Viel Spannung, packende Duelle, harte Zweikämpfe und viel Tempo. Das 19. Karl-Knab-Gedächtnisturnier bei den Aktiven bot alles, was sich die Zuschauer nur wünschen konnten. Dazu gab es zum Schluss auch noch die große Überraschung. Der Gastgeber TSV Allmendingen triumphierte erstmals seit zehn Jahren wieder in eigener Halle.

„Das war die richtige Belohnung für den Verein. Für den Aufwand, den wir jedes Jahr hier betreiben und den auch die Mannschaft heute und im gesamten Jahr hingelegt hat“, sagte Marc Brobeil. Er leitete während der vier Tage das Turnierbüro und war für die Durchführung verantwortlich. Im Endspiel zeigten die Allmendinger, dass auch ein Kreisliga-B-Team den Pokal holen kann. Angefeuert von den Fans triumphierten sie ihrer Außenseiterrolle zum Trotz über die TSG Ehingen mit 3:1. Die hatte seit dem letzten Titelgewinn des Gastgebers vier Mal gewonnen und bis dahin ein starkes Turnier gespielt. „Es war natürlich auch eine tolle Paarung mit den Derby gegen die TSG“, meinte Brobeil. Von einem Zweiklassenunterschied war aber wie oftmals in der Halle kaum etwas zu sehen.

Zwei Mal Stiehle

Die besten Möglichkeiten in der Anfangsphase hatte der TSV. Angetrieben von Verteidiger Matija Dobranic, der nach einem halben Jahr beim Donau/Iller Bezirksligisten FC Blaubeuren wieder zurückgekehrt ist, ging es über schnelle Konter nach vorne. In der 5. Minute fiel das 1:0  für die TSG Ehingen. Einen Freistoß legte Elias Madarac ab und Torhüter Matthias Grab traf aus der Distanz. Doch die Allmendinger steckten nicht auf. Nach einem Abwehrfehler stand Stürmer Florian Stiehle genau richtig und traf zum Ausgleich. In der Schlussphase dann präsentierte sich der Außenseiter cleverer und effektiver. Einen Abpraller schob Deven Jovanovic ein und einen Konter vollendete Stiehle mit seinem zweiten Treffer zum 3:1, der die Entscheidung brachte. Zuvor hatte Torhüter Martin Lecter mit zwei starken Paraden die Führung gehalten. „Unsere Mannschaft hatte sich von Spiel zu Spiel gesteigert und sich am Ende auch dafür belohnt“, sagte Brobeil.

Auch im Halbfinale war es nicht weniger spannend für den späteren Turniersieger. Mit 1:0 setzte sich der TSV gegen den SV Uttenweiler und damit ebenfalls einen Bezirksligisten per Tor von Serdar Yavas durch. Im zweiten Halbfinale war es dagegen eine etwas deutlichere Sache gewesen. Die TSG Ehingen hatte mit der überraschend starken SG Griesingen nicht viel Mühe. Niklas Braun und Valentin Gombold brachten die Ehinger in Führung. Zwei große Möglichkeiten ließ die Kreisliga-A-Mannschaft fahrlässig zum Ausgleich liegen und dann setzte Gombold mit seinem zweiten Treffer den Deckel drauf. Im Duell der unterlegenen Mannschaften der Halbfinals holte sich Bezirksligist Uttenweiler gegen Griesingen, per 4:0-Erfolg Platz drei. Die SGG schien etwas platt, da sie zwei Spiele hintereinander mit wenig Pause bestreiten musste. Die ersten vier Teams wurden mit Geldpreisen und einem Partyfass Bier belohnt.

In der Zwischenrunde ausgeschieden waren die SG Altheim und der SV Niederhofen. Die hatten sich überraschend in der Gruppe B gegen den TSV Rißtissen und den Sieger von 2016, Türkgücü Ehingen durchgesetzt. „In der Zwischenrunde, als jeder Punkt und jedes Tor noch wichtiger waren, war aus meiner Sicht das Niveau am höchsten und es waren wirklich packende Spiele“, sagte Marc Brobeil.

Jubiläum steht an

Im kommenden Jahr bleibt dem Veranstalter, der nur die vier Tage zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Silvester zur Verfügung hat, lediglich ein Wochenendtag. Deshalb „wird von uns genau geprüft und frühzeitig geplant, wann wir welchen Wettbewerb durchführen wollen“, erklärte Brobeil. Außerdem gibt es mit der 20. Auflage eine Jubiläumsausgabe, auf die Vorstand Claus Dietz bei der Siegerehrung hinwies. Dann hofft er, erneut alle Vereine der diesjährigen Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

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Tore in einem Finale hatte es schon seit einigen Jahren nicht mehr gegeben. Genauso wenig wie einen Sieger aus der Fußball-Kreisliga B.