Kurz muss man doch inne halten bei der TSG Ehingen: Eine Bezirksliga-Saison mit 18 Siegen und lediglich drei Niederlagen abzuschließen, ist alles andere als schlecht. In der Endabrechnung schlugen allerdings neun Unentschieden zu Buche, zudem hat sich der FV Bad Schussenried als weiteres Top-Team den Titel ebenso verdient. Bis zum Schluss blieb es für die TSG Ehingen spannend. Am Ende fehlten dem Titelaspiranten bei Punktgleichheit mit Schussenried (63) lediglich neun Tore zur Meisterschaft.

Jetzt geht es für Trainer Roland Schlecker und seine Mannschaft also in die Zusatzschicht. Dort steht mit der ersten Partie am Mittwochabend um 18 Uhr beim FV Altshausen das erste „Endspiel“ an. Der Gegner ist, wie mehrfach angekündigt, der Allgäuer Klub TSV Heimenkirch.

Sieg in letzter Minute für die TSG Ehingen

Dank dem 2:1-Sieg in letzter Minute am Wochenende beim FV Bad Schussenried holte sich die Ehinger Mannschaft vor dem Entscheidungsspiel gegen einen starken Gegner viel Selbstvertrauen. „Es war eine gute Leistung und ein verdienter Sieg. Diesmal war alles da, was die Mannschaft in der Woche zuvor vermissen ließ“, sagte Trainer Roland Schlecker. Da es zum direkten Aufstieg ein Ergebnis mit mindestens sechs Siegtoren gebraucht hätte, agierte seine Mannschaft sehr offensiv und lief in den ein oder anderen Konter. „Dies darf uns am Mittwoch auf keinen Fall passieren“, warnte Schlecker und schränkte ein: „Es war aber dem Umstand des Spiels geschuldet.“

Für das Spiel in Altshausen, – wo die Ehinger vor drei Wochen übrigens mit 2:1 ihr Liga-Spiel gewannen – sieht Schlecker keinen Favoriten: „Es ist ein erstes Endspiel und vollkommen von der Tagesform und dem Spielglück abhängig.“ Auf die weiteren beiden danach möglicherweise anstehenden Partien schaue er noch gar nicht und denkt auch nicht daran, dass dieses möglicherweise sein letztes Spiel als Ehinger Trainer sein könnte.

83 Saisontore sind spitze

Personell fehlen im Vergleich zu den letzten Spielen in der Liga Innenverteidiger Jan Hadamitzky (Urlaub) und Robin Köberle (geschäftlich im Ausland). Mit Felix Miller kehrt dann aber auch ein Akteur wieder in den Kader zurück, der wie die übrigen Spieler die frühe Anreise in einen der südlichsten Orte des Bezirks Donau antreten wird.

Möglicherweise kann dann auch die Erfahrung der TSG-Akteure eine Rolle spielen. Denn die Startelf der TSG ist um rund vier Jahre älter als die des Kontrahenten. Zu Heimenkirch ist zu sagen, dass sie mit geballter Offensivpower auftreten. Der TSV erzielte starke 83 Tore in dieser Saison. Wobei Top-Torjäger Nino Hartinger mit allein 18 Treffern herausstach. Valentin Gombold gelangen hingegen 23 Treffer.

Munderkingen

Die Elf aus der Bezirksliga Bodensee spielte eine starke Rückrunde und landete nur einen Punkt hinter Meister SV Weingarten. Gegen Weingarten gab es die einzige Niederlage aus den letzten drei Monaten. Mit dem 4:0 über den VfL Brochenzell zeigte die Mannschaft am letzten Spieltag ihre Offensivqualitäten.

Beide Teams haben in der Vergangenheit Erfahrungen in Aufstiegsspielen gesammelt. Vor zwei Jahren haben die Ehinger alle drei Partien zum Landesliga-Aufstieg erfolgreich gestaltet. Heimenkirch scheiterte 2016 im zweiten Spiel und wurde 2017 Meister. Die  beiden Kontrahenten kennen sich jedenfalls aus der Landesliga-Saison 2017/18, als beide knapp abgestiegen sind. „Etwas mitnehmen können wir aus dieser Zeit schon. Aber beide Kader haben sich seitdem auch verändert“, so Schlecker.

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