Rheinau / Claus Pfitzer  Uhr

Der SGV Freiberg sehnt nach dem vorzeitigen Aus im Kampf um die Aufstiegsplätze, dem Verpassen des württembergischen Pokalfinales und einem anhaltendem Verletzungspech die Sommerpause herbei. Der 1:2-Heimniederlage gegen den TSV Ilshofen in der Vorwoche folgte die nächste Enttäuschung gegen einen Aufsteiger, der um den Klassenerhalt kämpft. Beim SV Linx verlor der SGV mit 3:6 und erlebte in der ersten Halbzeit ein Debakel. Zu Pause lagen die Gäste schon mit 1:5 in Rückstand.

Dabei gehörte die Anfangsphase auf dem kleinen Nebenplatz des Linxer Stadions eindeutig den Freibergern. Torjäger Marcel Sökler erzielte nach neun Minuten die Führung und vergab kurz danach die Riesenchance zum 2:0. Das hatte auch David Müller auf dem Fuß, aber sein 20-Meter-Schuss knallte an den Innenpfosten des Linxer Tores.

Die Gastgeber schafften mit ihrer ersten torgefährlichen Aktion den Ausgleich. Erfolgreich war Marc Rubio mit einem Kopfball (20.). Es war das erste von vier Toren, die Rubio gelangen. Das 2:1 erzielte er per Elfmeter, wobei die Entstehung höchst fraglich war (28.). „Da haben wir uns benachteiligt gefühlt. Der Elfmeter hat uns danach lange beschäftigt. Das darf uns aber nicht so viel ausmachen. Wenn wir den Elfmeter nicht gegen uns kriegen, gewinnen wir das Spiel“, meinte Freibergs Trainer Ramon Gehrmann hinterher – und war gar nicht gut auf Schiedsrichter Marcel Lalka zu sprechen.

Nach dem 3:1 erneut durch Rubio (32.), der zuvor den jungen Luka Milenkovic böse verladen hatte und damit seinen Hattrick innerhalb von zwölf Minuten perfekt gemacht hatte, entschied der Referee aus Schönaich erneut auf Strafstoß für den SVL, als Denis Zagaria und der Linxer Alexander Merkel im SGV-Strafraum aneinander geraten waren. Diesmal versenkte Wacim Tine den Elfmeter (34.). Kurz vor der Pause erhöhte Tine sogar noch auf 5:1. „Schade, dass wir so einbrechen. Aber mit unseren vielen Verletzten ist einfach nicht mehr möglich. In Linx hat sich nun auch noch Patrick Fossi verletzt“, berichtete Trainer Gehrmann, der mit Milenkovic, Simon Klostermann und Robin Münst drei A-Junioren zum Einsatz brachte. „Das ist nun ihre Chance, sich auch für die nächste Saison zu empfehlen“, meinte der SGV-Coach.

Die zweite Hälfte 2:1 gewonnen

In der Halbzeitpause hatte er seine Mannschaft darauf eingestimmt, wenigstens die zweite Halbzeit zu gewinnen – was mit 2:1 dann auch gelang. In der 57. Minute hebelten die Freiberger die Abwehr der Gastgeber aus und Sökler überwand Schlussmann Joshua Huelsmann mit einem Heber zum 2:5. Nach Rubios Treffer Nummer vier zum 6:2 in der 90. Minute kam der SGV vom Anstoß weg noch zu seinem dritten Treffer. Den erzielte Marco Pischorn nach hartem Körpereinsatz vor dem Linxer Tor.

Zum letzten Heimspiel der wechselhaften Saison 2018/19 mit Höhen und einer imposanten Erfolgsserie, aber auch Tiefen wie zu Beginn der Runde und jetzt am Schluss, erwartet der SGV Freiberg am Samstag (15.30 Uhr) mit der TSG Backnang die nächste Mannschaft aus der unteren Tabellenregion.