4:0-Heimsieg für den SSV Ulm 1846 Fußball in der Regionalliga gegen TuS Rot-Weiß Koblenz – das klingt auf den ersten Blick sehr überzeugend. Wenn dann auch noch der gegnerische Trainer Fatih Cift einräumt: „Wir hätten noch die eine oder andere Nuss mehr bekommen können“, dann hört sich das sogar nach einem Ulmer Fußball-Festival an.

Doch so war es nicht. Vielmehr muss, ohne den Ulmer Gästen zu nahe treten zu wollen, konstatiert werden: Die Koblenzer agierten in Ulm bemerkenswert schwach. Einen Gegner, der auf diesem Niveau agiert, werden die Spatzen in Punktspielen so schnell nicht mehr vorfinden.

Das Motto der Gäste schien zu lauten: Toreschießen – leicht gemacht. Allen vier Ulmer Treffern gingen teils harsche Fehler der Koblenzer voraus. Dreimal profitierte Felix Higl davon, er erzielte das 1:0 (12.), das 3:0 (45.) und das 4:0 (65.). Das zwischenzeitliche 2:0 hatte Albano Gashi (17.) erzielt – und damit die Weichen früh auf Sieg gestellt.

Die vier Tore der Ulmer Spatzen im Detail

Schauen wir uns die Treffer genauer an. Das 1:0 entstand nach einem schnellen Einwurf. Der Koblenzer linken Abwehrseite scheint bisher entgangen zu sein, dass es bei einem Einwurf kein Abseits gibt. Der nahe der Torlinie stehende Lennart Stoll leitete den Ball zu Marcel Schmidts, der zu Felix Higl. Der Angreifer war mit einem Schuss aus der Drehung erfolgreich.

Dem 2:0 von Albano Gashi ging ein dicker Fehler des Koblenzers Thilo Krämer voraus. Ardian Morina steuerte allein auf RW-Torhüter Hrvoje Vincek zu . Der wehrte zunächst ab, doch nach dem abgefälschten Nachschuss trudelte der von Gashi getretene Ball ins Netz.

Beim 3:0 und 4:0 von Higl gab jeweils Hrvoje Vincek nicht gut aus. In der 45. Minute unterlief er eine Freistoßflanke von Gashi, und Higl staubte ab. Beim 4:0 konnte Vincek eine zu scharf geratene Rückgabe nicht kontrollieren, und wieder war Higl zur Stelle.

Trainer Bachthaler zufrieden Felix Higl - aber nicht mit der 2. Halbzeit

„Felix Higl stand da, wo Torjäger stehen müssen“, freute sich Ulms Trainer Holger Bachthaler über seinen dreifachen Torschützen. Nach der nicht zufriedenstellenden ersten Saisonphase wollte er den zweiten 4:0-Sieg binnen vier Tagen - am Mittwoch hatte der SSV 46 Fußball durch ein 4:0 beim Landesligisten VfB Bösingen das Achtelfinale im WFV-Pokal erreicht – erst einmal genießen. Wenngleich er mit der zweiten Halbzeit nicht zufrieden war. „Wir wollten 90 Minuten aktiv sein und hätten noch das eine oder andere Tor mehr erzielen müssen“, so Bachthaler.

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