Aspach / Von Claus Pfitzer  Uhr

Bestens gelaunt und mit einem Strahlen im Gesicht präsentierte sich Oliver Zapel bei seiner Vorstellung in der Mechatronik-Arena den Medienvertretern. Er sei sofort „Feuer und Flamme“ gewesen, als ihn die Verantwortlichen des Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach kontaktiert und ihm den Trainerposten angeboten haben. In der Saison 2016/17 war Zapel schon mal Coach beim Dorfklub und verabschiedete sich nach Platz zehn etwas überraschend. Nach kürzeren Stationen beim SV Werder Bremen II und dem SC Fortuna Köln kehrt er jetzt nach Großaspach zurück.

Zapel erfülle im Vergleich zu den Verpflichtungen seiner Nachfolger Sascha Hildmann und Florian Schnorrenberg die aufgestellten Kriterien, wie Vorstandsmitglied Michael Ferber erläuterte. „Er soll die Dritte Liga kennen und schon dort gearbeitet haben und er soll bei einem Klub mit ähnlichen Strukturen wie bei uns gewesen sein“, beschrieb Ferber das Anforderungsprofil. Klar, dass die SG Sonnenhof schnell bei Zapel landete und beide Seiten, die stets Kontakt gehalten hatten, schnell einig wurden, zumal auch die Ziele und die Philosophie übereinstimmten.

Zum Trainingsauftakt umfasste der Kader des Drittligisten am Donnerstag 18 Spieler. Neu dabei war nur Adis Omerbasic vom Bonner SC. Vom Stammpersonal verließen Makana Baku (KSV Holstein Kiel) und Kevin Broll (Dynamo Dresden) den Dorfklub in Richtung Zweite Liga. „Es ist normal für einen Verein wie die SG, dass man zum Vorbereitungsstart die üblichen Baustellen hat. Es ist eine andere Herangehensweise, wenn der Klassenerhalt erst am letzten Spieltag feststeht“, gab sich Zapel gelassen mit Blick auf das zahlenmäßig noch etwas magere Aufgebot. Er kündigte aber an, dass mit Hochdruck an der einen oder anderen Verpflichtung gearbeitet werde.

Spielidee die größte Baustelle

Die größte Baustelle, an der der alte und neue Großaspacher Trainer in der Vorbereitung intensiv arbeiten möchte, ist seine Spielidee, die die Mannschaft umsetzen soll. „Wir müssen daheim und auswärts auf dem Platz aktiver und intensiver arbeiten, als das die Zuschauer zuletzt wahrgenommen haben. Da müssen wir einen Umdenkungsprozess einleiten und uns deutlich im Ballbesitzspiel verbessern und aus einer statischen Position heraus eine dynamische entwickeln. Wie werden  von vornherein in jedes Spiel gehen und wolles gewinnen“, umriss der 51-Jährige seine Vorstellungen. Helfen auf dem Trainingsplatz und beim Coaching wird ihm als Assistent Zlatko Blaskic, der seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hat. Eine erneute Zusammenarbeit mit dem Bietigheim-Bissinger Evangelos Sbonias in Großaspach sei kein Thema gewesen. „Er ist ein phantastischer Trainer. Wir hatten Dauerkontakt, aber er geht jetzt seinen eigenen Weg und setzt ihn bei der TSG Backnang fort“, sagte Zapel über seinen ehemaligen Assistenten bei der SG Sonnenhof und bei Werder Bremen II.  Kurzfristig verabschiedet hat sich Torwarttrainer David Yelldell, der sich auf die Trainerausbildung konzentrieren möchte.