Fußball Emotionen und Mentalität gefragt

Torwinkel knapp verfehlt: Mit diesem Kopfball scheitert David Winckelmann (Nummer 17) vom SV Germania Bietgheim II im ersten Aufstiegsspiel gegen den VfB Vaihingen knapp.
Torwinkel knapp verfehlt: Mit diesem Kopfball scheitert David Winckelmann (Nummer 17) vom SV Germania Bietgheim II im ersten Aufstiegsspiel gegen den VfB Vaihingen knapp. © Foto: Jan Simecek
Löchgau / Claus Pfitzer 16.06.2018

Das Gustav-Siegle-Stadion in Besigheim hat dem FV Löchgau auf dem Weg in die Fußball-Verbandsliga am Mittwoch im gewonnenen Elfmeterschießen gegen den SV Zimmern (5:4) Glück gebracht. An diesem Samstag treffen die Löchgauer um 15.30 Uhr erneut in Besigheim auf den TSV Berg, den Vizemeister aus der Staffel 4 der Landesliga, der sich in der ersten Runde mit 2:1 gegen den TSGV Waldstetten durchgesetzt hat.

Die 120 Minuten plus das Elfmeterschießen am Mittwoch haben die junge Löchgauer Truppe Kraft gekostet. „Man hat gesehen, dass einige Jungs am Anschlag sind. Aber wir haben noch ein paar Spieler, die am Mittwoch nicht zum Einsatz gekommen sind“, meint der Löchgauer Trainer Thomas Herbst. Er setzt neben Mentalität und Einstellung auch auf andere wichtige Faktoren: „Durch die Unterstützung und die Emotionen auch von den Rängen kann man viel vergessen und sich tragen lassen.“

Jede Menge Erfahrung

Der FVL bekommt es gegen Berg mit einer erfahrenen Mannschaft zu tun. Im Kader sind nur wenige Spieler, die nicht in der Ober- oder Regionalliga gespielt haben, vornehmlich beim benachbarten FV Ravensburg oder dem SC Pfullendorf zu dessen besseren Zeiten. Selbst war der TSV Berg auch schon in der Verbandsliga. Gegen Waldstetten leistete sich Trainer Oliver Ofentausek den Luxus, seinen Spielmacher Jan Biggel (früher Offenbacher Kickers, Karlsruher SC, SC Pfullendorf) zunächst auf der Bank zu lassen. Als Biggel auf dem Feld war, erzielte er prompt den Siegtreffer.  Die meisten Tore in der abgelaufenen Runde hat Andreas Kalteis erzielt, ebenso ein ehemaliger Ravensburger Oberligakicker wie Moritz Fäßler. Ein Mann mit einem ausgeprägten Torinstinkt ist Silivio Battaglia. Rumgekommen in seiner Karriere ist Andreas Frick, ein Top-Sechser, der schon für den FV Illertissen, Pfullendorf und den FC Homburg in der Regionalliga am Ball war, und auch einen Abstecher zum SSV Reutlingen hinter sich hat.
Der Sieger vom Samstag spielt am 24. Juni in Marbach gegen die SKV Rutesheim um einen Platz in der Verbandsliga.

In die Bezirksliga wollen der TSV Münchingen, der nach dem Absturz aus der Verbandsliga bis in die Kreisliga A den Fall offenbar gestoppt hat, und der TSV Kleinglattbach. Das Duell der Vizemeister der Kreisliga A steigt am Samstag um 18 Uhr in Großglattbach. Vorteil für Münchingen ist, dass die Mannschaft von Trainer Ahmet Yenisen am Mittwoch ausruhen konnte, während Kleinglattbach in Ottmarsheim hart um den 1:0-Sieg gegen den TSV Affalterbach kämpfen musste. Auf den Sieger von Großglattbach wartet am 24. Juni in Höfingen der Bezirksligist TSV Eltingen.

Torjäger warten auf Germania II

Der SV Germania Bietigheim II benötigt noch einen Sieg, um am 24. Juni in Sternenfels im Bietigheimer Stadtderby gegen den SV Hellas 94 um einen Platz in der Kreisliga A 3 zu spielen. Doch die Hürde, die in Gündelbach an diesem Samstag ab 18 Uhr in der zweiten Runde der Aufstiegsspiele auf die Germanen wartet, ist hoch. Die SGM Hohenhaslach/Freudental II hat als Vizemeister der Kreisliga B 8  in 28 Spielen 145 Tore erzielt. Timo Etzel war 53 mal erfolgreich, Kagan Candir brachte es auf 38 Treffer.

Den 18. Platz in der Oberliga Baden-Württemberg sichern möchte sich der TSV Ilshofen in zwei Aufstiegsspielen gegen den Freiburger FC, der sich gegen den badischen Verbandsliga-Vizemeister mit 3:0 und 2:0 deutlich in zwei Spiele durchgesetzt hat. An diesem Samstag spielt Ilshofen zunächst in Freiburg, das Rückspiel steigt am 24. Juni in Hohenlohe.

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