Großes Aufatmen bei den Spatzen: Nach vier Niederlagen in Folge kam Regionalligist SSV Ulm 1846 Fußball am Donnerstag zu einem 2:1-Erfolg gegen den FC Bayern Alzenau und kletterte in der Tabelle vorläufig auf den neunten Tabellenplatz. Burak Coban sei Dank. Er erzielte in der ersten Halbzeit vor 1144 Zuschauern in Donaustadion beide Treffer. Im zweiten Durchgang und speziell in den letzten zwölf Minuten nach dem Anschlusstreffer der Gäste durch Einwechselspieler Mahdi Mehnatgir mussten die Ulmer Anhänger allerdings um den dringend nötigen Sieg bangen. Sportvorstand Anton Gugelfuß zitterte um die drei Punkte so sehr, dass er es nicht mehr aushielt und sich in die Mannschaftskabine zurückzog.

„Das wichtigste an diesem Tag waren die drei Punkte. Vier Niederlagen am Stück habe ich noch nie hinnehmen müssen. Aber wir haben trotz allem die Ruhe bewahrt, auch wenn wir in der zweiten Halbzeit alles andere als souverän waren“, brachte Kapitän Florian Krebs das Geschehen auf den Punkt.

Spatzen begannen konzentriert und schwungvoll

Der SSV Ulm 1846 Fußball begann unbeeindruckt von der jüngsten Serie sehr konzentriert und schwungvoll und erspielte sich in der ersten Viertelstunde sechs Torchancen. Die beste hatte Mittelfeldspieler Albano Gashi, doch dessen Kopfball nach einer präzisen Flanke von Lennart Stoll parierte Alzenaus Torhüter Daniel Endres mit einem tollen Reflex.

So dauerte es bis zur 23. Minute, ehe die hoch verdiente Ulmer Führung fiel. Nach einem weiten Pass von Vinko Sapina tat Burak Coban das, was er am besten kann. Er setzte auf der linken Seite zu einem Dribbling an, spielte auf dem Weg in die Mitte zwei Gästespieler ein Eins-gegen-Eins-Situationen gekonnt aus und vollstreckte zum 1:0.

Damit noch nicht genug. In der 30. Minute hatte Albano Gashi bei einem Konter zwei Optionen. Er konnte den Ball auf den rechts losstürmenden Nico Gutjahr oder nach links zu Coban passen. Gashi wählte die zweite Variante. Cobans Schuss fand über den Innenpfosten den Weg zum 2:0 ins Netz. Die Zuschauer auf der Haupttribüne begleiteten die Mannschaft mit Beifall in die Halbzeitpause.

Ulm in der zweiten Halbzeit deutlich schwächer

Der zweite Durchgang verlief aus Ulmer Sicht deutlich schwächer als der erste. Die Spatzen verloren von Minute zu Minute immer mehr den Zugriff auf das Spiel. Alzenau kam ab der 46. Minute auf sechs Eckbälle, die Schützlinge von Holger Bachthaler durften in der zweiten Halbzeit keinen mehr treten. Trotz optischer Überlegenheit taten sich die Bayern jedoch schwer, sich hochkarätige Torgelegenheiten zu erspielen. Nur einmal klappte es. Als der enorm fleißige Ulmer Rechtsverteidiger Stoll aufgerückt war, nutzten die Gäste den Platz und kamen durch Mehnatgir zum 1:2 (78.).

Doch es reichte. Trainer Holger Bachthaler konnte aufatmen. „Wir haben von Anfang an guten Fußball gespielt und über 90 Minuten gesehen verdient gewonnen. Hinten raus haben wir allerdings viele Zweikämpfe im Mittelfeld verloren.“

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