Verbandsliga SSV Ehingen-Süd will Sieg gegen TSG Tübingen

Die Duelle gegen die TSG Tübingen, immer tragisch, immer eng: Schiedsrichter Marc List  verteilt beim Rückspiel der vergangenen Saison Süds Jonas Guggenmoser (links) eine Gelb-Rote Karte, Timo Barwan will noch verhandeln.
Die Duelle gegen die TSG Tübingen, immer tragisch, immer eng: Schiedsrichter Marc List  verteilt beim Rückspiel der vergangenen Saison Süds Jonas Guggenmoser (links) eine Gelb-Rote Karte, Timo Barwan will noch verhandeln. © Foto: Patrick Huss
Kirchbierlingen / Helen Weible 24.08.2018
Der SSV Ehingen-Süd will in der Partie am Samstag gegen TSG Tübingen unbedingt einen Sieg.

Die Spiele gegen die TSG Tübingen sind im Kirchbierlinger Fußball-Bewusstsein noch sehr präsent. Da gab es im Hinspiel der abgelaufenen Saison erst ein 3:3 und eine Rote Karte für Süds Leistungsträger Filip Sapina. Im Rückspiel auf fremden Kunstrasen gerieten die Verbandsliga-Kicker des SSV ebenfalls in Unterzahl und verloren gar 0:3. Hier erwischte es Jonas Guggenmoser mit einem Platzverweis.

„Es wäre toll, wenn wir jetzt Mal als Sieger vom Platz gehen“,  sagt Michael Bochtler vor dem Duell am Samstag gegen die TSG auf eigenem Geläuf. Anpfiff ist um 15.30 Uhr. Tübingen war stets das effektivere Team, zog sich stets besser aus der Affaire, eigentlich ein ebenbürtiger Gegner für die Fußballer von der Pfarrei, aber ein unangenehmer. Jetzt will Ehingen-Süd den Spieß umdrehen. „Wir sind gut vorbereitet und wollen mit einem weiteren Erfolg den Auftaktsieg unterstreichen“, heißt es von der Kommandozentrale. Jawohl, das 3:1 gegen den FC Wangen war ein schöner Start in die zweite Saison in Württembergs Fußball-Oberhaus. So darf es doch bitte weitergehen.

Personell sieht es auch ganz gut aus. Danijel Sutalo kehrt aus dem Urlaub und ins Mittelfeld der Kirchbierlinger zurück. Einzig im breiten Kader fehlen werden wie schon beim Wangen-Spiel Timo Kästle wegen einer Leistenzerrung und Daniel Maier, der am Sprunggelenk verletzt ist.

Da hat es den Gegner wüster erwischt: Magnus Haas, dem eine große Rolle im Tübinger Ensemble zugeschrieben worden war, erlitt jüngst einen Mittelfußbruch. Der Oberliga erfahrene Neuzugang des SSV Reutlingen fällt wohl aufgrund der Schwere der Verletzung die ganze Saison aus. „Das tut weh“, fühlt Bochtler mit Spieler Haas mit, und fairerweise auch ein bisschen mit seinem Pendant Michael Frick. Eine Stütze in der Abwehr bleibt den Tübingern aber mit Lukas Hartmann (ebenfalls vom SSV Reutlingen gekommen). Große Stücke hält Bochtler vor allem auch auf Kapitän Lars Lack. „Für mich ist er der beste Verbandsliga-Spieler. Der kann einen immer vor Probleme stellen.“ Aber man habe bereits gesehen, dass der SSV einige Akteure in den Reihen hat, die Lack in Schach halten können. Auf das wird es ankommen und auch darauf, die flexibel attackierenden TSGler nicht über Konter aufkommen zu lassen. Tobias Dierberger sei auch so einer, der mal schnell durchlaufe. Das darf nicht passieren. Wer dem Tübinger Spiel natürlich als Spielgestalter fehlt, ist Uni-Fußballer Pirmin Glück, der derzeit im Ausland weilt. An die große Glocke wird das natürlich nicht gehängt. Und mit der 1:2-Niederlage beim 1. FC Heiningen war der Tübinger Auftakt schließlich auch missglückt.

Gelegenheit, sich Im Pokal zu profilieren

Die Drittrundenpartie im WFV-Pokal am Mittwoch (17.15 Uhr in Kirchbierlingen) gegen den FC 07 Albstadt haben die Coaches vom SSV Ehingen-Süd natürlich fest im Blick. „Albstadt ist eine Hausnummer“, sagt Michael Bochtler über den Verbandsliga-Konkurrenten. Da am darauffolgenden Wochenende mit dem TSV Essingen ein weiteres Kaliber aus Württembergs Oberhaus kommt, „muss die Woche gut geplant sein“, so Süds Trainer. Der Pokal biete aber eine gute Gelegenheit, um den Urlaubern Einsatzzeiten zu gewähren. „Gegen Albstadt kann sich der ein oder andere beweisen“, so Bochtler. hel

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel