Fußball Bönnigheim steckt in der gleichen Situation wie Köln

Erligheim und Bönnigheim kämpfen um den Klassenerhalt. Hier klärt TSV-Spieler Niklas Queisser (rechts) vor Benjamin Hilligardt.
Erligheim und Bönnigheim kämpfen um den Klassenerhalt. Hier klärt TSV-Spieler Niklas Queisser (rechts) vor Benjamin Hilligardt. © Foto: Bernd Leitner
Bönnigheim / Andreas Eberle 22.02.2018

Die Situation des TSV Bönnigheim und des FV Kirchheim ähnelt der des 1. FC Köln in der Bundesliga. Die Lokalrivalen stehen in der Fußball-Kreisliga A 3 mit großem Abstand zum rettenden Ufer auf einem Abstiegsplatz – mit bisher gerade einmal vier (Kirchheim) und sieben (Bönnigheim) geholten Punkten. „Der Vergleich mit Köln trifft es ganz gut“, sagt TSV-Abteilungsleiter Andreas Bollinger. Er zeigt sich vor dem Wiederauftakt am Sonntag (15 Uhr) daheim gegen den VfL Gemmrigheim genauso kämpferisch wie die Kicker aus dem Rheinland: „Wir glauben fest daran, den Klassenerhalt oder zumindest den Relegationsplatz noch zu erreichen. Wichtig werden die ersten drei Spiele sein. Da müssen wir punkten, um die Hoffnung aufrechtzuerhalten.“

Die Vorbereitung sei für die winterlichen Verhältnisse gut verlaufen, so Bollinger. Eher mäßig waren hingegen die Testspiel-Ergebnisse des Vorletzten gegen Bitzfeld (1:3), Stein/Kochertürn (0:6) und Italia Markgröningen (3:4). Das für den vergangenen Sonntag angesetzte Kellerduell in Kirchheim fiel der Witterung zum Opfer. Die Bönnigheimer starten mit einer unveränderten Mannschaft aus der Winterpause. Bollinger: „Mit diesem Kader haben wir uns in diese Situation hineingespielt. Er ist auch stark genug, um da hinten wieder herauszukommen.“

In einem Aufsteigerduell stehen sich am Sonntag (15 Uhr) der SKV Erligheim und der FV Sönmez Spor Bietigheim gegenüber. Beide Vereine halten sich nach 15 absolvierten Partien in der unteren Tabellenhälfte auf und schweben in Abstiegsgefahr. Vier Zähler haben die Erligheimer weniger auf dem Konto als Sönmez. „Das Spiel ist richtungsweisend. Aus dem Rückspiel haben wir noch etwas gutzumachen“, sagt SKV-Abteilungsleiter Oliver Wolf. Damals hatte Erligheim 1:0 geführt und in der Endphase noch zwei Tore kassiert und letztlich mit 1:2 verloren.

In der Vorbereitung ist das Team von Trainer Harald Schmidt ungeschlagen geblieben. Knappe Siege gab es gegen den TSV Pfaffenhofen (5:4) und den GSV Eibensbach (3:2). Vom TSV Cleebronn trennte sich der SKV 2:2. „Wir werden in der Rückrunde alles daran setzen, die nötigen Punkte zu holen und den Abstieg abzuwenden“, verspricht Wolf. Das Aufgebot verstärkt Tim Rehm – der Stürmer ist von den Sportfreunden Neckarwestheim nach Erligheim zurückgekehrt.

Auf dem zweiten Platz startet der TSV Häfnerhaslach in die zweite Saisonhälfte. Los geht es für den Aufsteiger am Sonntag (15 Uhr) mit einem Gastspiel beim Tabellenelften SV Hellas 94 Bietigheim. Doch zum Aufstieg und zur Jagd auf den um sieben Zähler enteilten Spitzenreiter SV Riet bläst Sedat Yilmaz nicht. Im Gegenteil. „Von Platz eins oder zwei ist bei uns nicht die Rede. Wir können in der Rückrunde befreit aufspielen und setzen uns nicht unter Druck, das sollen andere Mannschaften tun“, sagt der 30-jährige Spielertrainer. Drei Ziele hat sich Yilmaz mit seiner Truppe unabhängig von Platzierungen vorgenommen: die Saison ruhig zu Ende spielen, weiter erfolgreich sein und sich als Mannschaft weiterentwickeln.

Als Neunter hat sich der TASV Hessigheim im Mittelfeld der Liga etabliert. Die Rot-Weißen treten am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellennachbarn TSV Enzweihingen an. Gleich vier Neuzugänge sind zum Kader gestoßen: die Torhüter Florian Alt (zuletzt GSV Pleidelsheim) und Cedric Huber (TSV Schwieberdingen) sowie Mittelfeldmann Davide Caracciolo (GSV Pleidelsheim) und der talentierte Stürmer Nick Weller (Spvgg Besigheim). „Wir wollen an unsere guten Ergebnisse zu Beginn der Vorrunde anknüpfen und mehr Konstanz an den Tag legen“, sagt TASV-Abteilungsleiter Markus Tröster.

Trainer Jochen Heim gibt Abschied bekannt

Beim TSV Nussdorf hat Trainer Jochen Heim in der Winterpause seinen Abschied zum Saisonende bekannt gegeben. Damit verlässt Heim den Verein nach einem Jahr aus privaten Gründen wieder und hat diese Entscheidung frühzeitig mitgeteilt, um die Suche nach einem Nachfolger zu ermöglichen. In der Rückrunde möchte er die Nussdorfer aber erst noch zum Klassenerhalt führen. dh

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