Fußball-Verbandsliga SSV Ehingen-Süd mit Höhen und Tiefen

SSV-Stürmer Timo Barwan Mitte Oktober in Sindelfingen – mit seiner längst entfernten Lockenpracht.
SSV-Stürmer Timo Barwan Mitte Oktober in Sindelfingen – mit seiner längst entfernten Lockenpracht. © Foto: Eibner-Pressefoto
Ehingen / Von Roland Flad 06.12.2017
Trainer Bochtler zieht ein meist positives Vorrunden-Fazit in der Fußball-Verbandsliga. Kai Engelhardt verlässt den SSV Ehingen-Süd zur Winterpause.

Ein überwiegend positives Fazit hat der Trainer des SSV Ehingen-Süd, Michael Bochtler, nach der Vorrunde in der Verbandsliga gezogen. „Wir haben gesehen, dass wir mithalten können, aber auch, dass wir dazu große Kraftanstrengungen und vor allem alle Spieler brauchen”, sagt der SSV-Coach. Die spielerische Komponente sei noch verbesserungswürdig; daran will der Aufsteiger zur Rückrunde arbeiten. Ab März nicht mehr dabei ist Kai Engelhardt, der Ehingen-Süd auf eigenen Wunsch verlässt und sich Bezirksliga-Aufsteiger SG Altheim anschließt.

Gleichwohl kann sich Bochtler gut vorstellen, dass sich der SSV auf der Innenverteidiger-Position noch verstärkt. „Wir sind jedoch nicht aktiv auf der Suche”, wie er betont. Hintergrund des Wunsches ist die Tatsache, dass mit Jonas Hummel aufgrund von Leistenbruch-Problemen ab März nicht zu rechnen sei. Bochtler, der auch künftig auf eine Fünfer-Abwehrkette setzen will, hat aber nur drei Innenverteidiger zur Verfügung.  Wenn einer oder zwei ausfallen, könnte es schwierig werden. Darüber hinaus ringt Domenik Gemeinder (Knorpelschaden) mit der Entscheidung, was er machen soll: Ganz aufhören, wie es die Ärzte raten, oder ein größeres Risiko eingehen.

Bochtler hält allen Spielern zu Gute, dass sie auch bei Niederlagen zusammengehalten haben. „Die Mannschaft hat Moral und Willen gezeigt und hat bis zum Schluss mitgezogen”, sagt er. Bochtler hat aber auch die Durststrecke nicht vergessen. „Die sechs Niederlagen in Folge haben gezeigt, dass es ohne Stürmer fast nicht möglich ist, regelmäßig zu punkten; in dieser Phase haben wir nur zwei Tore geschossen.” Das Debakel fing mit der Verletzung von Daniel Weber und der langen Rot-Sperre von Filip Sapina (7 Spiele) an; hinzu kamen die Verletzungen von Hannes Pöschl, Aaron Akhabue und Daniel Haas sowie dem vorübergehenden Aus des angeschlagenen Daniel Maier und der beruflichen Anspannung bei Fabian Sameisla. „Das alles konnten wir so nicht kompensieren”, gibt der Übungsleiter zu bedenken. Die Offensive mit Samuel Kollmann und Gaetano Gaudio habe nicht so gut funktioniert.

Ein anschauliches Lehr-Beispiel war die Pfullinger Pleite. Süd habe noch zu wenig spielerische Lösungen, die Mannschaft müsse im Aufbau noch ruhiger, präziser und nicht so hektisch und ungenau nach vorne spielen. Wie Bochtler betont, hat es nicht nur im sportlichen Bereich große Herausforderungen für den Aufsteiger gegeben. „Auch der Verein hat das alles sehr gut hinbekommen”, sagt er. Helmut Schleker, der SSV-Fußballchef, zeigte sich überrascht, wie gleichwertig der SSV in der neuen Liga ist. „In Ilshofen, Sindelfingen und Pfullingen haben wir als Mannschaft nicht funktioniert”, sagt er. Der Level sei hoch, und es sei nicht immer so einfach, 100 Prozent zu bringen.

Ehingen-Süd bestreitet mit dem Glocker-Cup nur ein Hallenturnier. Am 24. Januar startet die Vorbereitung mit Tests gegen Ostrach, Uttenweiler, TSG Ehingen, Türkspor Neu-Ulm und Normannia Gmünd.