Der ehemalige deutsche Nationalspieler und aktuelle Manager des Bundesligisten FC Augsburg Stefan Reuter packte gestern in Ehingen die Sporttasche seines Sohnes Stefan und trat mit dem Filius die Heimreise an. Eine halbe Stunde zuvor hatte Reuter Junior mit 1860 München den fünften Platz geholt beim 17. McDonalds-Cup. "Mir hat es gut gefallen in Ehingen", sagte Papa Reuter zu seiner Kurzvisite im Stadion.

Er und die 60er hätten wie Kaiserslautern, Winterthur und Heidenheim schon früher nach Hause fahren können, wenn der VfR Aalen einem Elfmeterschießen im Platzierungsspiel zugestimmt hätte. Aber die Ostälbler wollten unbedingt kicken. Dafür hatten die meisten der Beteiligten überhaupt kein Verständnis. Denn durch den Dauerregen und den 14 Spielen zuvor hatte der Rasen im Ehinger Stadion seine Façon völlig verloren. Da kommt auf Platzwart Waldemar Bondarenko diese Woche Schwerarbeit zu. Denn schon am Freitag will Ehingen in der Landesliga gegen Ringschnait fett punkten.

Aber zurück zum McDonalds-Cup und zum Abschied von Turnierorganisator Rudi Kuhn. Von der TSG-Fußballabteilung dankte Joachim Kutschker dem Turnierchef und überreichte einen Gutschein zum Essen. Bürgermeister Sebastian Wolf bedankte sich im Namen der Stadt bei Kuhn. "Respekt den Mannschaften, die bei diesem Wetter gespielt haben", lobte Wolf die jungen Akteure.

Im Finale setzte sich Dauergast VfB Stuttgart gegen Greuther Fürth durch. Die Roten benötigten jedoch ein Elfmeterschießen, um Greuther mit 6:5 (1:1, 1:1) in die Knie zu zwingen. Auch nach sieben Minuten verlängerung stand es 1:1; Fürth spielte wegen einer Zeitstrafe in Unterzahl. Kaiserslautern besiegte Winterthur 3:0 n. E. und wurde Dritter. 1860 München bezwang Neuling Aalen 1:0. Ein Achtungserfolg gelang Gastgeber Ehingen; die TSG wurde Siebter durch einen 4:2-Erfolg gegen Qualifikant Heidenheim. In Gruppe 1 verlor die TSG mit 0:9 gegen den VfB sowie jeweils 0:4 gegen Fürth und Aalen.