Fußball Fällt im Derby die Titel-Entscheidung?

Stadtduelle gibt es in dieser Saison in der Kreisliga B 7 zuhauf: Hier trifft SGM-Spieler Dardan Maras (links) im Zweikampf auf Pascal Hirsch vom Spitzenreiter TSV Häfnerhaslach.
Stadtduelle gibt es in dieser Saison in der Kreisliga B 7 zuhauf: Hier trifft SGM-Spieler Dardan Maras (links) im Zweikampf auf Pascal Hirsch vom Spitzenreiter TSV Häfnerhaslach. © Foto: Bernd Leitner
Andreas Eberle 20.05.2017

In der Fußball-Kreisliga B 7 spitzt sich der Kampf um die Meisterschaft zu: Am Sonntag (15 Uhr) steigt das Gipfelduell zwischen dem zweitplatzierten TSV Kleinsachsenheim und dem Spitzenreiter TSV Häfnerhaslach, der das Klassement drei Spieltage vor dem Saisonende mit drei Zählern anführt. Sollten die Gäste vom Heiligenberg gewinnen, hätten sie ihren Vorsprung auf sechs Zähler ausgebaut und wären praktisch Meister, denn das Torverhältnis spricht klar für die Mannschaft um Spielertrainer Sedat Yilmaz. Einen Favoriten gibt es in diesem Stadtderby aber nicht, die Begegnung gilt als völlig offen. Dazu passt auch das Ergebnis in der Vorrunde. Da trennten sich die beiden Topklubs 3:3.

„Wir wollen gewinnen, um den zweiten Platz zu sichern und auf Häfnerhaslach Druck aufzubauen. Momentan stehen wir noch unter Druck, nach dem Spiel soll es andersherum sein“, sagt Jochen Folk, der Kleinsachsenheimer Trainer. Am vergangenen Sonntag kassierte sein Team eine überraschende 2:4-Niederlage beim TSV Phönix Lomersheim II und verlor so im Aufstiegskampf etwas an Boden. Allerdings trat der TSV da auch ersatzgeschwächt an. „Gegen Häfnerhaslach haben wir wieder eine gute Truppe zusammen und auch eine starke Bank“, sagt Folk. Mittelfeldspieler Markus Durian kehrt nach seiner Rotsperre ins Aufgebot zurück, ebenso das zuletzt verletzt fehlende Trio Eike Fiedler, Philipp Matthies und Marcel Göttfert. Mut macht den Kleinsachsenheimern die bisher makellose Heimbilanz: Der TSV gewann alle zwölf Spiele auf eigenem Platz.

„Ich habe meinen Jungs beim Abschlusstraining gesagt, dass sie das Spiel genießen sollen. Wir werden topmotiviert sein“, sagt der Häfnerhaslacher Spielertrainer Sedat Yilmaz vor dem Derbyknaller. Der 29-jährige kann wie Folk personell ebenfalls aus dem Vollen schöpfen. Nur Marvin Knauer, der sich einer Magen-Darm-Operation unterziehen musste, fällt aus. „Wenn wir unsere Leistung abrufen und Vollgas geben, können wir jede Mannschaft in dieser Liga schlagen und – wenn wir das nicht tun – auch gegen jede verlieren“, stellt Yilmaz fest.

SGM liegt in Lauerstellung

Als Tabellendritter liegt die SGM SC Hohenhaslach/SV Freudental – punktgleich mit Kleinsachsenheim – noch in Lauerstellung. Die zur laufenden Saison ins Leben gerufene Spielgemeinschaft hat allerdings bereits eine Partie mehr ausgetragen. Dass Hohenhaslach/Freudental nicht noch besser dasteht, hat mit einem Sportgerichtsurteil zu tun: Der 4:1-Sieg beim TSV Aurich vom 26. März wurde der SGM mittlerweile aberkannt und die Begegnung mit 3:0 für Aurich gewertet, weil die Gäste einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatten. Die Haslacher und Freudentaler bekommen es am Sonntag (15 Uhr) mit der SGM FV Roßwag/TSV Mühlhausen und benötigen einen Heimsieg, um ihre Aufstiegschance zu wahren. Allerdings sind die Gäste derzeit so etwas wie die Mannschaft der Stunde: Die vergangenen vier Partien hat Roßwag/Mühlhausen für sich entschieden, darunter war auch ein 3:2 gegen Häfnerhaslach.

Schon jetzt steht also fest, dass es in der Spielzeit 2017/2018 zumindest wieder einen A-Ligisten aus der Stadt Sachsenheim geben wird. Im Bestfall schaffen sogar zwei Klubs den Sprung nach oben – wenn der Vizemeister die Relegation erfolgreich meistert. Keine Rolle im Kampf um die Spitzenplätze spielen dagegen die Sportfreunde Großsachsenheim, der vierte Vertreter aus dem Stadtgebiet. Die SFG, die am Wochenende spielfrei sind, belegen derzeit nur den neunten Tabellenplatz.