Fußball-Relegation Rißtissen schafft den Aufstieg in die A1

Rißtissen im Jubelrausch. Mit T-Shirts, auf denen „Misson erfüllt“ steht, feierten die Mannschaft, Trainer, Betreuerstab und Fans gestern Abend ausgelassen den Aufstieg.
Rißtissen im Jubelrausch. Mit T-Shirts, auf denen „Misson erfüllt“ steht, feierten die Mannschaft, Trainer, Betreuerstab und Fans gestern Abend ausgelassen den Aufstieg. © Foto: Patrick Huss
Unterstadion / Patrick Huss 23.06.2018

Mission erfüllt! Der TSV Rißtissen ist mit dem 2:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung gegen den SV Oggelsbeuren in die Kreisliga A aufgestiegen. Gleichzeitig steht der SVO als dritter Absteiger in die Kreisliga B fest. Für die Schwarz-Weißen ist es nach dem Abstieg 2016 die ersehnte Rückkehr.

Zunächst hatten sich beide Mannschaften in der ersten Halbzeit nicht mit Ruhm bekleckert. Wenig Tempo, so gut wie kein Spielfluss und einige Fehlpässe sahen die rund 600 Zuschauer in Unterstadion. Man merkte beiden Teams an, dass viel auf dem Spiel stand. Die besseren Chancen hatte in den ersten zehn Minuten zunächst Rißtissen durch Daniel Völk. Besonders nach Ecken war der TSV zwei mal gefährlich durch Kopfbälle. Vor der Pause dann viel Geplänkel im Mittelfeld und keine Torchancen. Nach dem Kabinengang wurde die Partie deutlich besser und nahm an Fahrt auf. Das 1:0 in der 60. Minute durch Stefan Beck war zwar glücklich, aber nicht unverdient. Nach einem Eckball konnte SVO-Schlussmann Sascha Schlegel nicht entscheidend klären, faustete den Ball nur an die Latte und den Abpraller verwertete Beck zur Führung. Nur drei
Minuten später hätte Rißtissen erhöhen können. Nachdem Daniel Völk über die rechte Außenbahn frei durchkam, legte er quer, doch Maximilian Föhr und Philipp Dyck verpassten zentral. Jetzt musste Oggelsbeuren etwas mehr Risiko eingehen und spielte offensiver. Die Bemühungen wurden belohnt, denn in der 74. verwertete Fabian Maurer nach einer misslungenen Rückgabe zum 1:1. Er verletzte sich dabei leicht – ein Rißtissener war in den Schuss hineingerutscht. Maurer konnte jedoch weitermachen.

Die letzten zehn Minuten in der regulären Spielzeit gehörten klar dem SV, die Rißtissener mussten dem hohen Tempo etwas Tribut zollen. Der schnelle Jonas Weller machte mächtig Dampf über die Außenbahnen und hatte in der 88. nach einem Abpraller die Riesenchance zum Siegtreffer. Auch der Nachschuss von Holger Schweitzer hätte noch ins Lattenkreuz reinsegeln können, doch aus Sicht des Kreisliga-A-Ligisten fehlte an diesem Abend auch das Quäntchen Glück.

 Mit 1:1 ging es also in die Verlängerung. Die kurze Pause schien Rißtissen gut getan zu haben, sie übernahmen nun wieder die Kontrolle und belohnten sich mit dem 2:1 von Peter Gall, der in der 95. Minute von einem eklatanten Missverständnis der Oggelsbeurer Abwehr profitierte. Ein Gegenspieler wollte zum Torhüter zurückköpfen, doch der Kopfball war nicht stramm genug und Gall schoss zum 2:1 ein. Großer Jubel dann in der 111. Minute, als Philipp Dyck das Leder im Tor versenkte. Doch der Linienrichter entschied auf Abseits. Sei’s drum, Oggelsbeuren konnte in der Schlussphase keine entscheidenden Chancen mehr herausspielen.

Nach dem Schlusspfiff gab es kein Halten mehr. Die Rißtissener Bank stürmte auf den Platz, es wurden Aufstiegs-T-Shirts verteilt mit der Aufschrift „Mission erfüllt“ und mit den Fans gefeiert. „Ich glaube, wir hatten heute den größeren Willen“, sagte der scheidende TSV-Coach Walter Heim. „Wir haben viel investiert und unsere junge Mannschaft war etwas nervös. Aber wir hatten die besseren Torchancen und daher verdient gewonnen.“

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel