Zum sechsten Mal hat der VfB Stuttgart den Pokal beim McDonald"s-Cup gewonnen. In einer umkämpften Begegnung bezwangen die Jungs von Trainer Kai Oswald mit einem hart erarbeiteten 1:0 den Finalgegner SpVgg Greuther Fürth, bei dem der Spielfluss etwas haperte, dafür aber technisch mit den Stuttgartern auf Augenhöhe stand.

"Das war ein top Finale. Die waren ebenbürtig. Und ein Vizetitel ist ja auch was", fand Thomas Javornik. Der Turnierkoordinator freute sich, dass Greuther Fürth, die als eine der führenden Jugendmannschaften in Bayern zählt, nach zehn Jahren Pause wieder beim C-Junioren-Turnier der TSG Ehingen dabei war. "Insgesamt haben sich sowohl der VfB Stuttgart als auch der SpVgg Greuther Fürth verdient ins Finale gekämpft", sagte Javornik.

Ein heißes Duell lieferten sich der Karlsruher SC gegen den FC Winterthur. Die beiden Teams, langjährige Stammgäste beim McDonald"s-Cup, schenkten sich nichts. Die Schweizer hatten vergangenes Jahr noch im Finale gegen den VfB gestanden und galten vor dem Turnier als einer der Favoriten. Etwas unglücklich für die Eidgenossen seien die Gruppenspiele verlaufen, zudem das Halbfinalspiel gegen Fürth, das nach einem 1:1 im Elfmeterschießen entschieden werden musste - und mit 4:2 an die Franken ging. Bereits das erste Halbfinale, Karlsruhe gegen Stuttgart, endete nach einem torlosen Spiel im Elfmeterschießen. Der VfB siegte 10:9.

"Die Halbfinale haben uns den Zeitplan mindestens eine halbe Stunde nach hinten verschoben. Aber solche Situationen können schon mal eintreten", bedauerte Javornik. Das Spiel um Platz fünf bestritten der 1. FC Kaiserslautern und 1860 München, bei der die flinken Junglöwen die Nase vorn hatten und mit 2:0 siegten.

Achtbar geschlagen hatte sich die Mannschaft der Gastgeber. Die TSG Ehingen zog beim Spiel um Platz sieben gegen den VfB Friedrichshafen mit 1:2 knapp den Kürzeren. "Bis auf Friedrichshafen und unser Team waren hochkarätige Mannschaften dabei", sagte Toni Giuliano. Der Jugendbetreuer und frühere Trainer der C-Jugend war sehr zufrieden mit der Leistung der Ehinger. "Das ist eine komplett neue Mannschaft. Und zwei gute Spieler sind noch im Urlaub", sagte er.

Mit jeder Begegnung hätten die TSG"ler besser ins Spiel gefunden. "Das 0:1 gegen Karlsruhe war spektakulär. Schade, dass wir Friedrichshafen nicht geschlagen haben." Wie er anmerkte, stünden sich die beiden Teams in dieser Saison auch in der Landesstaffel gegenüber.

Turnierorganisator Rudi Kuhn lobte neben den hervorragenden sportlichen Begegnungen auch das harmonische Miteinander. "Und wir als Ausrichter haben reihum wieder Lob erhalten", sagte er. Das Lob gab er an die zahlreichen Helfer aus den Reihen der TSG Ehingen weiter. Nicht zuletzt richtete er seinen Dank auch an Hauptsponsor Andreas Heck von McDonald"s und dem Hotel "Adler", das für die Verpflegung der jungen Spieler samt ihren Betreuern gesorgt hatte. "Deren Spaghetti Bolognese sind unter den Teams schon berühmt", meinte Kuhn. Zufrieden zeigte er sich auch mit der Zuschauerresonanz. Rund 450 bis 500 Besucher wurden gezählt. Und das trotz Stadtlauf.

Bürgermeister Sebastian Wolf betonte bei der Siegerehrung, dass die Stadt Ehingen stolz sei, dieses mit zahlreichen Nationalspielern bestückte Turnier seit 16 Jahren im Stadion zu haben. "Das funktioniert nur über so viele Jahre, wenn sich tolle Bürger dafür engagieren."