Vom SGV Freiberg zu den Stuttgarter Kickers: Trainer Ramon Gehrmann bleibt in der Oberliga Baden-Württemberg und soll dem Traditionsverein aus Degerloch eine attraktive und erfolgreiche Spielweise vermitteln. Er tritt die Nachfolge von Tobias Flitsch an, der mit den Kickers die Vorsaison zwar auf Platz zwei abschloss, aber in der Aufstiegsrunde scheiterte und damit die Hoffnungen auf eine sofortige Rückkehr in die Regionalliga nicht erfüllen konnte.

Auch der Sportdirektor ist neu

Neben Flitsch verließ auch Sportdirektor Martin Braun die Kickers. Die erste Amtshandlung dessen Nachfolgers Lutz Siebrecht war die Verpflichtung von Gehrmann als Trainer. „Wir freuen uns, dass es gelungen ist, einen Trainer zu verpflichten, der unsere Anforderungen erfüllt: Er ist regional verwurzelt, ehrgeizig, jung, teamfähig, hat eine offensive Spielidee, kennt sich in der Liga aus und hat zudem ein großes Netzwerk“, wird der frühere Ulmer und jetzige Kickers-Sportdirektor auf der Homepage zitiert.
Der neue Übungsleiter mit der DFB-Trainer-Lizenz sagt dort:  „Die Kickers sind aufgrund ihrer Tradition und der tollen Fans ein großartiger Verein. Ich bin stolz, jetzt ein Teil der Kickers-Familie zu sein und bin davon überzeugt, dass wir es schaffen, eine Mannschaft zu entwickeln die mit Mut und Leidenschaft spielt und in der Lage ist, erfolgreich und attraktiv zu agieren.“  Der 44-jährige Gehrmann ist Lehrer am Wirtemberg-Gymnasium in Stuttgart-Untertürkheim und wohnt mit seiner Familie in Waiblingen. Nach sechs Jahren im Nachwuchsbereich und bei der U 23 des VfB Stuttgart kam Gehrmann 2011 zum gerade aus der Oberliga abgestiegenen SGV Freiberg. Die Rückkehr ins baden-württembergische Oberhaus klappte auf Anhieb.

Gastspiel beim Karlsruher SC

Nach den Plätzen, drei, vier und fünf wechselte Gehrmann zu den A-Junioren des Karlsruher SC in die Bundesliga und übernahm nach einem halben Jahr die B-Junioren. 2016 folgte die Rückkehr zum SGV Freiberg, der wieder aus der Oberliga abgestiegen war. Erneut gelangen Meisterschaft in der Verbandsliga und damit der sofortige Wiederaufstieg, parallel dazu absolvierte Gehrmann erfolgreich den DFB-Trainer-Lehrgang.
Vor der vergangenen Saison war das Ziel des SGV der Aufstieg in die Regionalliga. Zur Winterpause und nach einer Erfolgsserie sah es gut aus,doch dann mangelte es dem Team an Konstanz , hinzu kam Verletzungspech. Knapp verfehlten die Freiberger zudem den Einzug ins württembergische Pokalfinale. Nachdem die letzte Aufstiegschance dahin war, verkündete Gehrmann seinen Abschied nach insgesamt sieben Jahren beim SGV.
Bei den Kickers geht es jetzt vor allem darum, einen Kader zusammenzustellen, der zur Spielweise des neuen Trainers passt und diese auch umsetzen kann. Gehrmanns Vorgänger Flitsch hatte bei seinem Abschied vor allem die nicht ausreichende Qualität der Offensive bemängelt, um das große Ziel Regionalliga zu erreichen.