Fußball Der Fokus liegt bei 08 auf den eigenen Spielen

Obenauf: Kapitän Oskar Schmiedel (rechts) vom FSV 08 Bissingen gewinnt das Kopfbalduell gegen den Backnanger Athanasios Coutroumpas. Mit den Nullachtern spielt Schmiedel oben mit.
Obenauf: Kapitän Oskar Schmiedel (rechts) vom FSV 08 Bissingen gewinnt das Kopfbalduell gegen den Backnanger Athanasios Coutroumpas. Mit den Nullachtern spielt Schmiedel oben mit. © Foto: Avanti
Von Claus Pfitzer 14.04.2018

Das mit Spannung erwartete Oberliga-Derby zwischen dem FSV 08 Bissingen und dem SGV Freiberg am 5. Mai am Bruchwald rückt näher. Sowohl der FSV 08 Bissingen als aktueller Tabellenzweiter als auch der auf Rang vier platzierte SGV Freiberg bewerben sich um die Vizemeisterschaft und die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Regionalliga. „Wir haben noch schwere Spiele bis dahin, müssen nach uns schauen und unsere Hausaufgaben machen“, steht für den Bissinger Trainer Andreas Lechner das Derby noch nicht im Fokus.

Der FSV 08 Bissingen hat bis dahin noch die Heimspiele gegen den SV Sandhausen II an diesem Samstag um 15.30 Uhr sowie gegen den 1. CfR Pforzheim und die Auswärtspartien bei der Neckarsulmer Sport-Union und beim SV Oberachern zu absolvieren.

Ein Punkt beim Tabellenführer

„Wer bei der TSG Balingen einen Punkt holt, kann nicht so schlecht sein. Die Mannschaft hat häufig knapp verloren. Das zeigt, dass sie sich noch nicht aufgegeben hat“, warnt 08-Coach Lechner vom dem SV Sandhausen II. Am Mittwoch holte der Tabellenvorletzte beim Tabellenführer in Balingen ein 1:1. Aus dem Profikader waren die Rekonvaleszenten Mirco Born und Damian Roßbach dabei, die wohl auch in Bissingen in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln werden. „Es ist immer schwer, gegen zweite Mannschaften zu spielen. Wir werden uns nicht am Gegner orientieren, sondern versuchen, Woche für Woche unsere Spiele zu gewinnen“, kündigt Lechner an.

Zufrieden war der 08-Trainer beim 4:0-Sieg in Backnang neben der Leistung der Mannschaft und dem klaren Ergebnis auch mit der zum Teil neu formierten Abwehr. Dort gab es im Vergleich zum Spiel davor in Reutlingen mit Pierre Williams und Maurizio Macorig zwei Veränderungen. „Reich und Macorig haben es in der Innenverteidigung gut gemacht. Auf diesen Positionen sind wir perfekt besetzt. Da ist es bitter, wenn zwei Spieler auf die Bank müssen“, sagt Lechner. Unter der Woche haben auch Patrick Milchraum und Tobias Weis wieder am Mannschaftstraining teilgenommen. Für den Kader am Samstag ist es für die beiden Ex-Profis aber wohl noch etwas zu früh.

Das Hinspiel in Sandhausen endete spektakulär. Der SVS führte ab der 79. Minute mit 2:0. In der 90. Minute gelang Duc Thanh Ngo der Anschlusstreffer, in der zweiten Minute der Nachspielzeit glich Riccardo Gorgoglione für die Nullachter noch zum 2:2 aus.

Ein strammes Programm zu absolvieren hat der SGV Freiberg, der an diesem Samstag ab 15.30 Uhr beim SSV Reutlingen zu Gast ist. Vier englische Wochen hintereinander warten auf die Mannschaft von Trainer Ramon Gehrmann. Am Dienstag steht das Nachholspiel beim 1. CfR Pforzheim auf dem Programm, samstags kommt die TSG Weinheim ins Wasenstadion, am 25. April geht es im Pokal-Halbfinale gegen den SSV Ulm, am Samstag danach folgt die Partie beim Bahlinger SC, und am Dienstag, 1. Mai, kommt der FV Ravensburg nach Freiberg.

Regeneration in Freiberg

Nach dem 2:0-Pokalsieg beim SV Ebersbach am Mittwoch stand für die Freiberger Fußballer Regeneration vor dem Auftritt in Reutlingen an. Fehlen werden aus dem gut besetzten Aufgebot mit Niklas Pollex und Sven Schimmel zwei Stammkräfte, die mit ihren Qualitäten der Mannschaft helfen könnten. „In Reutlingen erwartet uns ein ähnlicher Platz wie in Ebersbach, der schwer zu bespielen war. Der SSV Reutlingen spielt sehr erfolgsorientiert. Das wird eine harte Aufgabe“, weiß SGV-Coach Gehrmann um die Stärke des SSV Reutlingen.

Der SSV ist unter dem neuen Trainer Teo Rus seit zehn Spielen unbesiegt. Am Mittwoch gewann der SSV beim FV Ravensburg mit 1:0, holte vor einer Woche ein 0:0 beim SV Oberachern und besiegte am Ostermontag den FSV 08 Bissingen mit 3:2. Trainer Rus hat der Mannschaft offenbar ein für sie maßgeschneidertes und auf die Stärken und Schwächen des jeweiligen Gegners angepasstes System verordnet.