Vor 25 Jahren

Dabei sein ist alles - "frei nach diesem edlen olympischen Motto trug die Volleyball-Abteilung der TSG Ehingen mit insgesamt sechs Mannschaften ihre interne Meisterschaft aus". Das schrieb die Zeitung über das Volleyball-Turnier, das im Januar 1990 erstmals stattfand - und das offenbar zur Freude aller Beteiligten, schließlich fuhr der Autor in dem Artikel fort: "Offensichtlich hat's Spaß gemacht, denn das Turnier soll künftig zu einer festen Einrichtung werden." Was auch zum Gelingen der Erstauflage beigetragen haben dürfte, ist die Tatsache, dass "bunt gemischt" wurde, "um Chancengleichheit herzustellen".

Weniger Erbauliches gab es hingegen von den Munderkinger Keglern im ausgehenden Januar des Jahres 1990 zu vermelden. Sowohl die männliche wie auch die weibliche A-Klasse verlor ihre jeweiligen Partien - und beide auswärts. Die erste Männermannschaft unterlag in Blaustein mit 2341:2394, die "Zweite" mit 2331:2372 gegen Weidenstetten. Die Frauen hingegen gingen mit 2022:2216 gegen den KV Neu-Ulm baden - ein "Saisonminusrekord", wie die Zeitung damals befand. Lediglich zwei der Munderkingerinnen seien "mit den Bahnen in Neu-Ulm zurecht" gekommen. Bei den Herren indes war die Enttäuschung nicht minder gering, hatte man doch in beiden Fällen mit Auswärtserfolgen gerechnet. Stattdessen setzte es - obwohl "zwar einigermaßen ansprechende Gesamtholzzahlen erkegelt" wurden - zwei Niederlagen.

Düster sah es vor 25 Jahren auch für die Ehinger Tischtennisspieler aus. Nach einer 6:9-Niederlage gegen Giengen schien der Abstieg aus der Bezirksliga aus Sicht der Zeitung nicht mehr zu vermeiden. Klipp und klar wurde formuliert: "Der Abstieg von Ehingen I aus der Bezirksliga ist nicht mehr aufzuhalten." Auch in der Kreisliga lief es nicht gut für Ehingen. Die zweite Mannschaft unterlag Schelklingen im Derby, obwohl die "Gastgebermannschaft ein Unentschieden, vielleicht sogar den Sieg verdient gehabt hätte". Sechs von acht Dreisatz-Partien aber gingen an die Gäste aus Schelklingen - und somit die gesamte Begegnung.

Besser lief es da doch für die Jugendfußballer der TSG Ehingen. Sowohl die F- als auch die B-Junioren hatten bei Turnieren in Allmendingen die Nase je knapp vorn - die B-Junioren nur um ein paar Tore.

Vor 50 Jahren

Um Fußball drehte sich die Berichterstattung auch vor 50 Jahren. Ehingen konnte sich dort - wenn auch mit gebührendem Abstand - in der 2. Amateurliga in Oberschwaben als "dritte Kraft" hinter den beiden Biberacher Teams TG und Wacker etablieren. Die Zeitung schrieb - angesichts von sechs respektive sieben Zählern Rückstand (nach alter Zählweise) - etwas optimistisch davon, dass Ehingen zum Spitzentrio gehöre. Diese Aussage speiste sich wohl eher aus der Erkenntnis, dass die Ehinger nach ihrem 4:1-Erfolg gegen Sulmetingen ihrerseits fünf Punkte Vorsprung auf Weingarten hatten. "Allein auf weiter Flur" hätte es insofern vielleicht besser getroffen. Definitiv im "Niemandsland" der Tabelle befand sich Rißtissen, das mit 18:18 Punkten in jeglicher Hinsicht mittelmäßig platziert war, sich aber der größten Abstiegssorgen mit einem 5:4 gegen Riedlingen entledigt hatte.