Fußball Germania ist heiß auf die Landesliga

Die schwere Blessur von Torjäger Ralf Krestel, hier gegen Flacht am Ball, war für den SV Germania ein Schock. Trotz des Ausfalls gewann das Team souverän die Bezirksliga-Meisterschaft.
Die schwere Blessur von Torjäger Ralf Krestel, hier gegen Flacht am Ball, war für den SV Germania ein Schock. Trotz des Ausfalls gewann das Team souverän die Bezirksliga-Meisterschaft. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen / Simon David 06.07.2018

Mit sechs Punkten Vorsprung hat sich der SV Germania Bietigheim in der vergangenen Saison die Meisterschaft in der Fußball-Bezirksliga Enz/Murr gesichert. Nach beinahe einem Vierteljahrhundert spielt der SVG in der kommenden Spielzeit wieder in der Landesliga.

Besonders in der Vorrunde der abgelaufenen Punktrunde zeigten die Bietigheimer eine souveräne Leistung. In der Rückrunde fielen die vom Verletzungspech gebeutelten Germanen für mehrere Spieltage hinter den Stadtrivalen NK Croatia Bietigheim zurück. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir in der Vorrunde so marschieren würden und ungeschlagen bleiben würden“, gesteht SVG-Trainer Matthias Schmid. „Immerhin hatten wir ein halbes Dutzend Neuzugänge. Die neuen Spieler haben aber sehr gut zu uns gepasst, spielerisch wie menschlich“, freut sich Schmid. „Wichtig war der Derbysieg gegen Croatia am Pferdemarktwochenende. Das hat uns zusätzliches Selbstvertrauen gegeben.“

Kritische Phase

Nach der Winterpause lief es jedoch nicht mehr rund bei den Bietigheimern. Zu viele unnötige Gegentore kosteten wichtige Punkte. „Das war eine kritische Phase. Häufig haben wir in der zweiten Halbzeit nachgelassen. Der Ausfall von Ralf Krestel war ein Schock für uns“, so Schmid. Im Verein hofft man, dass der erfahrene Torjäger irgendwann wieder wird spielen können. Doch selbst im besten Fall wird er erst in der Rückrunde wieder dabei sein. Zum Bietigheimer Glück fanden die Germanen in der entscheidenden Phase zurück in die Erfolgsspur und profitierten zudem von Ausrutschern der Konkurrenz.

In der kommenden Saison gilt es, sich in der neuen Spielklasse zu behaupten. Dass das nicht einfach wird, weiß man bei den Germanen. „In den letzten Jahren haben sich die Bezirksliga-Meister in der Landesliga sehr schwer getan und sind nach ein oder zwei Spielzeiten wieder abgestiegen wie der FC Marbach oder jetzt Salamander Kornwestheim“, sagt Matthias Schmid. „Zudem kennen wir die meisten Gegner nicht, auf die wir treffen werden. Daher wäre es vermessen, gleich mehr zu wollen als den Klassenerhalt“, betont er. Zunächst geht es also darum, sich in der neuen Liga einzufinden und zu behaupten.

Die Kaderplanung für die neue Saison ist bereits abgeschlossen. Verlassen werden den Verein Filippo Russo, Philipp Turco und Dominik Genc. Dafür gibt es vier Neuzugänge. Von Verbandsligist VfB Neckarrems kommt Daniele Cardinale. Aus der A-Jugend des SG Sonnenhof Großaspach stößt Michelle di Romana zum Aufgebot. „Das ist ein großes Nachwuchstalent, das wir in den kommenden Jahren aufbauen wollen“, sagt Schmid.

Mann mit Erfahrung kommt

Aus Münchingen kommt Marc Agyemang. „An ihm waren wir bereits im letzten Jahr dran. Er wollte mit Münchingen noch etwas erreichen, jetzt kommt er aber zu uns. Er hat eine Wahnsinns-Erfahrung und ist im zentralen Mittelfeld und der Defensive einsetzbar“, freut sich Schmid. Schließlich wechselt Robin Faber vom FC Nöttingen zum SVG. „Er passt sehr gut zu uns und wird sich schnell einfinden“, ist sich der Bietigheimer Trainer sicher. Auf lange Sicht möchten sich die Fußballer aus dem Ellental in der Landesliga etablieren. „Erst einmal zählt aber der Klassenerhalt. Den wollen wir so schnell wie möglich schaffen.“

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