Fußball Eine gut funktionierende Partnerschaft unter Nachbarn

cp 23.06.2018

Mit dem SC Hohenhaslach begann am 2. April 2016 unsere viel beachtete und beliebte samstägliche Serie „Mein Sportverein“. Mit der Spielgemeinschaft (SGM) Hohenhaslach/Freudental endet sie an diesem Samstag. Seit zwei Jahren machen der Sportclub und der Nachbarverein SV Freudental gemeinsame Sache.

Manfred Wirth feiert in diesem Jahr ein seltenes Jubiläum: Der 66-Jährige ist seit 40 Jahren Vorsitzender des SC Hohenhaslach. Zuvor war er ein Jahr stellvertretender Vereinschef. Damals wie heute dabei ist Edgar Walz als Jugendleiter. Die Zusammenarbeit mit dem SV Freudental und dort mit seinen Vorstandskollegen Uli Lang und dessen Stellvertreter Heiko Reiser bezeichnet Wirth als gut und vertrauensvoll.  „Das funktioniert“, sagt Wirth. Das zeigt sich auch daran, dass die Spielgemeinschaft auch in der kommenden Saison fortgesetzt und erweitert wird. Denn im Jugendbereich sollen alle Altersklassen von der E- bis zur A-Jugend mit Nachwuchskickern beider Vereine besetzt werden. „Wir wollen die Jungs weiterbringen und haben das Ziel, dass bis in zwei Jahren einige bei den Aktiven mitspielen“, erzählt Wirth.

Rasenplatz bringt Vorteile

Als großen Vorteil nennt der SCH-Chef auch den Rasenplatz am Freudentaler Birkenwald als Trainings- und Spielstätte, denn die in der Kreisliga B 7 und B 8 spielenden aktiven Mannschaften müssen immer mal wieder auf Rasenspielfeldern antreten.

Auch wenn die erste Mannschaft der SGM bis auf wenige Ausnahmen mit Hohenhaslacher Spielern und die SGM 2 vornehmlich aus Akteuren des SVF besteht, betont Wirth das gute Klima und die gute Kameradschaft untereinander. Als Beispiel nennt er das große Saisonabschlussfest an diesem Samstag mit Aktiven und Jugendspielern am Freudentaler Birkenwald.

Am Sonntag geht es in Sternenfels für die SGM im finalen Relegationsspiel gegen den SV Hellas 94 Bietigheim um den Aufstieg in die Kreisliga A 3. Das erste Spiel wurde in Gündelbach gegen den SV Germania Bietigheim II mit 1:0 gewonnen. Dass dort die SGM 1, die in der Kreisliga B 7 Vierter geworden ist, unter Spielertrainer Daniel Nissan für die SGM 2 als Vizemeister der B 8 antrat, sorgte für Verwunderung. „Wir haben in Freudental darüber gesprochen und waren uns einig, dass wir mit unserer stärksten Mannschaft antreten, also mit einer gemischten Mannschaft und Spielern aus der Ersten und Zweiten. Aber das ließ sich nicht durchsetzen, weil einige aus der Zweiten nicht bereit waren. Dabei ist auch sie eine starke Truppe mit vier, fünf Hohenhaslacher und dem Rest aus Freudental“, erklärt Wirth.

Als „super“ bezeichnet der SVF-Vorsitzende Uli Lang die Kameradschaft zwischen erster und zweiter Mannschaft. „Vor der Saison war das Ziel der Aufstieg. Jetzt wollten wir mit der stärksten Mannschaft die Relegation spielen. Unsere zweite Mannschaft hat ja seit November 2017 nicht mehr verloren und 13 Spiele in Serie gewonnen. Bei einer Besprechung waren aber nicht alle Spieler für unsere Lösung. Unser Wunsch war es, in der Relegation erfolgreich zu sein“, erläutert Lang. Die Spielgemeinschaft bezeichnet er als „im Großen und Ganzen“ gut. „Wir hätten ja vor zwei Jahren keine eigene Mannschaft zusammenbekommen und sind auf den Sportclub zugegangen“, erinnert der SVF-Vorsitzende. Er bedauert ein wenig, dass die Mischung zwischen Hohenhaslacher und Freudentaler Spieler noch nicht richtig durchgeschlagen hat und setzt auf den Faktor Zeit. Auch sollen künftig mehr Spiele, vor allem der zweiten Mannschaft, in Freudental stattfinden.

Der Hohenhaslacher Daniel Nissan bleibt weiter Trainer der SGM 1, sein Bruder Dennis wechselt dagegen zurück zum Bezirksligisten TSV Botenheim. Bei der SGM 2 kommt zum bisherigen Trainerteam mit Marco Kubacki, der kürzlich zum Abteilungsleiter gewählt wurde, und Thomas Albrecht Torjäger Timo Etzel (53 Treffer in der Saison 2017/2018) als spielender Coach hinzu.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel