Nach der unnötigen 0:1-Heimniederlage des FV Löchgau am Mittwochabend gegen die TSG Öhringen geht es für die Löchgauer am Sonntag (14.30 Uhr) zum Landesliga-Derby nach Pflugfelden. „Ganz klar, wir müssen eine deutlich bessere Leistung zeigen als gegen Öhringen. Sonst werden wir mit Sicherheit keine drei Punkte einfahren“, zeigt sich FVL-Trainer Thomas Herbst alles andere als glücklich über die Leistung seiner Mannschaft. „Es wird sich zeigen, wie gut wir das Spiel verarbeiten“, so Herbst weiter.

Zwar wartet der TV Pflugfelden seit vier Spielen auf einen Dreier, viel war es aber nicht, was dazu fehlte. Gegen den souveränen Tabellenführer Gröningen-Satteldorf lag die Mannschaft von Trainer Christian Hofberger beispielsweise lange in Front, ehe sie sich kurz vor Schluss noch den Ausgleich zum 2:2 einfing. Auch sonst erwies sich der TVP als unangenehmer Gegner und gestaltete seine Spiele jeweils eng.

„Die Pflugfelder haben eine sehr, sehr spielstarke Mannschaft“, lobt Herbst den kommenden Gegner. „Sie haben drei, vier richtig gute Offensivspieler, auf die es aufzupassen gilt.“ Besonders Nico Scimenes und Rui Tiago Caldas De Carvalho zeigten sich mit bislang je sieben Toren treffsicher. Letzterer spielte mehrere Jahre in Portugals zweithöchster Spielklasse und gehört mit 28 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen.

Bei aller Offensivstärke stehen für die Mannschaft aus dem Süden Ludwigsburgs allerdings nur zehn Punkte zu Buche, während das Herbst-Team mit 16 Punkten als Neunter drei Tabellenplätze weiter oben rangiert. Personell kann der FVL-Coach weiter aus dem Vollen schöpfen, kündigt jedoch ein paar Veränderungen an: „Es haben sich einige Spieler einen Einsatz verdient. Und auch im Hinblick auf die Belastung der englischen Woche könnten wir ein wenig rotieren.“

Die Bilanz der letzten beiden Duelle in der Landesliga-Saison 2017/18 fällt jedenfalls zugunsten der Löchgauer aus: Während sie das Hinspiel deutlich mit 4:0 gewannen, teilten die Teams in der Rückrunde bei einem 1:1-Unentschieden die Punkte.

Der SV Germania Bietigheim bekommt es am Sonntag (15.30 Uhr) ebenfalls auf fremdem Terrain mit dem TSV Schwaikheim zu tun. Nach zuletzt schier unglaublichem Verletzungs- und Krankheitspech und dem urlaubsbedingten Fehlen von insgesamt 14 Spielern, scheint sich die personelle Lage bei den Bietigheimern langsam zu entspannen. So rechnet Germania-Trainer Matthias Schmid mit lediglich vier verletzungsbedingten Ausfällen. Definitiv nicht mehr unterm Viadukt auflaufen wird Eric Schmidtke, von dem sich der Verein laut Schmid aus disziplinarischen Gründen getrennt hat.

Den kommenden Gegner aus Schwaikheim sieht der Germania-­Trainer trotz eines soliden siebten Tabellenplatzes als vermeintlich einfachste der vier verbleibenden Aufgaben vor der Winterpause. Denn die weiteren Kon­tra­henten sind allesamt im oberen Tabellenbereich aufzufinden. „Die Schwaikheimer sind jedoch eine eingespielte Truppe, die wir schon seit längerem kennen und daher keineswegs unterschätzen“, sagt Schmid. Unabhängig vom Gegner fordert er jetzt von seiner Mannschaft Punkte: „Egal, wer da jetzt kommt, wir können es uns nicht erlauben, aus den kommenden Spielen ohne Punkte rauszugehen, denn nach unten hin wird es richtig eng.“

   Der Aufsteiger SV Salamander Kornwestheim hat am Samstag (14.30 Uhr) beim Drittletzten TSV Pfedelbach die Chance, sich ein wenig von der Abstiegszone abzusetzen. Die Kornwestheimer liegen drei Punkte hinter Löchgau und punktgleich mit Germania Bietigheim auf Rang zehn.