Fußball-Landesliga Kellerduell im Abstiegskampf

Voller Einsatz für die „Roten“: Valentin Gombold (links) hier im Kampf um den Ball gegen einen Spieler des FV Altheim. Torjäger Narciso Filho kommt ihm zu Hilfe.
Voller Einsatz für die „Roten“: Valentin Gombold (links) hier im Kampf um den Ball gegen einen Spieler des FV Altheim. Torjäger Narciso Filho kommt ihm zu Hilfe. © Foto: Herbert Geiger
Ehingen / Helen Weible 18.05.2018

Wer bringt sich besser in Position bei diesem Kellerduell der Landesliga Staffel 4? Mit der Unterstützung des eigenen Publikums erwarten die Fußballer der TSG Ehingen am morgigen Samstag den TSV Eschach. Der Anpfiff zum Spiel Letzter gegen Vorletzten ertönt um 15.30 Uhr im Ehinger Stadion.

In beiden Lagern ist glasklar, dass es ein „sehr, sehr wichtiges Spiel ist“, so Trainer Roland Schlecker, in dem jeweils sämtliche Kräfte mobilisiert werden. Größte Herausforderung für sein Team wird sein, nach den zuletzt enttäuschenden Resultaten, den Kopf nicht hängen zu lassen. Gerade gegen Tabellenführer Olympia Laupheim war ein Big Point greifbar. Doch eine Führung gab man beim 1:2 letztlich noch unglücklich ab. Dieser Auftritt zollte Leidensgenosse Eschach aber ordentlich Respekt ab. „Nicht schlecht“, sagt TSV-Trainer Furat Yenidogan, „aber uns geht es gleich. Wir wollen das Bestmögliche rausholen.“ Und das können nur drei Punkte sein. Aber gerade im eigenen Revier hat die TSG da etwas dagegen.

„Wir haben es selbst in der Hand“, sagt Ehingens Trainer Schlecker. „Wenn wir dieses Heimspiel gewinnen, dann sind wir wieder mittendrin.“ Mittendrin in der Tabelle und möglichst außerhalb des Abstiegsstrudels, in dem zig andere Teams verwickelt sind. 28 Punkte verbuchte die Schlecker-Elf, nur 32 braucht man, um auf dem ersten Nichtabstiegsplatz zu stehen. Eschach hat 30 Zähler, so viel wie Weingarten und Heimenkirch, zu dem die TSG nach Pfingsten fahren wird.

Eschach, in seiner zweiten Landesliga-Saison, sammelte in den letzten beiden Spielen nur je einen Punkt. In Mietingen war beim 2:2 nicht mehr drin, zuletzt teilten sich die Eschacher im oberschwäbischen Derby mit Weingarten beim 1:1 die Zähler. Größte Schwachstelle beim TSV scheint die Abwehr. Die Hintermannschaft hat mit 64 die meisten Tore der Liga zugelassen. Bei den Ehingern sind es 57 Gegentore, doch bei der TSG hapert es am anderen Ende: 29 Tore, damit bildet die TSG zusammen mit der TSG Balingen II abgeschlagen das traurige Offensiv-Schlusslicht.

„Die taktische Marschrichtung“, so Schlecker, „hängt von der Kadersituation Eschachs und unserer ab.“ Personell haben die Gäste schlechtere Karten. Seit dem Weingarten-Spiel müssen die TSVler auf Defensivakteur Tim Kibler (Gelb-rot) verzichten, haben zudem ein paar angeschlagene Spieler und Angreifer Michael Fäßler fällt langfristig aus. Bei Ehingen fehlt Defensivspezialist Thomas Schubert verletzt, dafür kehrt im Mittelfeld Mat­thias Soukup wieder zurück, nachdem er im Laupheim-Spiel ausgesetzt hatte. Mit einer Leistung wie gegen Laupheim müsste ein Dreier machbar sein.

TSG Kunstrasen

die Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes auf den Gollenäckern zu. Der Bau des Platzes gehe weiter. TSG-Chef Kuch rechnet damit, dass der Kunstrasenplatz im Juni fertig wird.

Auf den Gollenäckern, also im Bereich zwischen dem Stadion und dem künftigen Kunstrasen, soll sich in Zukunft der komplette Ehinger Fußballsport ansiedeln. „Wir wollen uns auf die Gollenäcker konzentrieren“, betonte Roland Kuch. Das bedeute auch, dass sich die Fußballer künftig vom alten TSG-Platz trennen und darüber mit der Stadt Gespräche führen wollen

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