Erneut finden an diesem Samstag (14 Uhr) nur wenige Kilometer entfernt  zwei Spiele in der Oberliga Baden-Württemberg statt. Eine unglückliche Konstellation für die Fußball-Interessierten in der Region und für beide Heimvereine, die sich damit gegenseitig den einen oder anderen Zuschauer wegnehmen. Eins haben die Spiele zwischen dem FSV 08 Bissingen und dem FV Ravensburg sowie dem SGV Freiberg und dem 1. FC Rielasingen-Arlen gemeinsam: Sie finden auf den Kunstrasenplätzen am Bruchwald und beim Wasenstadion statt.

Ein Trio empfiehlt sich

Im Verfolgerduell gegen den Tabellenvierten FV Ravensburg (24 Punkte) kann Trainer Alfonso Garcia beim FSV 08 Bissingen (21) wieder mit Alexander Götz und Anil Sarak planen, die ihm Optionen für die Offensive und die Defensive bieten. Allerdings wird er die bei der Neckarsulmer Sport-Union (2:1) siegreiche Startformation wohl eher nicht verändern. Zumal sich der zweifache Torschütze Pascal Hemmerich im Angriff und Mario Di Biccari als zweikampfstarker Abräumer und Torvorbereiter für weitere Einsätze empfohlen haben. Zudem gelang Michael Deutsche sein bislang wohl bestes Spiel im 08-Trikot. Es scheint, als knüpfe der 27-Jährige nach seiner langen Verletzungspause an die Topform aus seiner Freiberger Zeit an. Weiterhin auf der Ausfalliste stehen Marius Kunde, Duc Thanh Ngo, Pascal Wolter und Patrick Milchraum.

„Nachlegen wäre megagut, dann könnten wir nach Punkten mit Ravensburg gleichziehen. Das ist schon eine entscheidende Phase“, verweist Garcia auf die drangvolle Enge in der Tabelle der in dieser Saison extrem ausgeglichenen Liga. Nach dem FV Ravensburg empfangen die Nullachter in zwei Wochen mit dem Spitzenreiter 1. Göppinger SV noch ein weiteres Topteam am Bruchwald. „Das war eine engagierte Leistung. Wir haben auch wieder Zweikämpfe gewonnen. Spielerisch haben wir noch Luft nach oben“, hofft der 08-Trainer, dass seine Spieler die Partie mit jenem Engagement wie zuletzt in Neckarsulm angehen und den einen oder anderen spielerischen Akzent mehr setzen. „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe, da ist es entscheidend, wer die Zweikämpfe gewinnt. Ravensburg steht mit großen Spielern hinten drin gut und ist durch sie auch gefährlich bei Standardsituationen. Wir wollen aber daheim mal wieder einen Dreier ziehen“, sagt Garcia. Zuletzt gab es auf eigenem Platz eine Niederlage und ein Unentschieden. Der FV Ravensburg musste sich zuletzt daheim mit einem 2:2 gegen den Freiburger FC begnügen – nach einer 2:0-Führung. Die zweikampfstarke und einsatzfreudige Mannschaft spielt seit Jahren in nahezu identischer Formation zusammen und ist bestens abgestimmt.

Seine Premiere beim SGV Freiberg gibt der Neuling 1. FC Rielasingen-Arlen. Die beiden Mannschaften trafen noch nie aufeinander. Nachdem die Mannschaft vom Bodensee lange ordentlich mitgehalten hatte in neuer Umgebung, setzte es zuletzt drei Niederlagen in Folge. Darunter war auch ein knappes 0:1 vor zwei Wochen bei den Stuttgarter Kickers. In der Vorsaison brachten es die Rielasinger als Meister in der Verbandsliga Südbaden auf 115 Tore. Allein 60 davon erzielten Silvio Battaglia (31) und der Ex-Villinger Nedzad Plavci (29).

Hakan Kutlu wieder  dabei

Der Freiberger Trainer Mario Estasi warnt denn auch eindringlich vor dem Sturmduo: „Rielasingen hat vorne Qualität, die gilt es zu verteidigen. Wir wollen unsere Heimbilanz verbessern. 24 Punkte nach dem 15. Spieltag wären gut.“ Estasi hofft auch auf ein wenig mehr Spielglück als zuletzt bei der 0:3-Niederlage beim FC 08 Villingen. Die Personalsituation beim SGV hat sich kaum entspannt. Volkan Celiktas und jetzt auch Nico Seegert sind zwar gesperrt, dafür kehrt Offensivmann Hakan Kutlu nach wochenlanger Sperre zurück, auch Daniel Kaiser ist wieder eine Option, zumindest als Einwechselspieler. Denis Zagaria, David Müller und Niklas Pollex sind noch angeschlagen, Patrick Fossi fehlt ohnehin bis zur Winterpause.