Aspach / Claus Pfitzer  Uhr

Der überraschende 3:0-Sieg der SG Sonnenhof Großaspach bei den Würzburger Kickers am Dienstag hatte nach zuvor zwei Niederlagen und sieben Gegentoren befreiende Wirkung. „Da hat es plumps gemacht. Bei mir, der Mannschaft und den Sympathisanten, dass wir es endlich in Zählbares ummünzen konnten. Es war ein tolles Ergebnis, ein gutes Gefühl und eine tolle Leistung“, freute sich Trainer Oliver Zapel.

An diesem Samstag (14 Uhr) will seine Mannschaft punktemäßig nachlegen. Zu Gast ist mit dem KFC Uerdingen eines der schillerndsten Mitglieder der an attraktiven Klubs reichen Dritten Liga. Das liegt an den lange zurückliegenden sportlichen Erfolgen, als der KFC Uerdingen noch den Beinamen des Hauptsponsors Bayer im Namen trug. Und am russischen Investor und patriarchisch agierenden Präsidenten Mikhail Ponomarew, unter dessen Ägide 2018 der Sprung aus den Niederungen in die Dritte Liga gelang. Drei Trainer und jede Menge Personal hat der KFC mittlerweile verschlissen, nun soll es Heiko Vogel als neuer Coach richten. Prominentestes Mitglied im Team ist Ex-Weltmeister Kevin Großkreutz.

Erfahrene Kräfte fallen aus

In Aspach fallen mit Assania Lukimya (gesperrt), Jan Kirchhoff und eventuell Stefan Aigner (beide verletzt) drei ehemalige Bundesliga-Profis bei den Krefeldern aus. Nach drei Spielen weisen die Uerdinger vier Punkte auf. Am Dienstag holten sie in Unterzahl nach Lukimyas Platzverweis einen 0:2-Rückstand gegen die Spvgg Unterhaching auf und holten beim 2:2 noch einen Zähler. „Die Mannschaft wurde verjüngt und mit Routine angereichert. Sie hat eine klare Handschrift und spielt deutlich variabler. Da rechnen wir mit geballter Offensivpower. Da müssen wir uns zusammenreißen, um die Jungs in den Griff zu kriegen“, stuft SG-Coach Zapel die Uerdinger hoch ein.

„Das war ein tolles Gefühl, vor allem für unseren Torhüter Maximilian Reule“, bewertete Zapel das erste zu Null im dritten Saisonspiel. „Wir waren in den richtigen Zweikämpfen aggressiv. Auch Korbinian Burger hat eine breite Brust nach dem zu Null. Ich hoffe, dass Kai Gehring genau hingeguckt hat“, sagte Zapel im Hinblick auf die Partie am Samstag, für die er wieder mit dem in Würzburg gesperrten Abwehrrecken Gehring planen kann. Ob er wieder wieder in die Startelf rutscht, ließ Zapel offen. „Wir haben systematische Umstellungen im Kopf, haben in drei Spielen drei Systeme gespielt. Das ist ein Prädikat der Mannschaft. Aber es muss auch immer zum Gegner passen“, schloss der Großaspacher Coach auch eine Dreierkette mit Kapitän Julian Leist, Burger und Gehring nicht aus. Überhaupt ist Zapel froh, dass ihm bis auf Orin McKinze Gaines (Sprung­gelenk) alle Spieler zur Verfügung stehen. „Da werden die Jungs, die nicht im Kader waren, in den Trainingseinheiten mächtig hinlangen und ihren Konkurrenten die Schienbeine polieren“, meinte Zapel schmunzelnd und freute sich über den Konkurrenzkampf.