Fußball-Verbandsliga Süd nach Topstart ganz oben

Stefan Hess (am Ball) enteilt zwei Tübingern. Der SSV Ehingen-Süd grüßt nach dem 3:2-Erfolg von der Spitze.
Stefan Hess (am Ball) enteilt zwei Tübingern. Der SSV Ehingen-Süd grüßt nach dem 3:2-Erfolg von der Spitze. © Foto: Patrick Huss
Kirchbierlingen / Patrick Huss 27.08.2018

Wer hätte das gedacht? Der SSV Ehingen-Süd grüßt nach zwei Spieltagen von ganz oben: Als einzige Mannschaft der Verbandsliga weist Süd die Maximalausbeute von sechs Punkten auf und steht auf Platz eins. Klar, es ist noch recht früh in der Saison, aber die Mannschaft hat mit viel Biss und Kampf den zweiten Sieg im zweiten Spiel errungen und darf Ambitionen auf einen gesicherten Mittelfeldplatz anmelden.

Das 3:2 gegen Tübingen war ein hart erarbeiteter Sieg. Wie schon in der Auftaktpartie gegen Wangen gerieten die Kirchbierlinger Kicker nach einem Foulelfmeter in Rückstand. Die Gäste drückten in den ersten 20 Minuten ordentlich auf das Gaspedal und die Gastgeber standen stark zurückgedrängt in der eigenen Hälfte. Die Entstehung dessen war etwas unglücklich. Nachdem Willie Sauerborn die Latte getroffen hatte, sprang der Ball zurück in den Strafraum. Jan Deiss stocherte nach dem Ball, traf jedoch einen Gegenspieler. Den fälligen Strafstoß verwandelte Tübingens Lars Lack sicher zum 0:1 (11.).

0:1 durch Lack vom Punkt

Erst ab der 25. Minute kam Süd ins Spiel und hatte durch Filip Sapina (26.) sowie einer schönen Einzelaktion von Hannes Pöschl (37.) die ersten Chancen zum Ausgleich. Die Pfarrei-Kicker drängten jetzt spürbar auf den Ausgleich und dieser gelang dann auch verdienter Maßen in der 41. Minute, als Philipp Schleker den auf der linken Außenbahn laufenden Timo Barwan bediente und der mit einem herrlichen Schlenzer ins lange Eck vollendete. Noch vor der Pause hatte Tübingens Noah Dürre eine gute Chance, doch Benjamin Gralla war zur Stelle.

Im zweiten Spielabschnitt gaben zunächst weiterhin die Platzherren den Ton an. Timo Barwan besaß nach einer Finte eine gute Schusschance (49.). Dann probierte es Pöschl per Flachschuss (54.). Der Schlenzer zum 2:1 (62.) von Hannes Pöschl war beinahe eine Kopie des Ausgleichtreffers gewesen. Erneut nach schöner Vorlage von Schleker. Doch die Freude über die Führung hielt nur kurz – nur zwei Minuten später kam die TSG durch einen weiteren Foulelfmeter zum Ausgleich. Dieses Mal konnte Stefan Hess den spiel- und dribbelstarken Lars Lack nur regelwidrig stoppen. Willie Sauerborn zeigte keine Nerven und versenkte zum 2:2 (64.).Nun waren die Gäste wieder oben auf. Vier Ecken in Folge, einen Freistoß und einen Schuss von Sauerborn, den Gralla überragend hielt, musste Süd überstehen, ehe es in die heiße Schlussphase ging. In der 88. Minute dann ein großer Aufschrei der heimischen Fans, als Philipp Schleker klar im Strafraum gefoult wurde, ein Pfiff jedoch ausblieb. Gleich in der nächsten Szene umso größerer Jubel, als Jan Deiss den Ball zum 3:2 (89.) reinstupste. „Gottseidank machen wir das 3:2, sonst hätte ich einen dicken Hals gehabt“, musste SSV-Trainer Michael Bochtler nach der Partie zugeben. „Wir haben uns leider nicht für eine gute erste Hälfte belohnt“, haderte TSG-Co-Trainer Goran Divljak.

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