Marcel Ivanusa kehrt zur neuen Saison zum SGV Freiberg zurück. Der 34-jährige Ex-Profi steigt beim aktuellen Tabellenfünften der Fußball-Oberliga als Co-Trainer ein und hat – wie zuvor schon der neue Chefcoach Mario Estasi – einen Vertrag bis 2021 unterschrieben. Komplettiert wird das neue Trainergespann durch Ferdinand Gross. Dieser assistierte bisher Jan Mayer bei den Freiberger A-Junioren in der U19-Oberliga und soll künftig das Bindeglied zwischen der ersten Mannschaft und dem Nachwuchsleistungszentrum bilden. Der bisherige Cheftrainer Ramon Gehrmann wird den Verein nach der laufenden Runde verlassen (die BZ berichtete).

„Ich kenne den Verein, die Liga und die Konkurrenz sehr gut und freue mich auf die neue Herausforderung. Das ist für mich eine gute Chance“, sagt Ivanusa, der in der vergangenen Saison als Co-Trainer der Stuttgarter Kickers in der U19-Bundesliga fungierte und mit dem Degerlocher Nachwuchs knapp den Klassenerhalt verpasste. Weitere Trainer-Erfahrungen sammelte er beim SGV unter Gehrmann, als dieser seine Fußball-Lehrer-Lizenz machte. Das Gastspiel als Übungsleiter der Spvgg 07 Ludwigsburg währte dagegen nur kurz: Nachdem er mit dem Team kurz nach seiner Amtsübernahme den KSK-Cup 2017 in Freiberg gewonnen hatte, trat Ivanusa noch vor Beginn der Landesliga- Saison 2017/18 nach internen Querelen zurück.

Führungsspieler bei den Kickers

Als Profi lief der einstige Mittelfeldmann von 2009 bis 2014 für die Stuttgarter Kickers in der Dritten Liga sowie der damaligen Regionalliga Süd auf – und reifte bei den Blauen zum Führungsspieler und auch zum Kapitän. 2016/17 trug er in seinem letzten Aktivenjahr das Freiberger Trikot. „Der Kontakt zum SGV ist nie abgebrochen“, sagt Ivanusa, der an der IST-Hochschule in Düsseldorf im fünften Semester Sportbusiness Management studiert.

Der bisherige Sportdirektor Dieter Gerstung hört hingegen am Wasen auf: Er wechselt zur Stuttgarter Spielerberatungs- und Vermarktungsagentur „SoccerQ“. Dasselbe gilt für Flügelspieler Thomas Gentner. Der 30-jährige stellvertretende Kapitän und Bruder von VfB-Spielführer Christian Gentner beendet im Sommer seine Karriere, lässt den Spielerpass aber dem Sportlichen Leiter Florian Hägele zufolge in Freiberg – und würde im Notfall im Oberliga-Team aushelfen. Als weitere Abgänge stehen Sven Schimmel (Spielertrainer beim TSV Pliezhausen) und der frühere Profi Marco Pischorn (Ziel unbekannt) fest. Aus der eigenen U 19 stoßen die Talente Alexander Michalik (Tor), Steven Keklik, Luka Milenkovic (beide Abwehr) sowie Simon Klostermann (Angriff) zur ersten Mannschaft.

Beim designierten Oberliga- Torschützenkönig Marcel Sökler, der bisher 31 Tore erzielt hat, deutet sich derweil ein Verbleib an. Der 28-jährige Angreifer hat noch einen Vertrag für die nächste Spielzeit, und der SGV ist nicht gewillt, ihn ziehen zu lassen. „Marcel ist ein Stürmer mit Torgarantie. Ihn abzugeben, wäre fahrlässig“, sagt Hägele. Der Regionalligist SSV Ulm hat sich bei den Freiberger Verantwortlichen bereits einen Korb geholt. Hägele: „Es gab eine Anfrage aus Ulm, die wir abgelehnt haben. Seitdem haben wir nichts mehr gehört. Das ist der Stand der Dinge.“

SSV Reutlingen angelt sich SKV-Talent Lulic


Die SKV Rutesheim verliert einen ihrer Senkrechtstarter: Noah Lulic verlässt den aktuellen Tabellenzweiten der Verbandsliga Württemberg nach der laufenden Saison und wechselt zum Oberligisten SSV Reutlingen. Der 19-jährige Stürmer hat in dieser Saison bereits 17 Treffer erzielt und ist damit der drittbeste Torschütze der Liga. Nur jeweils ein Tor mehr auf dem Konto haben Fabian Czaker (FSV Hollenbach) und Oliver Glotzmann (VfL Sindelfingen). ae