Auf der Bahnstrecke zwischen dem Stuttgarter Hauptbahnhof und der Station in Stuttgart-Vaihingen kurz nach dem Heslacher Tunnel wurde bei der Auslosung des Pokal-Viertelfinals im DB Regio-Cup dem TSV Pfedelbach der FV Löchgau als Gegner zugeordnet. Danach stand das letzte Viertelfinale zwischen den im Lostopf übrig gebliebenen VfB Stuttgart II und der SG Sonnenhof Großaspach fest. Zuvor bekam der Oberliga-Tabellenzweite 1. Göppinger SV die in der Regionalliga stark abstiegsgefährdete TSG Balingen zugelost. Brisanz beinhaltet auch die Paarung zwischen dem oberschwäbischen Oberligisten FV Ravensburg und dem SSV Ulm aus der Regionalliga. Gespielt werden die Viertelfinals am 8. April. Das Halbfinale ist am 24. April angesetzt, das Endspiel findet dann am 23. Mai beim bundesweiten Finaltag der Amateure im Gazi-Stadion in Stuttgart-Degerloch statt.

Auslosung im Schienenbus

Die diesjährige Auslosung des Viertelfinals fand erneut in einer besonderen Atmopshäre und einer ungewöhnlichen Location statt. Der WFV und der Namensgeber des württembergischen Pokalwettbewerbs hatten sich einen historischen Schienenbus ausgesucht, der auf der Gäubahn von Stuttgart bis nach Böblingen und über Renningen zurück zum Hauptbahnhof mit Vertretern des WFV, der beteiligten Vereine und der Medien unterwegs war. Während der Fahrt griffen David Wetzien von DB Regio und WFV-Präsident Matthias Schöck in die Lostrommel.

Vertreten waren dort der Drittligist SG Sonnenhof Großaspach, die Regionalligisten SSV Ulm und TSG Balingen, aus der Oberliga der 1. Göppinger SV und der FV Ravensburg und die beiden Landesligisten TSV Pfedelbach und FV Löchgau. Das erfreute Hansjörg Arnold, den Vorsitzenden des Bezirks Enz/Murr besonders, denn neben dem FV Löchgau aus seinem Bezirk war mit Pfedelbach eine weitere Mannschaft aus der Staffel 1 der Landesliga dabei, deren Staffelleiter er auch ist.

„So und so ist ein Landesligist in der Runde der letzten Vier. Das ist toll für den Pokal. Aber wir haben Blut geleckt und wollen jetzt auch ins Halbfinale“, meinte Daniel Brodbeck vom FV Löchgau zur Auslosung. „Das Los ist okay. Wir wissen, was uns in Pfedelbach erwartet. Wir hätten uns auch ein attraktiveres Los gewünscht, und wenn man sieht, dass nach uns noch der VfB Stuttgart II und die SG Sonnenhof Großaspach im Lostopf waren, hätten wir gegen diese beide Mannschaften ein Heimspiel haben können. Aber so haben wir jetzt die Chance, das Halbfinale zu erreichen und dann ein Wunschlos zu bekommen. Ein Landesligist hat in der nächsten Runde auf jeden Fall noch ein  schönes Spiel“, kommentierte der Sportliche Leiter des FVL. „Im Achtelfinale hatten wir gegen den VfL Nagold schon 1000 Zuschauer. Die wünschen wir uns jetzt auch im Viertelfinale gegen Löchgau“, meinte Martin Wöhrle, der Vertreter des TSV Pfedelbach. Vier Tage vor dem Pokalspiel treffen Löchgau und Pfedelbach in Löchgau in der Liga aufeinander. Das Hinspiel hatte der FVL mit 4:3 gewonnen.

Großaspach hat zwei Ziele

„Wir haben in dieser Saison zwei Ziele: den Klassenerhalt in der Dritten Liga zu schaffen und ins Pokalfinale zu kommen“, meinte Sportdirektor Joannis Koukoutrigas von der SG Sonnenhof Großaspach. „Die Paarung ist interessant. Auch wenn es der VfB Stuttgart II ist, ist es ein kleines Derby. Wir hätten den VfB auch gerne im Finale gehabt. Aber wir freuen uns auf das Spiel“, sagte Koukoutrigas weiter. Beim VfB II soll in der kommenden Woche die Entscheidung darüber fallen, wer neuer Trainer wird und die Mannschaft in die Regionalliga führen soll.