Milorad Pilipovic übernimmt die schwere Aufgabe, als Trainer den SGV Freiberg in der Fußball-Oberliga nach zuletzt drei deftigen Niederlagen mit 0:15 Toren in die Erfolgsspur zu bringen. Am Montagabend erläuterte er der Mannschaft seine Vorstellungen und arbeitete dann auf dem Platz mit den Spielern. Zuvor hatte er bei SGV-Präsident Emir Cerkez einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 mit einer Option unterschrieben.

Die erste Aufgabe am Samstag (14 Uhr) könnte schwerer nicht sein, denn da gastiert der VfB Stuttgart II in Freiberg. „Ich habe sehr gute Einblicke in die Oberliga und viele Spiele angeschaut. Es ist ganz egal, gegen wen wir spielen, wir rechnen uns immer Chancen aus, zu gewinnen. Wir wollen rausgehen und gewinnen“, sagte der 61-Jährige gegenüber der BZ. „Wichtig ist in erster Linie der Auftritt. Es gibt auch Siege, bei denen der Auftritt nicht gut war. Dann bin ich nicht zufrieden.“ Unterstützt wird Pilipovic von den bisherigen Co-Trainern Marcel Ivanusa, Ferdinand Groß und Torwart-Trainer Jörg Czeilinger. Das Trio hatte in der vergangenen Woche nach der Trennung von Chefcoach Mario Estasi interimsweise das Training und die Spielvorbereitung übernommen.

Pilipovic war in seiner aktiven Zeit Profi im ehemaligen Jugoslawien und kam 1984 zum SC Freiburg in die Zweite Liga.1985 wechselte er zum Karlsruher SC, mit dem 1987 in die Bundesliga aufstieg, und blieb dort bis 1990. Es folgten Stationen beim VfB Gaggenau und dem Bahlinger SC. Als Spielertrainer startete er beim FC Emmendingen seine zweite Karriere, war danach Trainer bei den Oberligisten FC 08 Villingen und beim Bahlinger SC sowie drei Jahre lang beim Frauenteam des SC Freiburg, mit dem er in die Bundesliga aufstieg. Im April 2014 übernahm er wieder den stark abstiegsbedrohten Bahlinger SC und schaffte noch den Klassenerhalt. Im Jahr darauf stieg er mit dem BSC in die Regionalliga auf.

Leistungssteigerung erhofft

„Er ist eine Persönlichkeit und wird wieder Disziplin reinbringen. Er will Fußball spielen lassen, er steht für viel Ballbesitz und Pressing. Kämpfen im Sport ist Boxen und Karate“, erhofft sich SGV-Chef Cerkez vor allem auch eine spielerisch Verbesserung des personell im Grunde für die Oberliga hochqualifizierten Kaders, der sein fußballerisches Können ausschöpfen soll. „Durch ihn bekommen die Spieler neuen Mut, er wird sie mitnehmen. Seine Mannschaften hatten explosionsartige Leistungssteigerungen. Die erreichen wir auch“, ist sich Cerkez sicher. Einen Wunsch verbindet er auch mit dem Trainer: „Alle, für die der SGV etwas bedeutet wie unsere Spieler, unsere Mitglieder, die langjährigen Fans und Zuschauer sollen sehen können, was wir da auf dem Spielfeld machen. Es soll uns gelingen, die Spiele sauber zu überstehen.“