Dem FSV 08 Bissingen steht in den kommenden Wochen eine Berg- und Talfahrt durch die Tabelle der Oberliga bevor. In den Heimspielen erwarten die Nullachter an diesem Samstag (15 Uhr) mit dem FC 08 Villingen und in zwei Wochen mit dem SSV Reutlingen zwei Spitzenteams. Auswärts sind sie bei den Kellerkindern SV Spielberg und FC Germania Friedrichstal zu Gast, ehe es am Gründonnerstag zum Topteam des FC Nöttingen geht.

„Die Jungs sind heiß, wir sind auf einem guten Weg. Wir wollen einfach oben dran bleiben. Wir haben gute Chancen, unser Heimspiel gegen Villingen zu gewinnen“, sagt 08-Trainer Alfonso Garcia vor dem Auftritt auf dem Kunstrasenplatz am Bruchwald.

Mehrere Änderungen

Trainer Garcia muss seine Anfangsformation auf mehreren Positionen verändern. Das 1:1 vor einer Woche beim FV Ravensburg hat seinen personellen Tribut gefordert. Lukas Buck darf nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Villingen nicht mitkicken, Anil Sarak laboriert an einem Muskelfaserriss und bei Pascal Hemmerich ist ein Band am Sprunggelenk gerissen. „Ihn brauchen wir vorne drin. Es wird eng, aber vielleicht ist er doch dabei“, hat der Bissinger Trainer die Hoffnung auf einen Einsatz seines Torjägers noch nicht aufgegeben. Auf der Ausfallliste stehen zudem Duc Thanh Ngo und Mario Di Biccari. Wieder im Kader dabei ist Kapitän Marius Kunde, der zumindest für einen Teileinsatz infrage kommt. „Wir haben genug Optionen, Dafür haben wir einen Kader mit 21 Feldspielern. Wenn einige fehlen, kommen die anderen Jungs rein“, nimmt Garcia die Ausfälle gelassen. Maurizio Macorig hat sicher gute Chancen, den Job von Sarak in der Defensive zu übernehmen, falls Hemmerich nicht spielen kann, steht Michael Deutsche bereit, der ihn schon in Ravensburg abgelöst hat. Auch Pierre Williams, Sebastian Gleißner und Marco Rienhardt sind Alternativen.

Den FC 08 Villingen stuft der 08-Trainer als spielerisch starke Mannschaft ein. Mit Winter-Neuzugang Ümüt Sönmez haben sich die Villinger in der Offensive gut verstärkt. Aufpassen müssen die Bissinger vor allem auf FC-Kapitän Benedikt Haibt, der immer für ein Tor gut ist. In diesem Jahr sind die Villinger noch unbesiegt. Im bislang einzigen Heimspiel haben sie den FV Ravensburg mit 3:0 besiegt. Auswärts kamen sie zu einem 2:0-Erfolg beim SV Spielberg, nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2 beim SGV Freiberg und einem blamablen 1:1 in Friedrichstal.

Vorfreude auf VIP-Raum

Beim Vizemeister der Vorsaison herrscht große Vorfreude auf das Heimspiel in einer Woche gegen den FC Nöttingen. Dann ist erstmals der neue VIP-Raum auf der Tribüne des Villlinger Stadions geöffnet. 194 Plätze und bei schönem Wetter Weitblicke bis auf die Alpen bietet die großzügig gestaltete Location. Die Stadt Villingen-Schwenningen ist derzeit zudem dabei, einige Schwachstellen im Stadion zu beheben und die Arena tauglich für die Regionalliga zu machen.

Mit acht Siegen, drei Unentschieden und nur einer Niederlage führt der SV Oberachern zusammen mit dem SSV Reutlingen die Heimtabelle der Liga an. „Die Mannschaft hat eine wahnsinnige Heimstärke“, weiß Trainer Ramon Gehrmann vom SGV Freiberg, was an diesem Samstag (15 Uhr) auf sein Team zukommt. Auswärts hat der SVO lediglich einmal gewonnen und zehnmal verloren. Durch den glatten 4:0-Sieg gegen den FC Nöttingen sind die Freiberger nach zuvor zwei Niederlagen und zwei Remis wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. „In der Hinrunde war Nöttingen für mich super, jetzt haben sie mich negativ überrascht“, so Gehrmann. „Man kann sich bei seiner Qualität darauf verlassen, dass er wieder trifft“, war der SGV-Coach froh, dass sein Torjäger Marcel Sökler nach drei torlosen Partien doppelt getroffen hat. Der Schachzug, Denis Zagaria auf der Sechserposition im Mittelfeld einzusetzen und Tobias Fausel Zagarias Job in den Innenverteidigung anzuvertrauen, ist voll aufgegangen. Was sich schon bei der Niederlage in Bissingen gut angelassen hatte, führte gegen Nöttingen auch punktemäßig zum Erfolg. „Fausel hat ein überragendes Spiel gemacht, er muss Innenverteidiger spielen. Zagaria hat zwei Tore super vorbereitet. Wenn er auch noch Tore schießen würde, wäre er unbezahlbar“, meint Gehrmann schmunzelnd. Angetan war er auch von der Leistung von Denis Latifovic, der mal wieder in der Startelf stand und ebenfalls ins gegnerische Tor traf.

Spielweise etwas umstellen

„Es wird von der Spielweise her anders auf einem anderen Platz. Flach von hinten herausspielen wird dort schwer“, stimmt Gehrmann sein Team auf eine etwas andere Herangehensweise als zuletzt auf dem heimischen Kunstrasenfeld ein. „Oberachern ist eine gute Mannschaft, das hat man auch gegen die Stuttgarter Kickers gesehen. Da hätte sie gewinnen müssen. Spielerisch und körperlich bringt sie viel mit“, zollt der Freiberger Trainer dem SVO mit seinen zum Teil robusten und großgewachsenen Spielern Respekt. Aufgefallen ist ihm vor allem der 1,92 Meter große Franzose Evans Erius, der über die linke Seite angreift und in 15 Spielen fünf Tore erzielt hat. Beim SGV steht David Müller wieder wieder zur Verfügung und könnte eine Option für die Startformation sein.