Fußball Entscheidende Phase für die Oberligisten Bissingen und Freiberg

Simon Lindner (rechts) und der FSV 08 Bissingen wollen gegen den FC Nöttingen die Tabellenführung behaupten.
Simon Lindner (rechts) und der FSV 08 Bissingen wollen gegen den FC Nöttingen die Tabellenführung behaupten. © Foto: Helmut Pangerl
Bietigheim-Bissingen/Freiberg / bz 13.10.2018

Es sind zwei schwierige Aufgaben, die da am Wochenende auf den FSV 08 Bissingen und den SGV Freiberg in der Fußball-Oberliga warten. Gleichzeitig sind die Begegnungen von besonderer Wichtigkeit, denn sie könnten ein Fingerzeig sein, wo es für die beiden Klubs in den kommenden Wochen hingeht.

Spitzenreiter FSV 08 Bissingen bekommt es am Samstag, 15.30 Uhr, mit dem FC Nöttingen zu tun. Nicht nur der aktuell sechste Tabellenrang der Gäste, sondern vor allem das 5:0 am vergangenen Wochenende gegen den bisherigen Spitzenreiter SSV Reutlingen bestätigen die gute Form, in der sich der ehemalige Regionalligist befindet. „Die Liga zeigt immer wieder: Wenn du nicht in jedem Spiel 100 Prozent gibst, hast du keine Chance“, ordnet Bissingens Coach Alfonso Garcia den überraschend klaren Sieg Nöttingens ein.

Gewissermaßen spielt am Samstag auch Tabellenführer gegen Tabellenführer. Denn Nöttingen hat mit zehn Punkten die beste Auswärtsbilanz der Liga. In fünf Spielen auf fremdem Rasen kassierte das Team genau einen Treffer – schoss aber auch nur drei Tore. „Das ist eine kompakte und spielstarke Truppe“, weiß Garcia. Auf der anderen Seite ist Bissingen auch das bisher stärkste Heimteam der Liga. Vor allem eines muss das Team vom Bruchwald im Vergleich zum klaren 5:1-Sieg gegen Schlusslicht Germania Freudental abstellen: „Was mir gar nicht gefallen hat, war das Umschaltverhalten nach Ballverlust. Das müssen wir viel besser machen. Sonst geht das ins Auge“, betont Garcia.

Bitter für den FSV ist, dass sich Pascal Hemmerich, Dreifachtorschütze gegen Freudental, einen Muskelfaserriss zugezogen hat und ausfallen wird. Dafür ist Marius Kunde wieder fit. Auch Manuel Sanchez trainiert wieder mit der Mannschaft, könnte in wenigen Wochen einsatzbereit sein.

SGV will den Anschluss halten

Um noch mehr geht es für den SGV Freiberg, ebenfalls am Samstag, 14 Uhr, gegen Tabellennachbar Neckarsulmer Sport-Union. Denn der Achtplatzierte muss gegen den Siebten schauen, dass er den Anschluss nach oben nicht verliert. Kommendes Wochenende geht es zu den Stuttgarter Kickers. „Wenn wir noch, wie in den letzten Jahren, oben ran wollen, hilft nur ein Heimsieg“, ist sich auch SGV-Coach Ramon Gehrmann der Bedeutung der Partie bewusst. Dass seine Mannschaft das Zeug dazu hat, steht für ihn außer Frage. „Wir haben bewiesen, dass wir mithalten können“, spricht er vor allem  das 3:0 beim FC Villingen und das 3:2 in Nöttingen an. „Wenn wir alles abrufen, haben wir gegen jede Mannschaft der Liga eine Chance. Es liegt vor allem an der Einstellung und dem Glauben. Wenn beides vorhanden ist, können wir jeden schlagen.“

Dazu kommt jüngst noch eine Stärke, die der Coach nennt: der Konkurrenzkampf. „Ich muss sehr viele 50:50-Entscheidungen treffen“, meint er, nachdem ihm Hakan Kutlu, Thomas Gentner, Marco Pischorn, Steven Kröner und Pascal Nagel wieder zur Verfügung stehen. „Das sind alles wichtige Spieler. Aber wir haben ohne sie zuletzt nicht verloren und eine bessere Bilanz als mit ihnen. Die Einen werden ihren Platz nicht freiwillig räumen, die Arrivierten wollen zurück ins Team“, beschreibt Gehrmann.

Egal, wer gegen Neckarsulm am Ende auf dem Feld steht, es wird wichtig sein, dass vor allem die Chancen genutzt werden. Das war in dieser Saison bisher nicht immer so. „Wir waren einige Male die bessere Mannschaft und haben die Tore nicht gemacht“, erinnert der Trainer beispielsweise ans 1:1 vergangenes Wochenende bei Normannia Gmünd.

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