielkontrolle, was ihm aufgrund des disziplinierten und starken Defensivverhaltens auch gelang.

„Das Spiel war hart umkämpft, wir hatten eine Vielzahl an Torchancen und den Ausfall von Mitelfeldstratege Nico Antoni und zudem die hohe Niederlage aus der vergangenen Woche noch zu verdauen. Darum war das eine klasse Vorstellung meiner Mannschaft“, sagte SVW-Coach Detlef Antoni zufrieden. Häfnerhaslachs Trainer Sedat Yilmaz war dagegen außer sich. „Alles, was zum Fußball gehört, war bei uns heute nicht anzutreffen. Die Einstellung von jedem Einzelnen war eine Katastrophe. Ein ganz schwaches Spiel von der ersten bis zur letzten Minute.“

Spvgg Bissingen – TSV Nussdorf 2:10 (1:5)

Bei der Begegnung gegen die Spvgg war fast jeder Nussdorfer Schuss aufs gegnerische Tor ein Treffer, weshalb die Gäste mit einem 10:2-Erfolg ungefährdet drei Punkte aus Bissingen entführten. „Bei uns hat heute alles geklappt. Wir haben gute Spielzüge ausgeführt, früh attackiert und den Ball perfekt laufen lassen“, berichtet Nussdorfs Co-Trainer Sascha Kerkez.

Die Gäste benötigten zwar zehn Minuten, um in das Spiel zu kommen, da stand es nach einem Bissinger Treffer von Thorsten Kempf zunächst 0:1. Doch von da an lief die TSV-Tormaschine. Per Foulelfmeter erzielte Johannes Wizemann nach zehn Minuten den Ausgleich, den Tim Stüble nur zwei Minuten später in eine Führung ummünzte. Jochen Stahn, Thorsten Josenhans und erneut Wizemann brachten die Gäste mit ihren Treffern bis zur Halbzeitpause zu einer komfortablen 5:1-Führung.

Auch nach dem Seitenwechsel sollte jeder Nussdofer Spielzug sitzen. Matthias Stoklossa erzielte mit einem Schuss aus 16 Metern in das rechte Torwarteck den schönsten Treffer des Spiels (54.). Neben Martin Styava, der das neunte Nussdorfer Tor erzielte, gingen alle weiteren Tore in der zweiten Hälfte auf das Konto von Johannes Wizemann, der von seinen Mitspielern beinahe immer angespielt wurde und sich mit einfachen Drehungen gut in Szene setzte. Fünf der letztendlich zehn Nussdorfer Treffer gingen auf das Torekonto des Angreifers. Bissingen war in der zweiten Halbzeit nur noch ein Mal gefährlich. Ein direkter Freistoß von Kristof Grünenwald in der 85. Minute bedeutete das 2:8.

TASV Hessigheim – TSV Kleinglattbach 1:1 (0:0)

Die Hessigheimer holten gegen den letztjährigen Vizemeister TSV Kleinglattbach trotz Unterzahl und Rückstand ein 1:1. Eine ausgeglichene und chancenarme erste Hälfte wurde erst kurz vor der Pause hektisch. Die wuchtigen Matthias Geiger (TSV) und Kai Rupertus (TASV) gingen körperbetont in einen Zweikampf an der Außenlinie, Geiger fiel in die Barriere, worauf Schiedsrichter Hasan Zafer Genc dem Hessigheimer die Rote Karte zeigte. Eine harte Entscheidung. Kurz nach diesem Genickschlag folgte der nächste für die Rot-Weißen: Philipp Gutjahr traf mit einem abgefälschten Distanzschuss unhaltbar zum 0:1-Pausenstand für die Gäste (44.).

Wer dachte, das Spiel sei bereits gelaufen, sah sich getäuscht. Der TASV lieferte eine bärenstarke zweite Hälfte ab. Es war zu keinem Zeitpunkt ersichtlich welche Mannschaft einen Spieler mehr auf dem Feld hatte. Trotz mehrerer guter Gelegenheiten gelang es den Hessigheimern zunächst jedoch nicht, zum Ausgleich zu kommen. Als der Ball dann schließlich im Netz zappelte, verwehrte der Unparteiische den Treffer. Filippo Russo hatte per direktem Freistoß getroffen, der Schiedsrichter diesen aber als indirekt gedeutet, dies vor Ausführung aber nicht angezeigt (65.). Der TASV ließ sich davon nicht beirren und spielte weiter druckvoll nach vorne. Zunächst schoss Karlo Soltic eine Freistoßhereingabe noch knapp über das Tor, bevor Russo doch noch den Ausgleich erzielte: Nach einem Foul an Jerome Wahl ließ er sich die Chance vom Elfmeterpunkt nicht nehmen (86.).

VfL Gemmrigheim – FV Sönmez Spor Bietigheim 9:0 (5:0)

Eine einseitige Begegnung sahen die Zuschauer im Spiel zwischen dem VfL Gemmrigheim und Sönmez Bietigheim. Bereits in der dritten Minute brachte Simon Mozer die Gastgeber in Führung, nur zwei Minuten später erhöhte Mazlum Koyun auf 2:0. Nicht zu stoppen war VfL-Torjäger Timo Kraut, dem zwischen der 18. und der 33. Minute ein Hattrick zur 5:0-Pausenführung gelang. Der Torhunger der Gastgeber war noch lange nicht gestillt. Bereits in der 48. Minute erzielte der zuvor eingewechselte Berat Sertolli das 6:0. Die Gastgeber schalteten nun einen Gang zurück, ehe Timo Kraut auf 7:0 erhöhte (75.). 120 Sekunden später war erneut Berat Sertolli zur Stelle, der die Führung auf 8:0 ausbaute. Mit einem fulminanten Freistoß in der 82. Minute sorgte Simon Mozer für den 9:0-Endstand. „Man hat heute gemerkt, dass Sönmez nicht in Bestbesetzung angetreten ist, daher möchte ich das Ergebnis nicht überbewerten. Für uns ist nun das nächste Spiel in Kleinglattbach richtungsweisend“, lautete das Fazit von VfL-Trainer Markus Lutz.

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