Fußball-Bezirksliga Noch einmal David gegen Goliath

FV-Trainer Jens Kannemann fordert, dass eine Klatsche in Mengen ausbleibt.
FV-Trainer Jens Kannemann fordert, dass eine Klatsche in Mengen ausbleibt. © Foto: Herbert Geiger/Archiv
Maurice Glienke 08.06.2018

Ihre letzte Begegnung in der Bezirksliga diese Saison absolvieren alle drei Teams aus der Region in der Fremde. Für alle Mannschaften sind die Entscheidungen längst gefallen.

Der FV Schelklingen-Hausen reist in seiner Abschluss-Partie zum seit Wochen bereits feststehenden Meister FC Mengen. Bei den Gelb-Schwarzen steht alles im Zeichen der Wimpelübergabe und Meisterfeier, denn nach 1992 geht es nach langer Zeit wieder in die Landesliga. Dabei schaffte es die Mannschaft, die nach dem siebten Spieltag von Trainer
Miroslav Topalusic übernommen wurde, jegliche Rekorde zu brechen.

Mit großem Abstand stellen sie die beste Defensive der Bezirksliga und mit derzeit 97 Treffern den besten Angriff.  Hauptverantwortlich für mehr als die Hälfte aller Tore war Alexander Klotz, der mit seinen bisher 50 Treffern die meisten von allen Teams in allen Bezirksligen im gesamten WFV-Gebiet erzielt hat. „Die Mengener sind wohl die stärkste Mannschaft, die wir je in unserer Bezirksliga hatten. Ihnen traue ich auch kommende Saison Großes zu“, sagte Staffelleiter Jürgen Amendinger.

Mengen hat „geklotzt“

Dass sie ihre bisher ungeschlagene Serie auch nach dem letzten Spieltag halten wollen, versteht sich dabei beinahe von selbst. „Die werden sich da gegen den Tabellenletzten wohl keine Blöße geben wollen und ihren Fans einen tollen Abschluss bieten“, meinte Schelklingens Trainer Jens Kannemann, „aber wir wollen in Mengen nicht nur höflich Applaus klatschen, sondern uns gut verabschieden.“ Er will trotz der deutlichen 0:7-Pleite zuletzt gegen den SV Hohentengen seine Mannschaft noch einmal kämpfen sehen und einen positiven Abschluss nach zwei Jahren Bezirksliga hinbekommen.

 Die SG Altheim muss genau zu diesem Gegner, SV Hohentengen. Die haben sich mit dem Kantersieg in Schelklingen zuletzt den Klassenerhalt gesichert. Dort will sich die Mannschaft vom Hochsträß mit einem Sieg den zweiten Platz in der Auswärtstabelle sichern und einen tollen Abschluss feiern. „Im Hinspiel sahen wir alles andere als gut aus, da haben wir noch etwas gutzumachen“, sagte Altheims Trainer Joachim Oliveira. Dafür ist aber eine Steigerung notwendig, die dann am besten so aussieht wie die erste Halbzeit gegen die SF Hundersingen zuletzt, als man durch schöne Kombinationen zur Halbzeit mit 3:1 führte, dann aber zu fahrlässig wurde und dem Gegner durch eigene Fehler noch den Sieg schenkte.

 Zum Saisonabschluss fährt die TSG Rottenacker zum FV Bad Schussenried und ist dabei wohl eher froh, wenn diese Spielzeit vorüber ist. „Seit Wochen ist das meist nur noch besserer Sommerfußball, den die Mannschaft zeigt. Die Luft ist mehr als raus, dabei wäre durchaus tabellarisch mehr drin gewesen“, bilanzierte TSG-Pressewart Uwe Schneider. Immer wieder musste Trainer Timm Walter seine Mannschaft aufgrund Personalprobleme umstellen. Warum Rottenacker auf eigenem Platz aber mehr als doppelt so viel Punkte holte wie auswärts, ist offen. Die Schussenrieder befanden sich wie auch in den vergangenen Spielzeiten nie in akuter Abstiegsgefahr und können an der TSG Rottenacker in der Abschlusstabelle sogar noch vorbeiziehen.

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