Den Saisonstart in der Fußball-Landesliga hat sich der FV Löchgau anders vorgestellt. Die Runde startete für den Verbandsliga-Absteiger mit zwei Duellen gegen Aufsteiger. Zweimal war der FVL gut im Spiel, versäumte aber das Tore schießen. Dann das Pferdemarkt-Derby am vergangenen Samstag: Trotz Führung noch mit 1:2 beim SV Germania Bietigheim verloren. So stehen die Roten nach drei Spieltagen mit nur einem Zähler da. Und jetzt kommt am Sonntagt (15 Uhr) mit den Sportfreunden Schwäbisch Hall ein vor der Runde als Topfavorit gehandelter Gegner.

„Dass ein Punkt aus drei Spielen zu wenig ist, ist klar“, sagt FVL-Trainer Thomas Herbst. „Uns hängt vor allem das Remis gegen Leingarten nach. Das Spiel gegen Germania muss man anders bewerten. Aber insgesamt hinken wir dem Plan hinterher – das haben wir uns anders vorgestellt und das wollen wir auch gar nicht schönreden.“  Dennoch war nicht alles schlecht am Löchgauer Start. „Gegen Germania hatten wir ein Chancenplus in Hälfte eins – wenn wir das 2:0 machen, wird es ein anderes Spiel“, analysiert Herbst. Überhaupt, die Torchancen: Im Vergleich zur Aufstiegssaison 2017/18 kommen die Löchgauer deutlich gefährlicher daher. „Vor zwei Jahren waren wir absolute Minimalisten im Erspielen von Möglichkeiten. Jetzt“, erklärt Herbst nach dem Videostudium, „haben wir uns in drei Spielen zehn ,Hundertprozentige’ herausgespielt.“ Dass die Löchgauer, die wie schon häufiger die Abgänge wichtiger Stützen vorrangig mit jungen Talenten ausgleichen wollen, trotzdem noch Steigerungspotenzial haben, ist offensichtlich. „Was das Derby angeht, müssen wir uns vorwerfen lassen, die entscheidenden Zweikämpfe verloren zu haben und nach dem 1:2 keine Reaktion gezeigt zu haben“, so Herbst weiter.

Die soll nun gegen Hall kommen. Herbsts Ansatz dafür bleibt gleich: „Weiterhin mutig nach vorne spielen“, gibt der Trainer für das Duell mit dem „gefühlten Verbandsligisten“ (Herbst) vor.  „Das wird ein schwieriges Spiel gegen einen ambitionierten Verein“, so Herbst. Mit 6:0 gewannen die Sportfreunde nach zwei Niederlagen zuletzt gegen den TSV Pfedelbach. Bei den Hallern hat zur laufenden Saison Thorsten Schift wieder das Traineramt übernommen.

Verzichten muss Herbst am Sonntag auf den  treffsicheren Tim Schwara, der im Urlaub ist. Dafür stößt Cedric Cramer wieder zur Mannschaft. „Es wird sicher einige Wechsel geben. Wir sind breit aufgestellt und haben einen guten Konkurrenzkampf“, kündigt Herbst mit Blick auf personelle Rochaden nach dem ausbaufähigen Saisonstart.

Am Samstag sind die Derbysieger des SV Germania Bietigheim wieder im Einsatz. Es wartet direkt das nächste Top-Spiel auf die Germanen: Um 15.30 Uhr gastieren sie beim Tabellenführer TSV Crailsheim. Mit einem Auswärtssieg könnte das Team von Trainer Matthias Schmid mit den Gelb-Schwarzen, die als Mitfavorit auf den Titel gehandelt werden, gleichziehen.

Crailsheim gewinnt dreimal

Der TSV Crailsheim ist punktemäßig perfekt in seine sechste Landesliga-Spielzeit in Folge gestartet: Zuletzt gewannen die Hohenloher deutlich mit 5:0 beim Aufsteiger SV Leingarten und weisen bei neun Punkten ein Torverhältnis von 11:3 auf. Doch auch die Schmid-Elf kommt mit Rückenwind ins Schönebürgstadion. Stürmer Edison Cenaj ist spätestens nach seinem Doppelpack gegen Löchgau in der Liga angekommen, aber auch Kapitän Marc Agyemang oder Pascal Schöbinger überzeugten im Derby. Das Duell der breit aufgestellten Germanen mit der bis dato besten Offensive (11 Tore), es dürfte ein spannendes auf Augenhöhe werden.

Der TV Pflugfelden und der SV Salamander Kornwestheim treffen sich am Sonntag (15 Uhr) zum Lokalderby.  Bisher holten sowohl der TVP als auch die Salamander-Elf nur einen mageren Punkt und finden sich auf den Plätzen 13 und 15 wieder.  Der TVP hat zweimal hintereinander gegen den SV Breuningsweiler und den TSV Schwaikheim mit 2:3 verloren. Gegen Breuningsweiler ging Kornwestheim zuletzt mit 1:5 unter.