Holger Bachthaler hat noch einen ganz guten Draht zu Julian Nagelsmann. Und da lag es nahe, dass die beiden Fußball-Lehrer zuletzt auch über Fortuna Düsseldorf geredet haben. „Wir haben uns über die Fortuna ausgetauscht“, sagte der Trainer des Regionalligisten SSV Ulm 1846 am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Worüber genau, wollte der 43-Jährige zwar nicht verraten. Sicher ist aber, dass Bachthaler für die 2. Runde des DFB-Pokals an diesem Dienstag (18.30 Uhr/Sky) den nächsten Coup plant.

Nach dem sensationellen 2:1 gegen Titelverteidiger Eintracht Frankfurt in der 1. Runde wollen die Ulmer nun auch die Fortuna überraschen. Wieso Bachthaler deswegen mit Nagelsmann gesprochen hat? Die beiden kennen sich, weil sie 2016 gemeinsam die höchste Trainer-Lizenz erworben haben. Und Nagelsmann hat mit 1899 Hoffenheim in der Bundesliga ja bereits im September in Düsseldorf gespielt - und 1:2 verloren.

Sieg vor 19 Jahren als gutes Omen

„Um wieder eine Sensation zu schaffen, brauchen wir natürlich einen absoluten Sahnetag“, sagte Bachthaler. „Es kann eine Rolle spielen, wenn wir das Spiel lange genug offen gestalten.“ Vor über 19 Jahren war das gegen Düsseldorf schon mal gelungen. Im August 1999 hatte der SSV ebenfalls in der 2. Pokal-Runde mit 2:0 im damaligen Rheinstadion gewonnen und zum bis heute letzten Mal das Achtelfinale dieses Wettbewerbs erreicht.

Die Ulmer haben die Hoffnung, dass dieses Mal wieder etwas Besonderes gelingen könnte. Eine Hoffnung, die für viele eng mit dem Namen Bachthaler verbunden ist. Der deutschlandweit eher unbekannte Coach hat sich mit dem Traditionsclub nach 15 Spieltagen in der Spitzengruppe der Regionalliga Südwest festgesetzt. Der ehemalige DFB-Chefausbilder Frank Wormuth beschreibt Bachthaler als „solide, bodenständig und klar im Kopf“. Er sei „eine Persönlichkeit“.

Großes Ziel Bundesliga?

Wie er eine Mannschaft auch taktisch zum Erfolg führen kann, wissen sie in Frankfurt längst. Das 2:1 gegen die Eintracht war Bachthalers bisherige Meisterleistung. Gelingt eine weitere Sensation gegen die Fortuna, dürfte seine Bekanntheit wachsen. Und sein Weg vielleicht irgendwann in die Bundesliga führen. „Es wäre ja vermessen, wenn ich sagen würde, dass das nicht mein Ziel ist“, sagte er. „Wenn ich irgendwann die Möglichkeit haben sollte, im Profibereich zu arbeiten, wäre das natürlich schön.“

Das könnte dich auch interessieren