Fußball Hildmann sieht spielerische Vorteile

Alles im Blick: Trainer Sascha Hildmann (rechts) geht bei der SG Sonnenhof Großaspach in seine zweite Saison. Er lobt die spielerische Weiterentwicklung.
Alles im Blick: Trainer Sascha Hildmann (rechts) geht bei der SG Sonnenhof Großaspach in seine zweite Saison. Er lobt die spielerische Weiterentwicklung. © Foto: Avanti
Von Jan Simecek 28.07.2018

Nicht einmal ganz zwei Wochen ist es her, dass die Fußball-Saison 2017/2018 mit dem WM-Finale in Moskau ihren offiziellen Abschluss fand. An diesem Samstag geht es aber für die SG Sonnehof Großaspach in der Dritten Liga schon um Punkte. Das Team von Sascha Hildmann ist um 14 Uhr zu Gast beim FC Carl Zeiss Jena.

Die Profis in der Dritten Liga brennen darauf, dass es endlich losgeht. „Natürlich sind wir alle heiß auf das Spiel in Jena und freuen uns vor allem darüber, dass es nach dieser Vorbereitungsphase endlich wieder im Wettkampfmodus losgeht und um Punkte gekämpft wird“, beschreibt Hildmann die Stimmung in der Mannschaft. Auch er selbst ist guter Dinge, obwohl er mit veritablen Ausfällen zu kämpfen hat. Zu den Langzeitverletzten Jannes Hoffmann (Aufbautraining nach Knöchelverletzung) und Dan-Patrick Poggenberg (Muskelverletzung) gesellen sich Nicolas Jüllich (Leistenverletzung) Michael Vitzthum (Rippenprellung) und der aus der Vorsaison noch rotgesperrte Kapitän Julian Leist. Auch ein Einsatz von Jeff-Denis Fehr (Leiste) ist fraglich.

Der Großaspacher Coach ist sich aber sicher, die Ausfälle kompensieren zu können, obwohl  sein Kader bei zwölf Abgängen und zehn Neuzugängen in der Sommerpause um zwei Spieler geschrumpft ist. „Wir sind fußballerisch ein gutes Stück besser geworden und haben eine gute Mentalität dazu bekommen. Das müssen wir jetzt nur noch auf dem Platz umsetzen“, so Hildmann.

Mannschaft bewusst verjüngt

Joannis Koukoutrigas  pflichtet seinem Trainer bei. „Wir haben den Kader für unsere Verhältnisse, aus denen wir schöpfen können, sehr gut zusammengestellt. Wir haben gute Typen, gute Charaktere dazu bekommen und wir haben die Mannschaft bewusst noch einmal verjüngt“, so der Sportdirektor. Die sportliche Leitung sei von jedem einzelnen Spieler überzeugt, der geholt wurde. Dennoch will  Koukoutrigas kontinuierlich daran arbeiten, die Bedingungen weiter zu verbessern. Das betrifft auch mögliche Nachverpflichtungen bei längeren Ausfällen. „Wenn sich jemand verletzt, müssen wir schauen, ob eine Nachverpflichtung Sinn macht.“

Vorerst sind aber Trainer und Sportdirektor mit dem vorhandenen Kader zufrieden. „Alle Spieler, die wir geholt haben, haben das Niveau für die Dritte Liga. Dennoch können wir kein Spiel mit nur 60 Prozent gewinnen. Wir müssen immer am Limit spielen“, sagt Hildmann.  Koukoutrigas ist sich aber sicher: „Die Qualität, um in der Dritten Liga zu bestehen, ist da.“ Ein offizielles Saisonziel hat er, was die Liga betrifft, trotzdem nicht ausgegeben. „Wir wollen den WFV-Pokal gewinnen. In der Liga nehme ich jeden Platz, außer die letzten vier, gerne“, so der Sportdirektor.

Was die anstehende Aufgabe in Jena betrifft, will sich Hildmann nicht allzu sehr in die Karten schauen lassen und gibt deshalb auch ein wenig den Ahnungslosen. „Natürlich haben wir Jena beobachtet. Möglicherweise ein Team fürs Mittelfeld der Liga, mit einem Lauf aber auch für ganz oben.“ Was die Stärken des Gegners betrifft, wird er schon deutlich konkreter. „Jena ist eine sehr spielstarke Mannschaft, die stets versucht, viele Dinge spielerisch zu lösen und mit schnellen Umschaltaktionen nach vorne zu kommen.“ Dagegen will er ein mannschaftlich geschlossenes, kompaktes und dennoch mutig auftretendes Team stellen. „Mit unserem spielerischen Potenzial wollen wir auch versuchen, das eine oder andere Tor zu erzielen.“ Das wäre quasi schon die halbe Miete zum Sieg, denn die beiden bislang einzigen Aufeinandertreffen in der Vorsaison endeten jeweils torlos. Vor mindestens 8000 erwarteten Zuschauern und bei bis zu 32 Grad im Schatten könnte es ein im wahrsten Sinne des Wortes hitziges Duell auf Augenhöhe werden.

Das nächste heiße Duell bei der Saison-Heimpremiere am 4. August gegen die „Roten Teufel“ aus Kaiserslautern soll möglichst noch aus den Köpfen vertrieben werden. Angesichts des  erwarteten ausverkauften Stadions keine leichte Sache. Und angesichts von zehn ehemaligen Erst- und acht Ex-Zweitligisten, die beim selbst ernannten Dorfclub vorbeischauen und sicherlich viele Zuschauer anlocken werden, klingt auch  der Sportdirektor fast etwas deplatziert, wenn er sagt: „Ich wünsche mir, dass uns die Region in dieser Saison so gut wie noch nie unterstützt.“

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