Kreisliga A1 Konkurrenz sieht Öpfingen vorne

Die SG Öpfingen (Kapitän Robin Stoß im blauen Trikot) steht ganz hoch im Kurs, weil das Team unter anderem beim Stadtpokal Ende Juli von Sieg zu Sieg eilte.
Die SG Öpfingen (Kapitän Robin Stoß im blauen Trikot) steht ganz hoch im Kurs, weil das Team unter anderem beim Stadtpokal Ende Juli von Sieg zu Sieg eilte. © Foto: Emmenlauer
Schelklingen / Patrick Huss 15.08.2018
Mit Absteiger Schelklingen-Hausen und den Aufsteigern Donaurieden, Rißtissen und SGM Daugendorf gibt es vier neue Teams in der Fußball-Kreisliga A1 Donau.

Das Warten hat ein Ende – zwölf der 15 Mannschaften der Kreisliga A1 starten heute um 18.30 Uhr in die neue Saison. Was viele Vereine eint: Die Vorbereitung verlief aufgrund der Urlaubszeit nicht optimal. Nichtsdestotrotz scheint die Meisterschaft nach dem Aufstieg vom dominanten TSV Riedlingen wieder spannender zu werden. Bei den Vereinsvertretern steht die SG Öpfingen hoch im Kurs, acht mal wurde die SGÖ als Meistertipp genannt. Drei Klubs tippten dagegen auf den zweitplatzierten der Vorsaison, den SV Betzenweiler. Die restlichen vier Vereine wollten sich nicht festlegen.

Öpfingen kann weiterhin auf Trainer Felix Gralla bauen. Der knapp verpasste Relegationsplatz sollte Ansporn genug sein, um in dieser Saison unter den Top Zwei zu landen. Die SGÖ verzeichnet fünf Neuzugänge aus der eigenen Jugend sowie Johannes Oßwald (Dettingen) und keine Abgänge. Die Vorbereitung verlief verheißungsvoll, unter anderem gewannen sie den Ehinger Stadtpokal, drei Siege gelangen gegen B-Ligisten und ein 2:1-Erfolg gegen die Laupheimer A-Jugend.

Der SV Betzenweiler muss den Abgang des Bruder-Duos Viktor und Andrej Hasenkampf, die zusammen 27 Tore erzielten, verkraften. Damit dürfte es das Team von Trainer Alexander Failer schwerer haben, Platz zwei zu wiederholen. Dennoch will der SVB wieder oben mitmischen.

Schwer einzuschätzen ist, wie sich Absteiger FV Schelklingen-Hausen und das neu formierte Team von Türkgücü Ehingen schlagen werden. Sechs A-Jugendliche des 1999er Jahrgangs verstärken den Kader von Trainer Jens Kannemann. Davon haben sich aber schon zwei einen Kreuzbandriss zugezogen und fallen aus. Zudem müssen die Schelklinger den Abgang von Boris Mack (zum TSV Seißen) kompensieren. Er war mit elf Toren bester FV-Torschütze in der abgelaufenen Saison. „Die, die dabei waren, haben gut mitgezogen“, sagt Kannemann zur Vorbereitung. „Das Ziel ist ein Platz im gesicherten Mittelfeld.“ Nach dem Abstieg sei es immer schwierig, vor allem mit Betzenweiler habe man gleich zu Beginn eine große Herausforderung.

22 neue Spieler

Mit Platz zwölf schlug sich Türkgücü Ehingen unter Wert. Neben einem neuen Vereinslogo laufen sage und schreibe 22 neue Spieler am Wenzelstein auf. Es wird darauf ankommen, wie schnell Trainer Enes Dizdarevic eine Einheit formen kann. „Wir haben das Potenzial, ganz oben mitzuspielen. Es gibt noch ein paar Sprachprobleme, aber der Auftakt war sehr gut“, verrät Dizdarevic. Mit der Vorbereitung sei er mehr als zufrieden, denn es waren immer rund 25 Spieler im Training.

Acht Punkte mehr holen als in der Saison 17/18 – das ist das Saisonziel der SG Griesingen, die mit 48 Punkten Vierter der abgelaufenen Spielzeit wurde. Trainer Marco Münch hat einige der acht Neuzugänge aus der A-Jugend bereits in den Vorbereitungsspielen getestet. Dort gab es Siege gegen Emerkingen und Marchtal sowie Niederlagen gegen Schmiechtal und die TSG Ehingen.

Der FC Schelklingen/Alb erreichte Platz fünf und hat erneut eine Top-Fünf-Platzierung als Ziel angegeben. Trainer Wilfried Staiger kann auf die exakt gleiche Truppe bauen . Die Verletzung von Torjäger Timo Rothenbacher warf Alb unter der Saison etwas zurück. Mit ihm in Topform dürfte eine leichte Steigerung wieder möglich sein

In Oberdischingen war man mit Rang sechs zufrieden, zumal Mario Gegic eine neue Truppe unter seinen Fittichen hatte. Nun hat Markus Schmid an der Seitenlinie das Sagen. Er verfügt über vier neue, junge Spieler.

Sieben neue Gesichter gibt es bei den SF Kirchen – darunter der Übungsleiter Christian Zittrell, der auf Rudolf Soukup folgt. Wertvollster Neuzugang ist wohl Jannik Lehner, der Landesliga-Erfahrung von der TSG Ehingen mitbringt. „Auch Christian Neumann bringt viel Kreisliga-A-Erfahrung mit“, freut sich SFK-Abteilungsleiter Florian Huber über die Verpflichtungen der neuen Spieler und des Trainers. „Der erste Eindruck ist sehr gut – der Trainer bringt viel Qualität ins Training rein und ist auch mal mutig und probiert Neues. Die Vorbereitung verlief dagegen etwas schleppend, da wir aufgrund von Urlaubern nicht immer das gleiche Personal hatten“, bedauert Huber, der als Saisonziel „eine konstantere Leistung“ hat. „Wir spielen mal gut, dann wieder schlecht. Bei mehr Konstanz kommt die gute Platzierung automatisch“, meint Huber.

Der achte Platz des SV Ringingen war nach dem Trainerwechsel mitten in der Saison nicht zu erwarten und der Klassenerhalt war bereits früh unter Dach und Fach. Diesen Platz gilt es zu wiederholen. Spielertrainer Wilke wurde von Thorsten Seeger abgelöst. Er kann auf einen großen Kader mit 39 Spielern der ersten und zweiten Mannschaft bauen. Davon kommen vier Neue aus der eigenen Jugend. Der neuntplatzierte VfL Munderkingen verlor einige Leistungsträger: Schaible, Khalil, Sallah, Sopic und Schelkle haben aufgehört oder den Verein gewechselt. „Unser Ziel ist weiterhin der Klassenerhalt. Die Vorbereitung verlief schlecht. Es waren zu viele Spieler im Urlaub, da ist eine optimale Vorbereitung nicht möglich“, sagt Manager Felix Schelkle.

Rang zehn und elf belegten Dürmentingen und Ertingen/Binzwangen. Beide geben als Saisonziel den Klassenerhalt an. Diesen möchten auch die beiden Aufsteiger aus der Region, die SF Donaurieden und der TSV Rißtissen erreichen. SFD-Trainer Markus Schönleber kann auf den Meisterkader bauen, denn es gab keine Veränderungen. Ruwen Stetter (17 Tore) und Mathias Kräutle (11 Tore) wollen auch eine Liga höher möglichst oft in die Maschen treffen.

Der TSV Rißtissen hat sich mit dem Sieg in der Relegation für eine gute Saison belohnt. Nun hängen die Trauben etwas höher. Große Veränderungen gibt es bei den in weiß-schwarz antretenden Rißtisser nicht. Die Leistungsträger sind geblieben. Lediglich an der Seitenlinie folgt Christian Möbius auf Walter Heim.

Komplettiert wird die Liga mit dem B2-Aufsteiger SGM Daugendorf/Zwiefalten. Mit 66 Punkten und einem Torverhältnis von 100:20 hat sich die Spielgemeinschaft für höhere Aufgaben empfohlen. Trainer Hans Peter Hertenberger hofft, dass Niklaus Haiß (20 Tore) und Tobias Münst (22) auch eine Liga höher ins Schwarze treffen.

Oggelsbeuren mit neuer Spielgemeinschaft

Der abgestiegene SV Oggelsbeuren stellt keine eigene Mannschaft mehr und ist in den Bezirk Riß gewechselt. Dort geht man als SGM Attenweiler/Oggelsbeuren an den Start. ph

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