Am Samstag war der SSV Ulm 1846 Fußball am 34. Spieltag und damit im letzten Spiel der Regionalliga beim TSV Steinbach Haiger zu Gast. Steinbach hat in Unterzahl gegen die Ulmer mit 5:4 gewonnen.

Einspielen für Stuttgart! Eine Woche vor dem Saisonhöhepunkt konnten die Spatzen bei der Generalprobe für das WFV-Pokalfinale nur bedingt Selbstvertrauen aufbauen. In einer temporeichen Partie mit hohem Unterhaltungswert unterlag der SSV Ulm 1846 Fußball zum Abschluss der Regionalliga-Spielzeit 2018/2019 beim TSV Steinbach Haiger trotz zweimaliger Zwei-Tore-Führung mit 4:5 (3:2). Schon vor der Partie herrschte bei den einheimischen Zuschauern Abschiedsstimmung, immerhin 13 aktuelle Spieler wurden verabschiedet, darunter mit Daniel Reith auch der Ex-Ulmer. Der Vertrag des 31-jährigen Abwehrspielers wurde bei den Mittelhessen nicht verlängert. SSV-Trainer Holger Bachthaler hatte seine Elf gegenüber dem letzten Heimauftritt gegen Absteiger Eintracht Stadtallendorf beim Saisonfinale auf vier Positionen verändert. Michael Schindele, Albano Gashi, Ardian Morina und Nico Gutjahr kehrten in die Anfangsformation zurück, dafür nahmen Lukas Hoffmann, Nicolas Jann und Thomas Rathgeber auf der Bank Platz, Alper Bagceci hatte die Reise ins Hessische erst gar nicht mitgemacht. Beide Teams agierten von Beginn an mit offenem Visier, wobei der SSV 46 klar das Geschehen dominierte und sich früh für sein forsches Auftreten belohnte. Nach einem herrlichen Diagonalpass von Luigi Campagna flankte Albano Gashi präzise in die Mitte. Vinko Sapina angelte sich elegant das Spielgerät und vollstreckte volley aus acht Metern zum 1:0 (5.). Die Konfusion in der Hintermannschaft der sichtlich überraschten Hausherren setzte sich fort. Nach einem kapitalen Fehlpass kam der aufgerückte Lennart Stoll an den Ball, der blitzschnell Felix Higl bediente und der Ulmer Angreifer hatte keine Mühe vom Sechsmeter ins verlassene Steinbacher Tor zum 2:0 (10.) zu vollstrecken. Ausgerechnet dem ehemaligen Ulmer Reith gelang der Anschlusstreffer (33.) für die Einheimischen, er profitierte nach einem Eckball von einem Durcheinander in der Ulmer Abwehr. Der andere Ex-Spatz bei Steinbach, Nikola Trkulja, der eine weitere Saison bei den Hessen spielen wird, blieb über die gesamten 90 Minuten unauffällig. Im unmittelbaren Gegenzug war erneut Higl (34.) der Nutznießer eines sehenswerten Dribblings des agilen Stoll, er erzielte den dritten Ulmer Treffer. Dabei blieb es jedoch nicht, denn die Platzherren verkürzten noch vor dem Pausengang mit einem Kopfball von Moritz Göttel (45.). Bei Halbzeit stand es bei diesem Spektakel gerechterweise 3:2 für die läuferisch emsigeren und aggressiveren Gäste, die ihre offensive Überlegenheit konsequenter ausnutzten. Munter und genauso attraktiv ging es in der zweiten Halbzeit weiter. Die Gäste stellten zunächst den Zwei-Tore-Abstand wieder her, als Sapina (61.) aus 22 Metern einen Freistoß verwandelte. Doch Steinbach zeigte auch in Unterzahl, nachdem Reith (72.) mit Gelb-Rot vom Platz musste, viel Moral und verkürzte etwas glücklich durch einen abgefälschten Schuss von Sascha Marquet (73.). Nun war das Momentum auf Seiten der Heimelf, der nur zwei Minuten später der Ausgleich durch Göttel (75.) gelang. Ardian Morina (79.) scheiterte wenig später am einheimischen Torhüter, besser machte es Steinbachs Kapitän Nico Herzig (82.), der den nicht mehr für möglich gehaltenen Siegtreffer für die in zuvor zehn Partien sieglosen Einheimischen per Kopfball sicherstellte. Ein Ende mit Schrecken für die eigentlich bessere Gästeelf.

Die Höhepunkte der Partie könnt ihr hier nachlesen.