Fußball Mission Liga-Verbleib kann beginnen

TSG-Trainer Roland Schlecker mit Co-Trainer Daniel Post und Markus Wilke, dem Trainer der zweiten Mannschaft (links) sowie Co-Trainer Patrick Mrochen und Fußball-Abteilungsleiter Michael Schleicher (rechts) und den Neuzugängen der TSG Ehingen.
TSG-Trainer Roland Schlecker mit Co-Trainer Daniel Post und Markus Wilke, dem Trainer der zweiten Mannschaft (links) sowie Co-Trainer Patrick Mrochen und Fußball-Abteilungsleiter Michael Schleicher (rechts) und den Neuzugängen der TSG Ehingen. © Foto: Roland Flad
Roland Flad 12.08.2017

Die Vorzeichen bei der TSG Ehingen auf den ersten Spieltag in der Fußball-Landesliga 4 stehen nicht unbedingt unter einem glänzenden Stern. Zu der kurzen und eher durchwachsenen Vorbereitungsphase und dem Aus im WFV-Pokal ist noch ein erkrankter Trainer hinzugekommen. Roland Schlecker konnte die Übungen am Donnerstagabend nicht leiten; er sprach sich nur kurz mit Co-Trainer Patrick Mrochen und Spieler Simon Müller ab und verabschiedete sich dann, um früh ins Bett zu gehen. „Ich weiß noch nicht, ob ich das Abschlusstraining am Freitag leiten kann”, sagte Schlecker.

Hadamitzky fällt verletzt aus

Fraglich ist daher auch, ob er am heutigen Samstag überhaupt mit zum Spiel nach Weingarten fahren wird. Hinzu kommt, dass Daniel Post, der zweite TSG-Co-Trainer, derzeit im Urlaub ist. „Der Kader ist ähnlich wie letzte Woche im Pokal”, sagte Schlecker, der wie so viele anderen Teams auch zum Auftakt der Saison noch nicht aus dem Vollen schöpfen kann. Jan Hadamitzky und Fabian Miehle haben sich im Pokalspiel Verletzungen zugezogen. Während Hadamitzky definitiv ausfallen wird, hofft Schlecker, dass Miehle heute eingesetzt werden kann.

Positiv ist, dass Thomas Schubert und Raphael Ulrich wieder ins Training eingestiegen sind. Roland Schlecker, der für Udo Rampelt gekommen ist, sieht seine Mannschaft ungeachtet der Probleme auf einem guten Weg. „Die Trainingseinheiten sind gut verlaufen; Beteiligung und Intensität waren sehr gut.” Gleichwohl gebe es noch Defizite im Umschaltspiel und Ballbesitzspiel. Da müssen die Ehinger noch zulegen.

Schlecker sieht Gastgeber Weingarten als technisch und spielerisch gute Mannschaft, die er wie im Pokal gegen Eschach (3:1) mit Dreier-Kette und viel Angriffspressing auch gegen seine Elf erwartet.

Ein Punktgewinn heute wäre für den Aufsteiger ein erstes Erfolgserlebnis. An ein Unentschieden denkt man in Weingarten jedoch nicht. „Jetzt geht es los, die Liga ist ein anderer Charakter als die Testspiele und der Pokal und für uns kommt nur ein Heimsieg in Frage”, betont Rainer Schmid, der neue Trainer des SV Weingarten. Er und seine Schützlinge stecken im Gegensatz zur TSG Ehingen schon seit sechs Wochen in der Vorbereitung. Der 53-jährige Schmid, der übrigens in Berg wohnt und Mike Gleich beim SVW ablöste, ist ein Freund des Angriffsfußballs. „Wir versuchen, den offensiven Fußball zu forcieren”, sagte er der SÜDWEST PRESSE. Der 3:1-Sieg in Unterzahl gegen Liga-Konkurrent TSV Eschach im WFV-Pokal gibt ihm und seinem Team Sicherheit und Mut. Gleichwohl warnt er davor, die spielstarken und euphorischen Ehinger zu unterschätzen. Schmids letzte Station war beim 1. FC Rielasingen bei Singen. Rainer Schmid coachte unter anderem auch schon die Landesligisten VfB Friedrichshafen, FV Biberach und FV Olympia Laupheim.

Zwei Neulinge gegeneinander

Gespannt sein darf man auch auf den FV Altheim, der es im Duell zweier Liga-Neulinge mit dem SV Mietingen zu tun bekommt, sowie auf Verbandsliga-Absteiger Olympia Laupheim, das die TSG Balingen II erwartet. Ein interessantes Duell bestreitet Absteiger TSV Berg, der mit einem Heimsieg gegen den FC Ostrach gleich am ersten  Spieltag die Weichen auf den direkten Wiederaufstieg stellen möchte. Aufhorchen ließ Aufsteiger TSV Heimenkirch, der im Pokal den FC Wangen bezwang und nun mit Weiler die nächste Herausforderung aus dem Allgäu meistern will. Weiter spielen: Ravensburg II – Ochsenhausen, Oberzell – Straßberg und Eschach – Kehlen.

Der voraussichtliche Kader der TSG Ehingen: P. Steudle, Lehner, Mrochen, Müller, Schulz, Schmid, Becker, Miller, Miehle, Soumpalas, Topolovac, Edeh, Gombold, Filho.

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