Dem VfB Neckarrems ist im Bezirksderby beim FV Löchgau der erste Sieg im Jahr 2019 gelungen. Nach sechs Spielen ohne Dreier gewann die Elf von Trainer Markus Koch mit 4:0 und landete den lang erhofften Befreiungsschlag im Kampf um den Verbleib in der Verbandsliga. Für die Gastgeber setzte es nach zwei Auswärtssiegen wieder eine Niederlage, die – da waren sich beide Trainer nach Spielende einig – zu hoch ausfiel.

Im zweiten Abschnitt gingen die Gäste durch einen Doppelschlag binnen drei Minuten in Front. Löchgau versuchte dennoch, weiter nach vorne zu spielen und wurde noch zwei weitere Male erwischt. In der Tabelle zieht der VfB durch seinen vierten Auswärtserfolg der Saison wieder an den Gastgebern vorbei. Mit 24 beziehungsweise 23 Zählern stehen beide Teams weiter auf den Abstiegsplätzen 13 und 14.

„Das 0:4 müssen wir so akzeptieren. Das wirft uns nicht um“, resümierte FVL-Coach Thomas Herbst. „Neckarrems hat aus fünf Torchancen vier Tore gemacht.“ Herbsts Gegenüber Markus Koch formulierte es so: „Von der Spielentwicklung war lange Zeit nicht vorhersehbar, dass es 4:0 ausgeht. Die zwei Situationen, die Löchgau nicht genutzt hat, haben wir genutzt. Dementsprechend hat sich dann das Spiel in unsere Richtung geneigt.“

Die Platzherren konzentrierten sich zunächst darauf, nach hinten nichts zuzulassen. Das gelang dem Aufsteiger gut – den ersten Abschluss des VfB gab es erst in der 27. Minute. Stürmer Lars Ruckh verzog aus der zweiten Reihe aber deutlich. Zehn Minuten später ein Aufreger auf der anderen Seite: Marco Knittel war auf direktem Weg zum Tor und wurde dabei von Philipp Bez zu Fall gebracht. Schiedsrichter Ismail Halici entschied auf Freistoß – direkt von der Strafraumkante. Moritz Hailes Versuch ins Torwarteck war aber kein Problem für Luis Rodrigues im VfB-Tor.

Altmann rettet das zu Null

Fünf Minuten vor der Pause mündete ein feiner Spielzug der Gäste in einem Anspiel von Andreas Schwintjes auf Alexandru Popescu. Daraufhin kam es am FVL-Strafraum beinahe zum Missverständnis zwischen Abwehrchef Pascal Haug und Sven Altmann. Doch der Torhüter drosch den Ball vor Popescu noch ins Seitenaus. Kurz darauf konterten die Gastgeber, Mario Andrics Flanke war aber zu ungenau. Sein zweiter Versuch Sekunden später war deutlich besser, Bez klärte aber vor Knittel.

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Löchgau den Druck auf den Tabellennachbarn. Einen Schuss von Fabian Gurth wehrte Rodrigues zur Ecke ab (46.). Fünf Minuten nach Wiederbeginn der bis dato beste Angriff der Roten: Über Gurth, Michael Mariolas und Peter Wiens kam der Ball zu Janis Feufel. Dessen Flachschuss aus 18 Metern strich nur Zentimeter am rechten Pfosten vorbei. Statt selbst den Abschluss zu suchen, wollte Wiens nach einer Stunde zum jungen  Julius Reinbold, der für den verletzten Knittel aufs Feld gekommen war, durchstecken – ein teurer Ballverlust. Auf links sprintete Viktor Ribeiro bis zur Grundlinie. Seine flache Hereingabe verwandelte Popescu direkt zur 1:0-Gästeführung (60.).

Nur drei Minuten später überspielte der VfB die erste Pressinglinie der Löchgauer. Dann schlug Riccardo Macorig über den Ball und Ruckh war frei durch. Allein vor Altmann stellte der Stürmer per Flachschuss auf 2:0.  In der 74. Minute legte Gabriel Fota den Ball nach einem  Freistoß von Alexandru Popescu per Kopf für Micha-Colin Läubin auf, der mit der Picke aus kurzer Distanz das 3:0 erzielte. Vier Minuten vor dem Abpfiff besorgte der eingewechselte Neckarremser Top-Torjäger Nesreddine Kenniche schließlich den 4:0-Endstand.

SKV Rutesheim steuert auf Aufstiegskurs


Das Führungsduo in der Fußball-Verbandsliga hat sich auf sechs Punkte vom Verfolgerfeld abgesetzt. Die SKV Rutesheim trennen nur zwei Tore vom punktgleichen Tabellenführer SF Dorfrmerkingen. Beim VfL Sindelfingen feierten die Rutesheimer einen 4:0-Sieg. Dreifacher Torschütze war Noah Lulic, der mit einem Hattrick (10., 13., 35.) für die 3:0-Halbzeitführung der SKV sorgte. Salvatore Catanzano legte das 4:0 (89.) nach. Am 26. April erwartet Ruteheim den Tabellenvorletzten SV Breuningsweiler. cp