Dem Ereignis angemessen leitet an diesem Mittwoch (18 Uhr) Bundesliga-Schiedsrichter Martin Petersen aus Stuttgart das das Achtelfinalspiel im württembergischen Pokalwettbewerb zwischen dem FSV 08 Bissingen und dem Titelverteidiger SSV Ulm 1846, der im Mai den Verbandsligisten TSV Essingen im Finale in Stuttgart-Degerloch mit 2:0 besiegte. Mit  zwei Freilosen und einem 4:0 beim VfB Bösingen haben die Ulmer das Achtelfinale erreicht. Die Nullachter kamen mit drei Zu-Null-Siegen bei den Landesligisten SV Leingarten (1:0), SG Sindringen-Ernsbach (1:0) und SV Germania Bietigheim (3:0) jeweils eine Runde weiter.

In der Oberliga hat der FSV 08 Bissingen nach einem etwas holprigen Start in die Spur gefunden und ist seit fünf Spieltagen ungeschlagen. Drei Siege und zwei Unentschieden bringen aktuell Platz fünf mit nur einem Zähler Rückstand auf die Plätze zwei, drei und vier. Am Samstag (14 Uhr) gastiert der SSV Reutlingen am Bruchwald. Dort geht es an diesem Mittwoch zuerst einal im Pokal gegen den anderen schwäbischen SSV-Traditionsklub.

Garcia: Mutig auftreten

„Wir müssen mutig auftreten, unser Spiel durchziehen und nach  vorne spielen. Wir dürfen nicht ängstlich sein. Dann haben wir Chancen, ins Viertelfinale einzuziehen“, gibt 08-Trainer Alfonso Garcia die Marschroute gegen den Favoriten von der Donau vor. Er rechnet mit rund 1000 Zuschauern, und dadurch mit einer zusätzlichen Motivation für seine Truppe. „Wir werden nicht groß rotieren, nehmen aber schon die eine oder andere Umstellung vor“, kündigt Garcia an. Eine betrifft die Torhüterposition. Gegen Ulm erhält Dominik Ferdek wieder eine Chance und steht für den in den vergangenen Wochen in der Liga stark haltenden Sven Burkhardt.

Die Ulmer legen nach einer bislang durchwachsenen Runde in der Regionalliga ihren Fokus verstärkt auf den Pokalwettbewerb. Den haben sie 2018 und 2019 gewonnen und sind in den sportlich wie wirtschaftlich attraktiven DFB-Pokal eingezogen. 2018 warfen sie in der ersten Runde Eintracht Frankfurt sensationell mit einem 2:1-Erflog aus dem Wettbewerb. In der zweiten Runde kassierten die Ulmer dann eine 1:5-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf. In diesem Jahr war schon nach der ersten Runde und einem 0:2 gegen den Nachbarn 1. FC Heidenheim Schluss.

In der Regionalliga läuft es für vor der Saison runderneuerte Mannschaft von Trainer Holger Bachthaler noch gar nicht rund. Nach zwölf Spieltagen belegt der SSV mit  15 Punkten Rang elf. Dabei wollten die Ulmer in dieser Saison weiter oben in der Tabelle mitspielen. Als einziges Team in der Liga hat der SSV Ulm bislang noch nicht unentschieden gespielt. Bislang präsentierten sich die Ulmer in der Defensive anfällig und im Angriff wenig effektiv. Die Neuzugänge waren noch nicht die erhofften Verstärkungen. Der große Kader bietet dem Coach die Möglichkeit zur häufigen Rotation.

Nach zwei Niederlagen zum Auftakt berappelten sich die Spatzen und reicherten ihr Punktekonto an. Vier Niederlagen zwischen dem achten und elften Spieltag warfen sie aber weit zurück. Den Negativtrend gestoppt hat das  Bachthaler-Team am Donnerstag mit einem 2:1 über den Aufsteiger FC Bayern Alzenau. 

Sechs Mannschaften im Viertelfinale


Das Pokal-Viertelfinale, das am 8. April 2020 ausgetragen wird, haben bislang sechs Mannschaften erreicht: Aus der Regionalliga die TSG Balingen, aus der Oberliga der FV Ravensburg, der 1. Göppinger SV und der VfB Stuttgart II sowie aus der Landesliga der FV Löchgau und der TSV Pfedelbach. Die fehlenden zwei Teams werden in den Spielen FSV 08 Bissingen gegen den SSV Ulm 1846 an diesem Mittwoch und SC Stammheim gegen die SG Sonnenhof Großaspach am Samstag (15.30 Uhr) ermittelt. cp