Fußball-Verbandsliga Süd ganz obenauf

Eine Verbandsliga-Saison zum Abheben! Starke Spieler hat der SSV Ehingen-Süd in seinen Reihen gehabt.
Eine Verbandsliga-Saison zum Abheben! Starke Spieler hat der SSV Ehingen-Süd in seinen Reihen gehabt. © Foto: Herbert Geiger
Kirchbierlingen / Roland Flad 13.06.2018

Ein gutes Zeugnis darf dem SSV Ehingen-Süd nach der ersten Saison in der Verbandsliga ausgestellt werden. „Hausaufgaben gut gemacht, Klassenziel mit Bravour erreicht, Süd wird versetzt” – so könnte die Runde beim Aufsteiger bezeichnet werden.

Auch im letzten Saison-Spiel ließen sich die Mannen von Trainer Michael Bochtler nicht hängen. Angefeuert von Bochtler und Co-Trainer Uli Hymer machten die Kirchbierlinger vor heimischer Kulisse aus einem 1:4-Rückstand gegen den VfL Pfullingen noch ein 4:4-Unentschieden. Nicht umsonst hatte Bochtler mit den Worten „die 3:7-Niederlage steckt noch in den Köpfen” gewarnt. Wie beim Hinspiel gab der VfL auch in der Pfarrei von Anfang an Gas. Dass es kein
Déjà-vu-Erlebnis wurde, dafür sorgten die Torschützen Benjamin Gralla, Daniel Maier und
Samuel Kollmann, der sich mit zwei Treffern von der sportlichen Szenerie verabschiedete. Er kann sich als spielenden Co-Trainer bei einem Klub vorstellen. „Sami” bleibt dem SSV Süd jedoch auf andere Art und Weise erhalten; der 29-jährige Angreifer heiratet Ende Juli SSV-Physiotherapeutin Viola Schleker, die Schwester von Teamkollege Philipp Schleker. Da strahlte am Samstag auch der künftige Schwiegervater und SSV-Fußballchef Helmut Schleker, der Kollmann und Co-Trainer Uli Hymer vor dem Anpfiff verabschiedete. „Ich hatte vier geile Jahre in Kirchbierlingen”, erklärte auch Kollmann bestens gelaunt, der zum Abschluss die Kapitänsbinde trug.

Helmut Schleker freute sich diebisch: So eine Rückrunde habe er sich nicht im Traum vorgestellt. „Dass wir drin geblieben sind, ist in etwa so, wie wenn der SC Freiburg Deutscher Meister geworden wäre”, beschrieb er die Dimension. Die Stimmung nach dem 4:4 umriss Schleker so: „Bei uns ist immer was los.” Davon überzeugte sich am Samstag auch der Ehinger OB Alexander Baumann. Wer sieht am Saisonende, wenn es um nichts mehr geht, schon acht Tore. Nach dem Schlusspfiff feierte die „Erste” mit dem SSV II, den A-Junioren und Anhängern noch kräftig.

VfL-Trainer Michael Konietzny, der Pfullingen auch in der Landesliga erhalten bleibt, machte seine Spieler nach den 90 Minuten erstmal zur Schnecke. „Das ist schon die ganze Saison so, dass wir immer wieder dieselben Fehler machen”, polterte er. Dass sein Team den 1:4-Vorsprung noch hergab, ärgerte Konietzny gewaltig. SSV-Kollege Bochtler hat dagegen andere Sorgen. Er befindet sich noch auf der Suche nach einem zweiten Torhüter und einem Außenverteidiger.

Einen netten Gag haben sich die Stadion-Magazin-Experten Yannik Geisinger und Martin Pfänder einfallen lassen. Sie tauschten in der letzten Ausgabe die Spieler-Porträts gegen internationale Fußball-Stars aus.