Schon wieder hat der SGV Freiberg in der Oberliga mit 1:0 gewonnen. Dem Heimerfolg über den FC Nöttingen in der Vorwoche folgte  der nächste Sieg beim SV Oberachern. Der stand in letzter Sekunde auf der Kippe, aber Torhüter Alexander Loch parierte den Elfmeter von Gabriel Gallus. Dann pfiff Schiedsrichter Christian Schipper die hart umkämpfte Partie auf tiefem Boden und bei Dauerregen ab. Das Siegtor hatte Spetim Muzliukaj in der 84. Minute per Kopf erzielt.

SGV-Trainer Mario Estasi freute sich neben dem Sieg vor allem auch darüber, dass seine Mannschaft zum zweiten Mal hintereinander zu Null gespielt hat. Dabei saß der angeschlagene Kapitän Steven Kröner zunächst auf der Bank. Seinen Job in der Innenverteidigung erledigte Filip Milisic. Als erfahrene Leute in dem hektischen Spiel benötigt wurden, wechselte Estasi Kröner und Muzliukaj ein (63.). „Es war ein brutal enges Spiel und ein Sieg des Willens. Oberachern hat eine brutale Qualität. Wir sind super zufrieden und haben jetzt 20 Punkte, die uns vor der Saison zu diesem Zeitpunkt nicht so viele zugetraut haben“, meinte der Freiberger Trainer.  Er sagte auch: „Das Positive ist, dass wir noch viel Luft nach oben und Optimierungsbedarf in allen Bereichen haben. Wir haben viel Potenzial, müssen uns aber noch einiges erarbeiten.“

Zweimal auf Torlinie gerettet

Die Freiberger waren gleich gut im Spiel und hielten gegen die seit fünf Spielen unbesiegten Gastgeber dagegen. Die hatten zwei Wochen zuvor gegen die Stuttgarter Kickers nach einem 1:4-Rückstand noch ein 4:4 geholt. Nico Huber, der aktuell Führende der Oberliga-Torschützenliste, und Evans Erius hatten zwei Tormöglichkeiten für den SVO. Eine gute Chance zur Führung der Freiberger bot sich Kreshnik Lushtaku, der aber an Schlussmann Bastian Rempp scheiterte. Mario Andric und Denis Zagaria retteten zweimal bei Schüssen der Gastgeber auf der Torlinie. Charalambos Parharidis hatte die Riesenchance auf der anderen Seite, er scheiterte aber aus elf Metern an SVO-Keeper Rempp. Rauf und runter ging es. „Die zweite Halbzeit war viel Kampf und ein offener Schlagabtausch. Das war für die Zuschauer sehr spannend“, berichtete Estasi.

In der Schlussphase bekamen die Besucher auf dem Waldsportplatz dann noch richtig was obendrauf geboten. Nach einer Balleroberung auf der linken Seite düste Lushtaku die Linie entlang und flankte den Ball vors SVO-Tor genau auf Muzliukaj, der die Kugel entgegen der Laufrichtung von Schlussmann Rempp ins Netz köpfte. „Die Führung haben wir mit Mann und Maus verteidigt“, meinte Freibergs Coach. Oberacherns Jean-Gabriel Dussot düste noch einmal die rechte Außenbahn entlang und spielte im Strafraum Huber an. Die ungestüme Attacke von Milisic gegen Huber ahndete Referee Schipper zu Recht mit Strafstoß. SGV-Torhüter Loch wehrte den Schuss von Gallus ab – und verschwand unter einer Jubeltraube seiner Mitspieler.