Der Macher TSG Ehingen: Ohne die AH-Schaffer geht nichts

Die „AH“ mit Helmut Brotbeck (von links), Ewald Geiger, Dietmar Barth, Werner Cichon und Franz Pufic (es fehlt Josef Baur).
Die „AH“ mit Helmut Brotbeck (von links), Ewald Geiger, Dietmar Barth, Werner Cichon und Franz Pufic (es fehlt Josef Baur). © Foto: Roland Flad
Ehingen / Roland Flad 29.06.2018
Eine Gruppe der Alten Herren bei der Fußballabteilung der TSG Ehingen kümmert sich seit Jahren um den Stadion-Betrieb.

Ob nun Spiele in der Landesliga oder in der Bezirksliga, ohne die vielen helfenden Hände hätten es die Fußballer der TSG Ehingen schwer. Vor allem die Alten Herren, die AH, unterstützen den Verein, wo sie können. Die AH ist stets auf Ballhöhe, sei es im Stadion oder auf dem Kunstrasenplatz am Wenzelstein. Eine Gruppe der TSG-Oldies stemmt bei den Heimspielen der Ehinger Fußballer regelmäßig den Betrieb im und rund ums Stadion.

„Wir waren schon dabei, als Erwin Frech noch Abteilungsleiter war“, erinnert sich Franz Pufic, damals wohl noch nicht ganz den rüstigen „Alter Herren“ zugehörig. In der Tat stehen Franz Pufic oder Helmut Brotbeck schon seit 20 Jahren am Kassentisch, wenn die Ehinger Kicker ein Heimspiel absolvieren. Die beiden Kassierer sind nicht die einzigen, die alle zwei Wochen Flagge zeigen. Bei der TSG steht eine feste Mannschaft. Kurzum, seit sie selbst nicht mehr der runden Kugel hinterherrennen, engagieren sie sich ehrenamtlich für ihren Fußballverein.

Auf ebenso viele Jahre im Dienste der TSG-Kicker können Werner Cichon und Dietmar Barth blicken. Sie sorgen dafür, dass „der Stoff nicht ausgeht“. Gemeint sind Durstlöscher und Hungerstiller, Getränke aller Art und natürlich die obligatorischen Stadionwürste.

„Die Rote geht am besten“, sagt Dietmar Barth, der am Bratwurststand nicht wegzudenken ist. Zwischen 100 und 150 Würste „vom Pfisterer-Metzg“ dreht und wendet er am Heimspieltag, bis er sie über den Tresen reicht. Er legt aber auch besonderen Wert darauf, dass es an der Wurstbude human zugeht und keiner zu tief in die Tasche greifen muss. „Wir hatten schon lange keine Preiserhöhung mehr“, sagt Barth, „die Stadionwurst kostet seit Jahren 2,50 Euro.“ Zusammen mit Ewald Geiger organisieren Cichon und Barth den Einkauf, Aufbau und die Bewirtung.

Umzug der Gerätschaften

Auch unter erschwerten Bedingungen kommt das Helferteam nicht in die Bredouille. Gefragt waren Geiger, Cichon und Barth im Winterhalbjahr, als die Ehinger auf den Kunstrasenplatz am Wenzelstein ausweichen mussten. Hier mussten die notwendigen Gerätschaften an den Wenzelstein transportiert werden.

Besonders eng war es beispielsweise beim Heimspiel und Landesliga-Derby gegen den SV Mietingen, als die Soft-Getränke ausgegangen waren und Werner Cichon zwischendurch für Nachschub gesorgt hatte. Er kümmert sich darüber hinaus darum, dass es auch bei den Spielen der zweiten Mannschaft mit der Versorgung reibungslos klappt.

Aber was nützen all die leckeren Wurstwecken und die flüssigen Erfrischungen, wenn die Zuschauer nicht über den aktuellen Spielstand, die Torschützen und Auswechslungen informiert werden? Vor dem Anpfiff schnappt sich Josef „Sepp“ Baur in der Schiedsrichter-Kabine das Blatt mit den Mannschaftsaufstellungen und steuert schnurstracks in Richtung Sprecher-Kabine.

„Sepp“ ist die Stadion-Stimme der Ehinger – und wie die anderen aus seiner AH-Mannschaft – schon seit vielen Jahren engagiert am Stadion-Mikrofon. „Ich habe nur mal Vertretung für Rudi Kuhn gemacht“, erzählt Baur, „danach war ich immer wieder am Mikrofon.“ Auch er hat wie seine Mitstreiter vor einigen Jahren die Kickschuhe eingemottet und sich einem ehrenamtlichen Einsatz bei den Fußballern der TSG Ehingen verschrieben. Denn ohne die AH-Schaffer geht es nicht.

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