Fußball Brisante Fernduelle um den Titel

Enges Duell: Der TSV Kleinsachsenheim (vorne Jens Bayerdörfer) und der Spitzenreiter TSV Häfnerhaslach (links Kapitän Dennis Tötz) wetteifern um den Titel in der Kreisliga B 7.
Enges Duell: Der TSV Kleinsachsenheim (vorne Jens Bayerdörfer) und der Spitzenreiter TSV Häfnerhaslach (links Kapitän Dennis Tötz) wetteifern um den Titel in der Kreisliga B 7. © Foto: Bernd Leitner
Von Andreas Eberle 02.06.2017

Hochspannung bietet der letzte Spieltag in den unteren Fußball-Klassen. Besonders dramatisch geht es in den Kreisligen B 7 und B 8 zu, wo zwei Fernduelle den Ausschlag geben, welcher Klub Meister wird – und welcher als Zweiter in die Aufstiegsrelegation muss.

In der Kreisliga B 7 führt der TSV Häfnerhaslach die Tabelle vor dem punktgleichen TSV Kleinsachsenheim (beide 61 Zähler) an. Der Verein vom Heiligenberg hat allerdings eine um 15 Treffer bessere Tordifferenz vorzuweisen, so dass Kleinsachsenheim nur bei einem Häfnerhaslacher Patzer am Samstag (15 Uhr) beim TSV Wiernsheim noch den Titel holen kann – sofern sich das Team von Trainer Jochen Folk zeitgleich im Heimspiel gegen den TSV Nussdorf II selbst keine Blöße gibt.

Sedat Yilmaz mahnt seine Mannschaft vor der Titel-Entscheidung zur Vorsicht und zur Konzentration. „Noch sind wir nicht durch. Wir müssen einen größeren Willen an den Tag legen als der Gegner und Wiernsheim von Anfang an klarmachen, was für uns auf dem Spiel steht“, sagt der Häfnerhaslacher Spielertrainer. Mit Blick auf die drei Topteams stellt Yilmaz sportlich fest: „Alle drei Mannschaften, die jetzt vorne stehen, haben eine starke Saison gespielt und hätten die Meisterschaft verdient.“

TSV peilt den 14. Heimsieg an

Im Kleinsachsenheimer Lager sieht man die Chancen eher gering, den Stadtrivalen auf den letzten Drücker noch von Rang eins zu vertreiben. „Ich mache mir da keine großen Hoffnungen und gehe davon aus, dass Häfnerhaslach gewinnt und Meister wird“, sagt Coach Folk. Er stellt aber für einen Wiernsheimer Überraschungscoup eine Belohnung in Aussicht: „Wenn Wiernsheim uns tatsächlich hilft, werden wir sicherlich etwas dorthin schicken.“ Intern hat Folk das Ziel ausgegeben, auch das 14. Heimspiel zu gewinnen. Damit wäre der zweite Platz endgültig in trockenen Tüchern. Denn die SGM Hohenhaslach/Freudental, die mit drei Zählern Rückstand auf das Spitzenduo Platz drei belegt, hat zumindest noch die theoretische Chance, Kleinsachsenheim zu überflügeln – ein hoher Heimsieg gegen den TSV Ensingen sowie eine Niederlage des Tabellenzweiten gegen Nussdorf II sind die Voraussetzungen für ein solches Szenario.

Ähnlich knapp wie in der B 7 gestaltet sich das Titelrennen in der Kreisliga B 8. Dort hat der Spitzenreiter SKV Erligheim nach wie vor die besten Karten: Die Mannschaft von Trainer Harald Schmidt hat mit 69 Punkten einen Zähler mehr gesammelt als der Verfolger FV Markgröningen. Beide Klubs stellen mit 124 (Erligheim) und 125 Treffern (Markgröningen) auch die produktivsten Torfabriken. In der laufenden Spielzeit trennten sich die Titelaspiranten in den Gipfelduellen zweimal unentschieden.

Die auf dem Papier kniffligere Aufgabe blüht am Samstag (13.15 Uhr) dem SKV, der beim viertplatzierten Nachbarn TSV Bönnigheim II gastiert. Zur gleichen Zeit tritt der FV Markgröningen beim Tabellenelften SGM FV Roßwag/TSV Mühlhausen II an – als hoher Favorit. „Bönnigheim wird im Derby alles probieren, um uns ein Bein zu stellen. Wenn wir wieder in der A-Klasse spielen wollen, müssen wir dieses Endspiel aber eben gewinnen“, sagt Erligheims Abteilungsleiter Oliver Wolf.

Wer muss in die Relegation?

In der Kreisliga A3 ist die Meisterschaft bereits seit dem vergangenen Sonntag entschieden: Der NK Croatia Bietigheim hat Platz eins sicher und damit den Durchmarsch in die Bezirksliga  Enz/Murr geschafft. Der Vizemeister SV Riet kann den Sprung nach oben noch über die Relegation schaffen. Mit der SGM Riexingen II, der Spvgg Bissingen und dem Schlusslicht VfR Sersheim stehen die drei Absteiger fest. Offen ist dagegen, wer seinen Platz in der A 3 in der Relegation verteidigen muss. Den entsprechenden zwölften Rang belegt aktuell der SV Iptingen mit 32 Zählern. Auch die Spvgg Besigheim und der TSV Kleinglattbach (beide 33 Punkte) sind noch nicht aus dem Schneider. Iptingen (in Sersheim) und Kleinglattbach bekommen es am Samstag (15 Uhr) beim Saisonfinale mit Absteigern zu tun. Besigheim hat die wohl größte Herausforderung vor der Brust – die Spvgg muss zu Hause gegen den Meister Croatia Bietigheim ran.